Zu Beginn des Schuljahres wurde die Staatliche Realschule Haßfurt (Dr.-Auguste-Kirchner-Realschule) im feierlichen Rahmen der Allerheiligen-Hofkirche der Münchner Residenz als „Klimaschule Gold“ zertifiziert. Diese besondere Auszeichnung würdigt den erfolgreichen Prozess, in dem die Schule einen Klimaschutzplan für alle acht Handlungsfelder erstellt und einen fundierten CO₂-Reduktionspfad definiert hat.
Vom Auftakt zur gelebten Praxis
Den eigentlichen Startschuss für die Umsetzung dieses Projekts an der Schule gab die Auftaktveranstaltung „Auf dem Weg zur Klimaschule“ im Schuljahr 2024/25. Mit einem kurzweiligen Vortrag zum Thema „Es tut sich was – wenn man was tut!“ stimmte der wissenschaftliche Begleiter Prof. Dr. Claus Tully die Schulfamilie auf die gemeinsame Aufgabe ein und zeigte die Gestaltungsmöglichkeiten der jungen Generation im Klimawandel auf.
Auf dem soliden Fundament, das die Dr.-Auguste-Kirchner-Realschule durch ihr langjähriges Engagement als „Umweltschule“ und „Fair Trade Schule“ bereits gelegt hatte, baut das Klimaschul-Projekt nun auf. Die Schule versteht sich dabei als aktives Handlungsfeld, in dem Umwelt- und Klimaschutz nachhaltig in den Alltag integriert werden.
Partizipation als Motor des Erfolgs
Dass dieses Vorhaben gelingt, liegt an der breiten Einbindung der gesamten Schulfamilie. Besonders hervorzuheben ist dabei die Rolle der 9. Jahrgangsstufe: Die Schülerinnen und Schüler dieses Jahrgangs organisieren die jährlich stattfindenden Projekttage zum Umweltschutz eigenständig und übernehmen dabei ein hohes Maß an Verantwortung. Ihre Aktivitäten – von stadtweiten Müllsammelaktionen über informative Themenstände bis hin zu praxisorientierten Workshops – setzen innerhalb der Schule und darüber hinaus wichtige Impulse. Ergänzt wird dieses Engagement durch den Schulalltag prägende Maßnahmen wie ein durchdachtes Mülltrennungssystem, energieeffiziente Optimierungen und kreative Upcycling-Projekte.
Impulse für die Zukunft
Die bisherige Entwicklung der Schule verdeutlicht eindrucksvoll: Das Projekt „Klimaschule“ vermittelt nicht nur theoretisches Wissen, sondern fungiert als Plattform, auf der Jugendliche eigene Ideen und Lösungen präsentieren können. Es ist ein starkes Signal, dass Klimaschutz eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist, bei der die junge Generation bereits heute mit Tatkraft und Verantwortungsbewusstsein die Weichen für eine lebenswerte Zukunft stellt.
Text: Christine Gehringer
Weitere Fotos: Benjamin Krumpholz
Redaktion: BRN (SN)
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