Realschule in Bayern - KOMPASS

KOMPASS: KOMPetenz aus Stärke und Selbstbewusstsein an bayerischen Realschulen

Das Projekt KOMPASS wurde zunächst als Modellversuch in Kooperation von Stiftung Bildungspakt Bayern mit dem Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst und dem Exklusivpartner Sparda Bank München eG mit dem Ziel initiiert, Schülerinnen und Schüler individuell und stärkenorientiert zu fördern. Zwölf oberbayerische Realschulen arbeiteten dazu seit dem Schuljahr 2007/2008 unter wissenschaftlicher Begleitung durch die Universität Erlangen-Nürnberg schwerpunktmäßig in den Bereichen Schulentwicklung, Schulorganisation, Methodik und Didaktik. Inzwischen haben 61 Realschulen in ganz Bayern die überaus positiven Ergebnisse des Modellversuches aufgegriffen und KOMPASS in ihrem Schulprofil verankert, unterstützt auch durch die Sparda Bank Augsburg eG und die Sparda Bank Ostbayern eG (weitere Informationen).

Partner: Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, Stiftung Bildungspakt Bayern, Sparda-Bank München eG und Sparda-Bank Ostbayern eG sowie Sparda-Bank Augsburg eG.

Ziele von KOMPASS

Das Projekt KOMPASS nimmt die individuellen Stärken und Fähigkeiten von Schülerinnen und Schülern in den Blick, um ihnen trotz Unterschiedlichkeit und Vielfalt bestmögliche Teilhabe an Bildungschancen zu bieten. Schulen, die stärkenorientiert arbeiten, streben eine Lehr- und Lernkultur an, die den Erfolg der Lernenden sucht und die Defizitorientierung vermeidet. Die Aufmerksamkeit der Lehrkraft soll auf vorhandene Talente, vorhandenes Wissen und Können gelenkt werden. Eine Lernumgebung, die den Lernenden selbstbewusst und kompetent für das Leben machen möchte, darf nicht nur Fachkompetenz vermitteln. Vielmehr müssen auch Lern- und Selbstkompetenz gefördert werden. Die Schülerinnen und Schüler müssen selbst zu Experten für das eigene Lernen werden und den Blick auf eigene Lernprozesse schärfen. Diese umfassen methodische Kenntnisse ebenso wie die Fähigkeit zur Selbstreflexion, also das Wissen darüber, wo man steht und wo man hin möchte. KOMPASS hat das Ziel, „das Potenzial  junger Menschen voll und umfassend zum Blühen zu bringen“, sagt Helmut Lind, Vorstand der Sparda Bank München eG.

Auf der Lernplattform finden Sie unter Schule ISB, den Reiter Realschule. Unter KOMPASS steht Ihnen neben einer Vielzahl an stärkenorientiertem Unterrichtsmaterial auch Material für gemeinsam.Brücken.bauen zur Verfügung. 

Die KOMPASS-Schulen und KOMPASS-Multiplikatoren

KOMPASS-Schulen

Wassertrüdingen Staatliche Realschule
Weißenburg Staatliche Realschule

KOMPASS-Multiplikatoren

Wagner

Daniel

0668

wagner@rswug.de

Zwengauer

Anja 

0664

zwengauer(at)realschule-wassertruedingen.de

KOMPASS-Multiplikatoren

Ufr

Frau

Stürzenberger

Katja

0698

verwaltung@rs-hab.de

Ufr

Herr

Tallafuß

Felix

0480

tf(at)realschule-schonungen.de 

Projektleitung

Frau Erika Ohland (Staatliche Realschule Amberg)
Frau Tanja Huber (Staatliche Realschule Dachau, in beratender Funktion)
Frau Stefanie Meindl (Staatliche Realschule Burglengenfeld, stellvertretende Projektleitung)
Frau Ruth Wallner (Staatliche Realschule Neuburg, stellvertretende Projektleitung)

KOMPASS in der Lehrerausbildung und Lehrerfortbildung

KOMPASS in der Lehrerausbildung

Erfolgreich erprobte Methoden und Maßnahmen eines Schulversuchs sollen im Sinne der Nachhaltigkeit möglichst breit in den Lehrerkollegien verankert werden und so zu deren weiterer Professionalisierung beitragen. Dies gilt insbesondere für die Lehramtsanwärter, die am Beginn Ihrer beruflichen Aus- und Weiterbildung stehen. Im Projekt KOMPASS wurde daher stets auf die Beteiligung von Seminarschulen geachtet. Sie arbeiten an und mit Modulen, die die Studienreferendare mit einer stärkenorientierten Pädagogik vertraut machen. Methodische Kernelemente von KOMPASS werden auf den Seminarbetrieb übertragen.

KOMPASS in der Lehrerfortbildung

Jeder Schulaufsichtsbezirk verfügt über zwei bis drei Multiplikatoren, die KOMPASS-Veranstaltungen im Rahmen der regionalen Lehrerfortbildung durchführen sowie Schulen beraten, die sich für KOMPASS interessieren.

Wegweiser für interessierte Schulen

  1. Kontaktaufnahme mit dem/der regionalen Multiplikator/in
    Sollten Sie sich als Schulleitung für das Projekt KOMPASS interessieren, so kann eine erste Kontaktaufnahme telefonisch oder schriftlich mit dem regionalen Multiplikator/der regionalen Multiplikatorin über dessen/deren jeweilige Dienstadresse (Staatliche Realschule) erfolgen. Zur Vorbereitung eignet sich eine Bestandsaufnahme, die Sie dem Multiplikator übermitteln können.

  2. Abstecken der Arbeitsfelder und Ziele
    Als Schulleitung besprechen Sie mit dem Multiplikator/der Multiplikatorin Möglichkeiten, das Projekt KOMPASS an der betreffenden Schule zu implementieren. Gemeinsam formulieren Sie zunächst Erwartungen und Ziele der Schulleitung im Hinblick auf die Umsetzung vor Ort, Sie definieren Arbeitsfelder und entwickeln einen Projektplan.

  3. Vereinbarung über durchzuführende Veranstaltungen
    Abhängig von den Vorerfahrungen der betreffenden Schule mit KOMPASS können die Multiplikatoren unterschiedliche Veranstaltungen anbieten. Das Spektrum reicht von der Beratung des Schulleitungs- und Schulentwicklungsteams über Vorträge und Workshops bis hin zur Mitgestaltung schulinterner Fortbildungen oder pädagogischer Tage.

  4. Erarbeitung eines schulspezifischen KOMPASS-Konzeptes
    Sobald die relevanten schulischen Gremien über das Vorhaben informiert wurden, arbeiten Sie (bei Bedarf unter Rücksprache mit dem Multiplikator/der Multiplikatorin) ein schulspezifisches KOMPASS-Konzept aus. Antrag KOMPASS Status

  5. Einreichung des Konzeptes
    Die Schulleitung reicht das jeweilige KOMPASS-Konzept beim zuständigen Multiplikator/bei der zuständigen Multiplikatorin ein. Diese/r nimmt zu dem Konzept Stellung und leitet es an die Projektleitung und das Staatsministerium zur Genehmigung weiter.

  6. Prüfung durch die Projektleitung
    Nach Prüfung des eingereichten KOMPASS-Konzeptes erhält die Schule ein Schreiben über die Zuerkennung des KOMPASS-Profils.

  7. Überprüfung der KOMPASS-Standards durch die Schulaufsicht
    Die Schulaufsicht überprüft zu gegebener Zeit, ob das Schulprofil den KOMPASS-Anforderungen immer noch genügt und die Projektentwicklung weiter läuft.



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