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Glauberbots überzeugen beim Weltfinale der FIRST LEGO League in Mexiko

Eine besondere Reise liegt hinter dem Robotikteam der Staatlichen Realschule Karlstadt (Johann-Rudolph-Glauber-Realschule): Die „Glauberbots“ nahmen am Weltfinale der FIRST LEGO League in Guadalajara, Mexiko teil. Begleitet von den Lehrkräften Michael Rappl und Mike Evert vertrat die Gruppe als einziges Team die deutschen Farben und präsentierte sich in den Pfingstferien eine Woche lang in einem Teilnehmerfeld der besten Teams aus Europa, Nord- und Südamerika, Afrika sowie Asien.

Im Wettkampf trat das Team hochkonzentriert auf und konnte auf ganzer Linie überzeugen. In der Gesamtwertung erreichten die Karlstadter Platz 24 unter 65 Mannschaften aus 21 Ländern und lagen damit klar in der oberen Hälfte des Feldes. Besonders erfolgreich verlief das Robot-Game: Der selbst konstruierte und programmierte Lego-Roboter musste auf einer weltweit einheitlichen Spielfeldmatte innerhalb von 150 Sekunden verschiedene Aufgaben lösen. Hier erreichten die Glauberbots einen hervorragenden fünften Platz. „Wir lagen von Beginn an in der Spitzengruppe und haben bis zum Schluss sogar um den Sieg im Robot-Game gekämpft. Das hat für uns nochmal zusätzlich Spannung reingebracht. Der fünfte Platz ist der verdiente Lohn für all die Zeit und Mühen der letzten Monate“, berichtet Coach Michael Rappl. „Natürlich hätten wir am Ende gerne auch auf dem Treppchen gestanden. Aber die Freude über die erreichte gute Platzierung unter den weltbesten Teams überwiegt bei Weitem.“

Forschungsprojekt verbindet Geschichte und digitale Technik

Neben dem Robot-Game gehörten auch Forschung, Robot-Design und Grundwerte zum Wettbewerb. Für ihren Forschungsbeitrag zum Jahresthema „Unearthed“ entwickelte das Team eine digitale Idee für das Karlstadter Museum: Die archäologische Karolinger-Ausstellung wurde mithilfe einer 360-Grad-Kamera erfasst und zu einer virtuellen Museumsrallye weiterentwickelt. Besucherinnen und Besucher können die Ausstellung dadurch mit VR-Brillen erleben und ihr Wissen anschließend in einem eigens programmierten Computerspiel testen.

Die einstündige Präsentation ihres anspruchsvollen Forschungsprojekts vor der Jury fand auf Englisch statt und wurde von den Schülern eigenständig gehalten. Die betreuenden Lehrkräfte waren währenddessen nicht im Raum. Ziel des Projekts ist es, besonders junge Menschen neugierig auf Geschichte zu machen und zu zeigen, wie digitale Werkzeuge historische Inhalte lebendig vermitteln können.

Internationale Begegnungen als wichtiger Teil des Wettbewerbs

Ein Höhepunkt der Reise war der Austausch mit Teams aus anderen Ländern. Beim sogenannten Partner-Game arbeiteten die Glauberbots mit einem zugelosten mexikanischen Team zusammen. Schon beim Aufbau der Stände im Messezelt kamen die Jugendlichen ins Gespräch; später wurden Trikots, Flaggen und kleine Erinnerungsstücke getauscht. So entstanden aus einem Wettbewerb auch persönliche Kontakte über Sprach- und Ländergrenzen hinweg.

Die Atmosphäre in Guadalajara blieb den Jugendlichen besonders eindrücklich in Erinnerung: die feierliche Eröffnung vor etwa 1000 Zuschauern, Mariachi-Musik, Fahnen, die große Bühne und viele begeisterte Teilnehmende aus aller Welt. „Die Stimmung in der Halle war an allen Tagen einfach unfassbar eindrucksvoll. Die Lateinamerikaner gehen da so richtig aus sich heraus“, erinnert Lehrer Rappl die Situation vor Ort. Gleichzeitig sammelte das Team Eindrücke vom Alltag in Mexiko - vom gemeinsamen Einkaufen über Fahrten zum Messegelände bis hin zu Begegnungen mit Menschen vor Ort. Nach einigen Tagen konnten die Schüler sogar erste Bestellungen auf Spanisch selbst erledigen.

Reiseerlebnisse, die bleiben

Auch außerhalb des Wettbewerbs bot die Fahrt viele besondere Momente. Die Gruppe wohnte gemeinsam in einer Hacienda mit Pool, organisierte ihren Tagesablauf vor Ort selbstständig und lernte mexikanische Küche – von Tacos über Meeresfrüchte bis hin zu Churros -, Kultur und vor allem die mexikanische Lebensfreude kennen. Zum Abschluss standen zwei Tage in Mexiko-Stadt auf dem Programm, unter anderem mit einem Besuch beim mexikanischen Wrestling „Lucha Libre“.

Für die Schüler war die Teilnahme damit weit mehr als ein Robotikwettbewerb. Sie erlebten, wie Technik, Teamgeist, Kreativität und internationale Verständigung zusammenwirken können. Auf der Abschlussfeier fanden die Organisatoren die passenden Worte, berichtet Rappl: „Die FIRST LEGO League ist weit mehr als das Bauen von Robotern. Es geht um Gemeinschaft und um das Finden neuer Freundschaften. Vor allem geht es aber darum, zu wissen, dass du nicht allein bist auf dieser Welt mit dem, was du liebst. Sondern, dass da draußen jemand ist, der genauso ist wie du, auch wenn er nicht dieselbe Sprache spricht.“

Ihre Erfahrungen möchten die Glauberbots nun auch an ihrer Schule weitergeben - unter anderem mit Bildern, Plakaten und persönlichen Berichten über das Abenteuer Mexiko.

Text und Bilder: Staatliche Realschule Karlstadt

Redaktion: BRN (SN)





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