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Fachtag KI im Deutschunterricht

Künstliche Intelligenz ist im Fach Deutsch längst kein Zukunftsthema mehr. Sie ist schon da und geht auch nicht mehr weg. Eine Fachtagung in Neuendettelsau zeigte, wie vielfältig KI bereits heute in den Bereichen Schreiben, Lesen, Feedback, Differenzierung und Unterrichtsplanung eingesetzt werden kann.

Am 28. April 2026 fand im Hotel Sonne in Neuendettelsau die Fachtagung „KI im Deutschunterricht“ für die Realschulen in Mittelfranken statt. Schon das Programm machte deutlich, dass die Veranstaltung ein hochaktuelles Thema in den Mittelpunkt rückte, das den Unterricht im Fach Deutsch zunehmend prägt.

Nach der Begrüßung eröffnete ein Impulsvortrag den Fortbildungstag mit einer grundlegenden Perspektive auf das Verhältnis von Sprachkompetenz und Künstlicher Intelligenz. Dabei wurde ein Gedanke sichtbar, der den ganzen Tag trug: KI kann den Deutschunterricht bereichern, verlangt aber zugleich einen bewussten und sprachsensiblen Umgang.

In vier Workshop-Phasen wurde anschließend konkret, wie breit die Einsatzmöglichkeiten inzwischen sind. Themen waren unter anderem die Schreibförderung mit KI-generierten Bildern, die Erstellung von Arbeitsblättern, KI-gestützte Rückmeldesysteme, Hilfen beim Textverstehen, differenzierende Materialien, Unterrichtsvorbereitung mit KI-Assistenz sowie kreative Formen digitalen Schreibens. Damit griff die Tagung zentrale Bereiche des Deutschunterrichts auf und verband sie mit aktuellen technologischen Entwicklungen.

Besonders interessant war die Zusammensetzung der Beteiligten. An der Tagung wirkten Expertinnen und Experten aus ganz Deutschland mit, zugleich brachten erfahrene Lehrkräfte aus Mittelfranken ihre schulische Praxis ein. Gerade diese Verbindung von wissenschaftlichem Input und konkreter Unterrichtserfahrung verlieh der Veranstaltung ihr besonderes Profil.

Auch am Nachmittag blieb der Blick nicht bei den Möglichkeiten stehen. Eine Keynote zum Thema Korrektur und Feedback mit KI zeigte, dass die Diskussion nicht nur von Entlastung und Effizienz geprägt ist, sondern auch von der Frage nach Qualität, Angemessenheit und pädagogischer Verantwortung. So wurde deutlich, dass KI im Deutschunterricht nicht als Ersatz professionellen Handelns verstanden werden kann, sondern als Werkzeug, das reflektiert eingesetzt werden muss.

Im Verlauf des Tages zeichnete sich ein klarer roter Faden ab: KI bietet vielfältige Unterstützungsmöglichkeiten im Deutschunterricht – etwa beim Schreiben, Lesen, Planen, Feedbackgeben und Differenzieren. Gleichzeitig wurde deutlich, dass ihr Einsatz stets eine fundierte pädagogische und didaktische Reflexion voraussetzt.

Dass eigens eine Fachtagung zu diesem Thema ausgerichtet wurde, zeigt eindrücklich, wie präsent und bedeutsam Künstliche Intelligenz inzwischen für das Fach Deutsch ist. Die Teilnehmenden nahmen zahlreiche Anregungen für ihre eigene Praxis mit und gewannen konkrete Ideen für einen lernförderlichen und verantwortungsvollen Einsatz im Unterricht.

Mit einer Abschlussrunde und dem Ende der Veranstaltung um 16 Uhr ging ein Fortbildungstag zu Ende, der fachliche Austausch mit praxisnahen Einblicken und neuen Perspektiven verband. Zugleich wurde die Hoffnung formuliert, dass die gewonnenen Impulse in die Schulen hineinwirken. So setzte die Tagung ein deutliches Signal für die weitere Auseinandersetzung mit KI im Deutschunterricht.





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