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Realschule Zwiesel wird „Umweltschule in Europa“

Logo der Umweltschule

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Über 100 Liter umweltfreundliches Waschmittel aus Soda und Kernseife hat die AG „Verbraucherbildung“ hergestellt, in gebrauchte Behälter abgefüllt und verkauft – nur ein Beispiel von zahlreichen Umweltschul-Projekten, die an der Realschule Zwiesel umgesetzt werden.

Über 100 Liter umweltfreundliches Waschmittel aus Soda und Kernseife hat die AG „Verbraucherbildung“ hergestellt, in gebrauchte Behälter abgefüllt und verkauft – nur ein Beispiel von zahlreichen Umweltschul-Projekten, die an der Realschule Zwiesel umgesetzt werden.

Collage mit Impressionen des verpackungsfreien Weihnachtsmarktes.

Collage mit Impressionen des verpackungsfreien Weihnachtsmarktes.

Digitaler Festakt mit Landrätin Rita Röhrl und Schulleiter Alexander Götzfried.

Digitaler Festakt mit Landrätin Rita Röhrl und Schulleiter Alexander Götzfried.

Umweltschutz ist eine große Aufgabe, die an der Realschule Zwiesel mit vielen kleinen Schritten angegangen wird. Belohnt wurde dieses Engagement jetzt mit dem Prädikat „Umweltschule in Europa“.

Es werden nur Schulen mit dieser Auszeichnung versehen, die besonderen Anforderungen an die Umwelterziehung und umweltgerechtes Verhalten gerecht werden. Um die strengen Auflagen erfüllen zu können, wurden zahlreiche Projekte durchgeführt.

Ein großes Thema ist die Müllvermeidung. So fand zum Beispiel ein komplett plastikfreier Weihnachtsmarkt statt, für den die Schüler alternative Verpackungen verwendeten, beispielsweise aus Bambus oder Glas für Essen und Geschenke. Außerdem wurden neben verschiedenen regionalen und selbst produzierten Köstlichkeiten auch von den Schülerinnen und Schülern hergestellte Naturkosmetik und Upcycling-Produkte verkauft.

Zudem stand das Thema „Gesunde Pause“ auf dem Plan. Dafür organisierte die AG „Verbraucherbildung“ den ersten Einkauf und richtete dabei bereits ihr Augenmerk auf die Bevorzugung von Bioprodukten und auf die Vermeidung von Plastikmüll. Im Nachgang dokumentierten die Teilnehmer den unvermeidlich anfallenden Müll fotografisch, um ein Bewusstsein für die Dimension des alltäglichen Abfalls zu schaffen. Anschließend wurde die Biopause als monatliche Veranstaltung der SMV beibehalten. Es werden mittlerweile zum größten Teil regionale Waren angeboten.

Außerdem produzierte und verkaufte die AG „Verbraucherbildung“ eigenes Waschmittel aus Soda und Kernseife, abgefüllt in alten Behältern. Eltern und Lehrer bestellten hiervon über 100 Liter. Die Schule verwendet das Waschmittel zum Beispiel bei der Reinigung von Geschirrtüchern und Sporttrikots. Angeregt wurden die Schülerinnen und Schüler durch einen Vortrag einer Vertreterin von Greenpeace über die dramatischen Folgen der Plastikflut.

Ein weiteres Projekt, das den Schülerinnen und Schülern der Realschule Zwiesel am Herzen lag, war die Bepflanzung von Beeten im Schulgarten. Diese wurden vorbereitet, um klassenweise Obst und Gemüse anzubauen. Die Ernte sollte auch im Kochunterricht Verwendung finden, was aber angesichts der gegenwärtigen Pandemie im letzten Schuljahr leider nicht möglich war. Anfallender Biomüll landete auf dem eigens dafür angelegten Komposthaufen. Auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln im Garten wurde bewusst verzichtet.

Das Schulgelände bietet einen Lebensraum für zahlreiche Vögel und Eichhörnchen. Immer wieder sorgt deren Erscheinen für große Freude, nicht nur bei Schülerinnen und Schülern. Daraus entstand die Idee, die Tiere im Winter mit Futter zu versorgen. Die AG „Verbraucherbildung“ funktionierte Einwegflaschen zu Futterhäuschen um und verteilte diese auf dem Schulgelände. Für dieses Schuljahr sind unter anderem der Bau verschiedener Tierbehausungen und das Säen einer Blumenwiese geplant.

Dass die Realschule Zwiesel erstmals zur „Umweltschule in Europa“ ernannt wurde, konnte wegen der Corona-Pandemie nicht im großen Rahmen gefeiert werden. Schulleiter Alexander Götzfried freute sich aber sehr, dass Landrätin Rita Röhrl an die Schule gekommen war, um in kleiner Runde die Auszeichnung zu würdigen. Anwesend waren ebenfalls die Initiatoren Diana Hellberg und Silvia Fiedler sowie Doris Crema von der SMV. Mitglieder der AG „Verbraucherbildung“ wurden per Video live zugeschaltet. „Ich bin sehr stolz auf die Schüler und Lehrer, die sich in Sachen Umweltschutz an unserer Schule engagieren“, betonte auch Schulleiter Alexander Götzfried. Ziel sei es, das Thema zu einer wichtigen Säule der Schulentwicklung zu machen.





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