Ausbildungsplan für das Lehramt an Realschulen

1. Vorbemerkung

Die Ausbildung der Studienreferendarinnen und Studienreferendare im Vorbereitungsdienst für das Lehramt an Realschulen ist durch einschlägige Gesetze und Verordnungen (BayLBG, ZALR, LPO II etc.) geregelt. Der vorliegende Ausbildungsplan baut auf diese Regelungen auf und thematisiert die Ausbildungsziele der allgemeinen und fachbezogenen Ausbildung im Vorbereitungsdienst in eingehenderer Weise.

Die fachwissenschaftlichen, fachdidaktischen und erziehungswissenschaftlichen Grundlagen für ihren künftigen Beruf haben die Studienreferendare während des Studiums an der Universität erworben. Im Vorbereitungsdienst für das Lehramt an Realschulen werden sie an die Unterrichtspraxis herangeführt und zu eigenständigem Unterrichten und Erziehen an der Realschule befähigt. Unter der Anleitung von erfahrenen Seminar- und Betreuungslehrkräften erwerben sie die dafür erforderlichen Kompetenzen und Haltungen, abgestimmt und ausgerichtet auf das spezifische Profil der Schulart Realschule, das im jeweils geltenden Lehrplan dargestellt ist. Darin werden der Bildungs- und Erziehungsauftrag der Realschule beschrieben, ebenso die besonderen Anforderungen an Unterricht und Schulleben, die sich daraus ergeben. Auf dieser Grundlage soll der hier vorliegende Ausbildungsplan eine gemeinsam zu tragende Vorstellung vom Lehramt an der Realschule sichern und in der Erziehungsarbeit, in der Konzeption von Unterricht und in den Bemühungen um eine kontinuierliche Schulentwicklung Einheitlichkeit dort gewährleisten, wo sie erforderlich ist.

Der Ausbildungsplan wird ausschließlich online zur Verfügung gestellt. Der Dynamik in der Ausbildung von Realschullehrkräften, etwa im Kontext der Digitalen Bildung, kann so in der Formulierung des Ausbildungsplans kurzfristiger Rechnung getragen werden.

2. Allgemeine Ausbildung

2.1 Schulrecht / Schulkunde / Schulentwicklung

Schul- und Beamtenrecht

Allgemeine Kompetenzerwartung:

Die Studienreferendarinnen und -referendare kennen die Rechte und Pflichten einer Lehrkraft und setzen diese situationsgerecht im Schulalltag um.

Konkretisierung:

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • handeln im Schulalltag rechtssicher als verbeamtete Lehrkräfte des Freistaats Bayern auf der Basis der geltenden Vorschriften und Gesetze. Sie
    • identifizieren sich im aktiven Verhalten mit ihrer Rolle als Lehrkraft und Beamter unter Anerkennung der in der LDO festgelegten Rechte und Pflichten der Lehrkraft.
    • akzeptieren über den Diensteid die Anforderungen des besonderen Dienst- und Treueverhältnisses im Beamtenstatus und realisieren diese in ihrem Handeln.
  • setzen die maßgeblichen Vorschriften des Schulbetriebs um und handeln somit dienstlich korrekt und sachgerecht im Schulalltag. Sie
    • kommen ihrer Aufsichtspflicht jederzeit präventiv, proaktiv und permanent nach, um einen sicheren und geregelten Schulalltag zu gewährleisten und ihrer Fürsorgepflicht zu entsprechen.
    • leiten aus der Kenntnis der geltenden Vorschriften notwendige und rechtssichere persönliche Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit Schülerinnen und Schülern ab und wägen auf der Grundlage des Haftungsrechts ab.
    • arbeiten im Unterricht und bei außerunterrichtlichen Veranstaltungen datenschutzrechtlich korrekt und unter Beachtung des Urheberrechts.
  • arbeiten eigenverantwortlich an ihrer Professionalisierung während der Ausbildung im Sinne einer theoriegestützten Praxis. Sie
    • realisieren die Anforderungen der LPO II, ZALR und ASR in Verantwortung für die eigene Ausbildung.
    • erarbeiten sich spezifische Organisationsstrukturen, um ihre Arbeitsabläufe effizient zu gestalten.
    • optimieren ihre fachwissenschaftlichen, methodisch-didaktischen und erzieherischen Kompetenzen auf der Basis der geltenden Ausbildungspläne für die allgemeine und fachspezifische Ausbildung im täglichen unterrichtlichen Handeln.
    • nutzen verschiedenste, auch digitale Informationsquellen, um ihr Wissen beständig zu aktualisieren.
  • eignen sich Kenntnisse über die Organisation der Lehrerfortbildung an, um diese im späteren Berufsleben zur Weiterentwicklung ihrer Unterrichtsqualität zu nutzen. Sie informieren sich regelmäßig über Zusatzqualifikationen und Strukturen der Lehrerfortbildung.

