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Einweihung des Klimafeldlabors an der Realschule am Maindreieck

v.l.n.r. Ministerialbeauftragter Marcus Ramsteiner, Sonja Fischer-Seitz (Schulleiterin), Martin Schmitt (Erw. Schulleitung)

Übergabe des Schecks

Derzeit in Arbeit: Restaurierter Wohnwagen "Airstream" als Mobiles Klimafeldlabor

Rechtzeitig zur Wasserwoche wurde am Donnerstag, den 19.03.2026 mit einem Festakt das Klimafeldlabor eingeweiht, das im Rahmen des Projektes „klima.raum.mensch“ an der Staatlichen Realschule Ochsenfurt (Realschule am Maindreieck) entstanden und in der Region definitiv einmalig ist. In Zusammenarbeit mit der Ochsenfurter Spielbaustelle e.V. ist es den Beteiligten vor Ort zweifellos gelungen, neue Akzente in der Bildungslandschaft zu setzen, deren Strahlkraft weit über den Pausenhof der Schule hinaus reichen soll.

Martin Schmitt, Mitglied der erweiterten Schulleitung und gemeinsam mit Matthias (Ossi) Sauer Hauptverantwortlicher, sprach in seiner Begrüßungsrede u.a. von einem Paradigmenwechsel und von der Bedeutung, Schülern nicht immer alles vorzukauen. So sei ein Ziel in einer Zeit, in der sich die Lebenswirklichkeit immer schwieriger gestaltet, junge Menschen für die Schönheit dieser Welt zu sensibilisieren.

Ebenso geht es darum, die MINT-Fächer an der Schule zu stärken. In handlungsorientierter und spielerischer Weise sollen die Schüler mit naturwissenschaftlichen Phänomenen vertraut gemacht werden. Ausgehend von einzelnen Thesen, die eingangs aufgestellt werden, begreifen sie beispielsweise Feuer als Ursprungselement, bringen Wertstoffe wie Eisen in den Kreislauf zurück oder versuchen, das Temperaturgleichgewicht in der Erdatmosphäre wieder herzustellen. Im Unterricht werden die gewonnenen Erkenntnisse aus der Praxis dann aufgegriffen und das Konzept auch organisatorisch (u.a. durch festgesetzte Tage) in den Schulalltag implementiert. Auch werden Lehrkräfte unter Berücksichtigung des Lehrplans in schulinternen Fortbildungen im Umgang mit dem Klimafeldlabor geschult.

Großer Wert wird dabei auf die Vermittlung von Alltagskompetenzen gelegt. Außerdem werden die Jugendlichen zu einem verantwortungsvollen Umgang mit unserer Umwelt angeleitet. Schon beim Bauprozess an sich stand Nachhaltigkeit im Vordergrund. So haben Schüler aller Jahrgangsstufen u.a. auch in ihrer Freizeit Hand angelegt, um die zahlreichen Arbeiten im Rahmen der Entstehung des Labors unter der Leitung von Herrn Schmitt und Herrn Sauer gemeinsam zu stemmen. Eine weitere Idee besteht in der Einrichtung eines Tutorensystems, um neben Selbstständigkeit ebenso die soziale Komponente des Lernens mitzuberücksichtigen.

Die Bedeutung dieses entscheidenden Schrittes des Projekts zeigte sich nicht zuletzt durch die vielen Ehrengäste, die an der Feierlichkeit teilnahmen und ihre Begeisterung sowie Wertschätzung in ihren Redebeiträgen aber auch während der Begehung des Klimafeldlabors äußerten.

Der Ministerialbeauftragte Marcus Ramsteiner hatte keine Zweifel, dass alle Beteiligten mit Feuereifer dabei seien und freute sich über eine völlig neue Form des Unterrichts, die das Klima stärker ins Bewusstsein rücke. Er dankte den beiden Hauptinitiatoren und der Schulleitung gleichzeitig für ihr großes Engagement dieses „beispielgebenden Projekts“.

Bürgermeister Peter Juks sprach in diesem Zusammenhang von „gelebter Lehrerschaft“ und Landrat Thomas Ebert war stolz auf das „i-Tüpfelchen im Landkreis, das Kindern und Jugendlichen ermöglicht, Talente hervorzubringen“.

Das Projekt wird ständig evaluiert und weiterentwickelt. Geplant ist darüber hinaus, mit benachbarten Schulen (Mittelschule Ochsenfurt, Mittelschule Gaukönigshofen, Berufsschule Ochsenfurt, Realschule Dettelbach, etc.) und anderen lokalen Partnern zu kooperieren.

Redaktion: BRN (SN)

 

 





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