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Schulstart 2026/2027

Schulstart 2026/2027: Bayern setzt neue Impulse für beste Bildung (©shutterstock.com)

Am kommenden Dienstag, den 15. September, beginnt in Bayern für rund 1,8 Millionen Schülerinnen und Schüler und 166.000 Lehrkräfte wieder der Unterricht – unter ihnen rund 132.000 Erstklässlerinnen und Erstklässler. Damit ist die Schülerzahl im Vergleich zum Vorjahr erneut um fast 20.000 junge Menschen gestiegen.

Zum Schuljahresstart stellt Kultusministerin Anna Stolz die Schwerpunkte für das neue Schuljahr am Gymnasium München-Nord vor. Im Mittelpunkt stehen die weitere Stärkung der Basiskompetenzen, eine neue Prüfungskultur, die Weiterentwicklung der Mittelschule, mehr Gestaltungsspielraum für Schulen, der souveräne Umgang mit digitalen Medien sowie Sport und Bewegung. Gleichzeitig baut Bayern die Unterstützung der Lehrkräfte mit neuen Fortbildungs- und Beratungsangeboten weiter aus. Auch unter schwierigen Rahmenbedingungen ist die Unterrichtsversorgung in diesem Schuljahr stabil aufgestellt.

Dabei betont Kultusministerin Anna Stolz: „Ein neues Schuljahr ist immer auch ein neuer Aufbruch. Wir wollen unsere Schülerinnen und Schüler immer dazu motivieren, mutig ihren Weg zu gehen, Neues zu entdecken und stolz auf ihre Leistungen zu sein. Dafür entwickeln wir Schule weiter. Wir trauen jungen Menschen viel zu und geben unseren Schulen mehr Raum für beste Lösungen vor Ort. Eine wesentliche Erkenntnis der neuesten PISA-Ergebnisse ist auch, dass unsere Kinder gerne zur Schule gehen. Das ist das Verdienst unserer Lehrkräfte, die tagtäglich ihr Bestes zum Wohle unserer Kinder geben. Wir unterstützen sie dabei kraftvoll.“

Moderne Prüfungskultur

Zum neuen Schuljahr startet Bayern mit einem Gesamtpaket, das neue Prüfungsformate ermöglicht. Dabei bleiben klassische Schulaufgaben und Tests fester Bestandteil. Gleichzeitig können Präsentationen, Projekte, Debatten und praxisnahe Aufgaben künftig stärker als bisher in die Leistungserhebung einbezogen werden. Damit dafür auch tatsächlich Raum entsteht, wird zugleich die Zahl verpflichtender Leistungsnachweise angepasst. Als zweite, ganz wesentliche Säule werden die Lern- und Prüfungskompetenzen sowie eine lernförderliche Feedbackkultur gezielt gestärkt, um unsere Schülerinnen und Schüler stark dafür zu machen, auch in Prüfungssituationen auf ihr Wissen vertrauen zu können.

Kultusministerin Anna Stolz: „Leistung hat viele Seiten – und genau die wollen wir sichtbar machen. Deshalb schaffen wir mehr Möglichkeiten für unsere Schülerinnen und Schüler, zu zeigen, was sie können. Dabei senken wir nicht die Erwartungen. Sondern wir erweitern die Gelegenheiten, Leistung zu zeigen und machen unsere jungen Leute noch stärker, um auch in Prüfungssituationen selbstbewusst auftreten zu können. Denn gute Leistung entsteht nicht erst am Prüfungstag. Sie entwickelt sich Schritt für Schritt.“

Mehr Spielraum für gute Lösungen vor Ort

Zum neuen Schuljahr wird deshalb der LehrplanPLUS neu digital aufbereitet. Verbindliche Vorgaben, Servicematerial und pädagogische Entscheidungsspielräume werden klarer sichtbar und schneller auffindbar. Gleichzeitig setzt das Kultusministerium den Bürokratieabbau fort. Beispielsweise wird der Aufwand bei statistischen Erhebungen um rund 30 Prozent reduziert.

