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"Traum an der frischen Luft"

Weihten gemeinsam das grüne Klassenzimmer ein: (von links) Direktor Franz Griebl, Hochschulkoordinator Georg Riedl, Landrat Michael Fahmüller beim Rotdorn-Pflanzen und MdL Martin Wagle.

Landessiegerin Leonie Gisnapp und ihr "Jugend forscht"-Projekt. Foto: Slezak

Umrissen vor Ort aktuelle Umweltprojekte: (von links) Leiterin Theresa Kammerer sowie Simon Pflugbeil, Leonie Schmidbauer und Markus Mergenthaler. Foto: Slezak

Sechs Holzbänke, eine Kreidetafel, WLAN: Ab sofort finden einzelne Unterrichtsstunden an der Realschule unter freiem Himmel statt.

Pfarrvikar Rupert Wimmer segnete das grüne Klassenzimmer.

"Grünes Klassenzimmer" an der Realschule Pfarrkirchen eingeweiht

Ab sofort kann bei passendem Wetter draußen im Freien unterrichtet werden. Es steht nicht nur für den Unterricht im Freien, sondern auch für Projekte der tiergestützten Pädagogik, der Umweltgruppe, des Talentkurses "Umwelt erleben, Umwelt gestalten", der offenen Ganztagsschule usw. zur Verfügung. Mit Kreidetafel und WLAN-Zugang sind dabei der schulischen Arbeit keine Grenzen gesetzt.

Wo die Realschüler künftig draußen lernen, fand jetzt mit großem Bahnhof auch die feierliche Eröffnung des grünen Klassenzimmers statt. Passend dazu definiert sich die Realschule Pfarrkirchen sowohl als "Umweltschule in Europa" als auch "Internationale Nachhaltigkeitsschule".

Landrat Michael Fahmüller bezeichnete das grüne Klassenzimmer "als Traum an der frischen Luft". Bei dem "herausragenden Termin nach der langen Durststrecke" pflanzte er zudem einen Rotdorn. Dieser neue Schulbaum rundet das Ensemble ab. "Das grüne Klassenzimmer bereichert und wird viele Kinder beim Lernen begeistern", schloss Landrat Fahmüller. MdL Martin Wagle plädierte grundsätzlich dafür, "sich mit der Natur auseinanderzusetzen und Erfahrungsschätze wie das Garteln nicht zu vergessen". Das grüne Klassenzimmer begrüßte der Landtagsabgeordnete mit den Worten: "Hier wird dem abstrakten Lernen das persönliche Erleben hinzugefügt."

Hochschulkoordinator Georg Riedl stellte klar: "Wir dürfen von den Zinsen der Natur leben, nicht von ihrer Substanz." Als Imker freute er sich über den Bienenstock, der jetzt hinter dem Schulgebäude steht. "Die Insekten zeigen an, ob es der Natur gut oder schlecht geht", befand Riedl. Abschließend ermunterte er dazu: "Jeder sollte täglich eine gute Tat für die Umwelt leisten."

Schulleiter Franz Griebl übernahm die Moderation des Festakts. Sogleich übergab er das Wort an seine Schüler. So stellte Leonie Gisnapp aus der Klasse 9 c ihre preisgekrönte Arbeit zu Ersatzprodukten für Torf vor. Damit belegte sie beim Wettbewerb "Jugend forscht" in der Sparte Biologie kürzlich nicht nur auf Bezirksebene, sondern in ganz Bayern den ersten Platz. Ihr Ziel: Moore im Kleinen und das Klima im Großen schützen.

Markus Mergenthaler, Leonie Schmidbauer und Simon Pflugbeil umrissen im Namen von Leiterin Theresa Kammerer aktuelle Umwelt-Projekte an der Realschule. Dazu zählen die Baumpflanz-Aktion, das Aufstellen eines neuen Hochbeets neben der Schulküche oder das Sauberhalten der Natur unter dem griffigen Titel Ramadama.

Begleitet von den beiden Schulhunden und zwei amerikanischen Miniaturpferden informierte Studienrätin Ellen Meier über die tiergestützte Pädagogik. Dieser Ansatz bewährt sich bestens, um etwa die Rechtschreibkompetenz gezielt zu fördern.

"Der Glaube und die Achtung vor der Schöpfung gehören zusammen." Das unterstrich Pfarrvikar Rupert Wimmer bei der Segnung der neuen Einrichtung unter freiem Himmel. Im Anschluss an die Festreden und Projekt-Präsentationen zeigte die Fachschaft Ernährung und Gesundheit, dass sie das Bewirten während des Lockdowns nicht verlernt hat. Stets wurde der nötige Abstand gewahrt, um die Masken absetzen zu können.





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