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Stark in die Zukunft mit moderner Prüfungskultur

Schulische Prüfungen - so vielfältig wie das Lernen ©shutterstock.com/

Bayern entwickelt die Prüfungskultur an seinen Schulen weiter. Dabei werden Spielräume für innovative Leistungsnachweise geschaffen, Lern- und Prüfungskompetenzen gestärkt und regelmäßige lernförderliche Rückmeldungen als fester Bestandteil des Lernprozesses professionalisiert. So können aktuelle Entwicklungen in der modernen Lebens- und Berufswelt auch in der Schule noch besser abgebildet werden. Gleichzeitig hält der Freistaat am hohen Qualitäts- und Leistungsanspruch fest.

Kultusministerin Anna Stolz betont: „Die Herausforderungen durch die Künstliche Intelligenz und den digitalen Wandel in all seinen Facetten nehmen in nahezu allen Lebensbereichen rasant zu. Die Schule ist von dieser Entwicklung nicht ausgenommen und mit Blick auf eine ganzheitliche Wissens- und Kompetenzvermittlung reichen Fachkenntnisse allein längst nicht mehr aus. Um in der Lebens- und Berufswelt der Zukunft bestehen zu können, brauchen unsere Schülerinnen und Schüler heute mehr denn je die Fähigkeit, Gelerntes anzuwenden, Informationen kritisch zu hinterfragen, eigenständig zu denken und zu urteilen und verantwortungsvoll mit digitalen Technologien umzugehen. Diese Kompetenzen müssen sich nicht nur im Unterricht, sondern auch in unseren Prüfungen widerspiegeln. Es ist daher an der Zeit, auch hier den nächsten Schritt zu gehen und die Prüfungskultur in Bayern konsequent weiter zu denken – praxisnah und zukunftsgerichtet.“

Die Weiterentwicklung basiert dabei auf drei zentralen Säulen:

Mehr Spielraum für innovative Prüfungsformate

Bewährte Formen der Leistungserhebung bleiben ein wichtiger Bestandteil des bayerischen Schulsystems. Gleichzeitig wird das Spektrum an Prüfungsformaten erweitert und Rechtssicherheit für innovative, digitale und lebensweltorientierte Leistungserhebungen geschaffen. Dazu zählen unter anderem Projekte, E-Portfolios, Erklärvideos oder auch mündliche Formen der Leistungserhebung wie die Debatte.

Anna Stolz hierzu: „Wer neue Wege gehen möchte, braucht dafür auch die nötige Zeit und den passenden Rahmen. Um den Schulen Spielräume zu eröffnen, geben wir ihnen deshalb die Möglichkeit, die Zahl der Leistungsnachweise in verschiedenen Bereichen flexibler zu gestalten und so zusätzliche pädagogische Freiräume zu gewinnen.“

Individuelle Entwicklung gezielt begleiten & Stark für Leistung

Bayern hält mit der Weiterentwicklung an seinem hohen Leistungsanspruch fest. Gleichzeitig sollen Schülerinnen und Schüler künftig noch gezielter dabei unterstützt werden, mit herausfordernden Situationen souverän umzugehen. Neue Module zur Stärkung von Lern- und Prüfungskompetenzen fördern die zielgerichtete Prüfungsvorbereitung, den konstruktiven Umgang mit Leistungssituationen und die Fähigkeit, durch positive wie negative Erfahrungen zu wachsen.

Doch gute Leistungen entstehen nicht erst am Tag der Prüfung. Sie sind das Ergebnis eines vorausgehenden Lernprozesses. Deshalb setzen wir künftig noch stärker auf regelmäßige, lernförderliche Rückmeldungen, die Schülerinnen und Schülern Orientierung geben und sie in ihrer Entwicklung unterstützen – auch schon vor der Prüfung. Digitale Anwendungen und datenschutzkonforme KI-Angebote wie AIS.chat oder das neue KI-Tool der BayernCloud Schule eröffnen dabei zusätzliche Möglichkeiten für passgenaue und zeitnahe Rückmeldungen.

Der Weg zur neuen Prüfungskultur

Die Weiterentwicklung der Prüfungskultur geht auf Anregungen aus dem Dialogprozess „Zukunftswerkstatt“ zurück, den die Ministerin zu Beginn ihrer Amtszeit mit Vertreterinnen und Vertretern der gesamten Schulfamilie gestartet hatte. Zur Unterstützung von Schulen und Lehrkräften werden umfangreiche Praxismaterialien, Good-Practice-Beispiele und Fortbildungsangebote bereitgestellt. Ein neues Portal des Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) bündelt künftig Informationen zu innovativen Leistungserhebungen, lernförderlichem Feedback sowie zur Förderung von Lern- und Prüfungskompetenzen. Damit unterstützen wir auch Vergleichbarkeit und Transparenz bei der Umsetzung vor Ort.

Die nun auf den Weg gebrachten Maßnahmen und Ideen zum Schuljahr 2026/2027 stellen einen ersten Schritt dar. Zunächst sollen dabei gute Erfahrungen aus der Praxis aufgegriffen und flächendeckend etabliert werden. Der von der Kultusministerin angestoßene Prozess zur Weiterentwicklung der Prüfungskultur wird indes fortgesetzt.

Und so betont Anna Stolz abschließend: „Veränderung braucht Mut zum Anfang und Zeit für den Einstieg. Deshalb begleiten wir unsere Schulen auf diesem Weg und bieten die nötige Unterstützung. Gemeinsam schaffen wir eine Prüfungskultur, die am Puls der Zeit ist und junge Menschen bestmöglich auf ihre Zukunft vorbereitet. Damit bayerische Bildung auch morgen spitze ist!“





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