Kultusministerin Anna Stolz: „Wer Verantwortung trägt, braucht auch den Raum und die Zeit, sie sinnvoll ausfüllen zu können. Unsere Schulen wissen sehr gut, was ihre Schülerinnen und Schüler vor Ort brauchen. Deshalb soll der Lehrplan Orientierung geben und kein Korsett sein. Und bei der Bürokratie gilt ganz pragmatisch: Was niemand zwingend braucht, kann weg.“

Unterstützung für Lehrkräfte

Mehr Gestaltungsspielraum bedeutet zugleich mehr Verantwortung. Deshalb stärkt Bayern gezielt diejenigen, die Schule jeden Tag gestalten. Das Programm LehrKraftStärken wird mit Onlineangeboten und Selbstlernkursen, etwa für die Arbeitsorganisation, schwierige Gespräche und herausfordernde Situationen, weiter ausgebaut. Künftig lernen auch angehende Lehrkräfte das Unterstützungsangebot bereits im Vorbereitungsdienst kennen. Für außergewöhnliche Krisensituationen werden die KIBBS-Teams (Krisen-interventions- und -bewältigungsteam bayerischer Schulpsychologinnen und Schulpsychologen) personell um 20 Prozent verstärkt.

Digitale Balance – Chancen nutzen, Kinder schützen

Schule muss junge Menschen auf eine Welt vorbereiten, die sich rasant verändert. Entscheidend ist deshalb nicht die Frage digital oder analog, sondern wie Kinder und Jugendliche lernen, souverän mit digitalen Medien umzugehen.

Mit der Agenda „Digitale Balance im Alltag von Schülerinnen und Schülern“ setzt Bayern hier einen weiteren Schwerpunkt. Der digitalkompass.schule wird um den Chat-Kompass für die Grundschule und den Social-Media-Kompass für die Jahrgangsstufen 5 bis 8 erweitert. Gleichzeitig ist die private Nutzung von Handys bis einschließlich Jahrgangsstufe 7 an Schulen grundsätzlich untersagt . Auch Erziehungsberechtigte werden stärker miteinbezogen; unter anderem sind Elternveranstaltungen in allen sieben Regierungsbezirken vorgesehen.

Kultusministerin Anna Stolz: „Kinder sollen die digitale Welt entdecken können, ohne ihr ausgeliefert zu sein. Dafür braucht es Bewusstsein, klare Regeln und Schutz. Unser Ziel ist, dass junge Menschen nicht jedem Trend hinterherlaufen, sondern fähig sind, selbst entscheiden zu können, was ihnen guttut und was nicht. Und gerade bei der Medienerziehung müssen Schule und Eltern an einem Strang ziehen.“

Sport und Bewegung – erleben, was in einem steckt

Schule ist vor allem auch ein Ort echten Erlebens – der Begegnung, der Gemeinschaft und auch der Bewegung. Sport hat deshalb auch im neuen Schuljahr einen festen Platz unter den bildungspolitischen Schwerpunkten. Das Erfolgsmodell der Sportgrundschulen wächst um weitere 193 Schulen auf künftig über 650!

Kultusministerin Anna Stolz: „Bewegung gehört für mich mitten in den Schulalltag. Denn wer sich bewegt, lernt besser. Und im Sport erleben Kinder was ganz Entscheidendes: Teamgeist, Freude, Leistung – und dass man manchmal über sich selbst hinauswachsen kann.“

Unterrichtsversorgung zum Schulstart stabil aufgestellt

Beste Bildung für Bayerns Schülerinnen und Schüler gelingt nur mit gut ausgebildeten Lehrkräften. Zum Schuljahr 2026/2027 starten bayernweit rund 5.000 junge Menschen in den Vorbereitungsdienst – so viele wie seit Jahren nicht mehr. Trotz steigender Schülerzahlen und des Stellenmoratoriums ist die Unterrichtsversorgung zum Schuljahresbeginn gesichert. Dazu hat auch die Bereitschaft zahlreicher Lehrkräfte beigetragen, ihr Stundenkontingent freiwillig aufzustocken. Insgesamt stellt der Freistaat zum Schuljahr 2026/2027 rund 4.100 Lehrkräfte ein.

Kultusministerin Anna Stolz: „Wir haben die Unterrichtsversorgung stabil aufgestellt. Gleichzeitig rede ich die Herausforderungen durch das Stellenmoratorium nicht klein und sie werden auch an Schulen spürbar sein. Umso wichtiger ist die Perspektive für das kommende Schuljahr: Die 1.500 zusätzlichen Lehrerplanstellen geben unseren Schulen wieder mehr Spielraum und Planungssicherheit.“

Kultusministerin Anna Stolz dankt allen Lehrkräften, Schulleitungen und Beschäftigten an den Schulen sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Schulverwaltung, die in den vergangenen Wochen mit großem Einsatz den Schulstart vorbereitet haben, und wünscht der ganzen bayerischen Schulfamilie zum Abschluss der Pressekonferenz ein gutes und erfolgreiches neues Schuljahr.





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