Schulrecht – Grundsätze des Schulbetriebs

Allgemeine Kompetenzerwartung:

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare wissen um die Grundsätze des Schulbetriebs, setzen Regelwerke sicher um und gestalten damit das Schulleben aktiv mit.

Konkretisierung:

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • wenden Grundsätze und Regeln des Schulbetriebs an und treffen schulische Entscheidungen auf der Basis rechtlicher Grundlagen. Sie
    • reflektieren die einschlägigen Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen und wenden diese in pädagogischer Verantwortung und transparent gegenüber Schülern und Eltern an.
    • führen Leistungsnachweise regelkonform durch und berücksichtigen dabei fachspezifische Vorgaben und individuelle Besonderheiten von Schülerinnen und Schülern.
    • beherrschen die Bestimmungen des Vorrückens und Wiederholens, um sicher zu entscheiden und beraten zu können.
    • können Lernstand, Verhalten, Entwicklungsstand etc. von Schülerinnen und Schülern in mündlicher und schriftlicher Form beschreiben. 
    • können Zeugnisse einschließlich aussagekräftiger Zeugnisbemerkungen erstellen.
  • bringen sich aktiv in das Schulleben ein. Sie
    • gestalten ihren Unterricht auf der Basis der rechtlichen Grundlagen und schulinterner Vereinbarungen.
    • organisieren außerunterrichtliche Aktivitäten.
    • identifizieren sich mit dem Profil ihrer Realschule und bereichern es durch außerunterrichtliche Aktivitäten.
    • arbeiten mit den schulinternen Mitwirkungsgremien unter Beachtung der Zuständigkeiten vertrauensvoll zusammen.
    • bereiten sich auf die Aufgabe der Klassenleitung vor, indem sie Aufgaben im Schulleben übernehmen.
    • kennen die verschiedenen Funktionen an einer Schule und die damit verbundenen Aufgaben, um im Bedarfsfall Ansprechpartner zu vermitteln.

Schulkunde

Allgemeine Kompetenzerwartung:

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare kennen die Vielfalt des bayerischen Schulsystems und vertreten das Profil der bayerischen Realschule.

Konkretisierung:

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • erwerben einen Überblick über die Schulsysteme in Deutschland und Europa, kennen die Besonderheiten des differenzierten bayerischen Schulsystems und dessen Hintergründe bzw. Begründungen. Sie
    • treten vor dem Hintergrund der föderalen deutschen Schullandschaft für das differenzierte bayerische Schulsystem ein.
    • nutzen die zur Verfügung stehenden Informationsquellen, um diesbezügliche (Weiter-) Entwicklungen zu verfolgen.
    • kennen die Vielfalt der Bildungswege im bayerischen Schulsystem einschließlich entsprechender Übertritts-/Aufnahmebedingungen und Anschlussmöglichkeiten.
  • beschreiben und vertreten das Profil der bayerischen Realschule als besonderes Bildungsangebot.
  • realisieren in ihrem Unterricht den Bildungsauftrag der Realschule.

Schulentwicklung

Allgemeine Kompetenzerwartung:

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare tragen die Grundsätze der Inneren Schulentwicklung mit und bringen sich aktiv dabei ein.

Konkretisierung:

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • tragen die Grundsätze der Inneren Schulentwicklung mit. Sie
    • erkennen die Notwendigkeit von Schulentwicklung als permanenten Gestaltungs- und Optimierungsprozess in einer sich verändernden Gesellschaft mit sich wandelnden Anforderungen an die schulische Bildung.
    • informieren sich über aktuelle schul- und gesellschaftspolitische Entwicklungen und bewerten deren Auswirkungen auf die Bildungs- und Erziehungsarbeit an der Realschule.
    • haben Kenntnis über die Struktur von Schulentwicklungsprozessen, über die einschlägigen Bestimmungen und die daraus resultierenden Gestaltungsmöglichkeiten.
  • bringen sich in der Schule aktiv ein. Sie
    • kennen Instrumente der Schulentwicklung und die unterstützenden Institutionen zur Umsetzung.
    • nehmen schulische Abläufe wahr und analysieren diese, um Anregungen und Vorschläge für Schulentwicklungsprozesse einbringen zu können.
    • informieren sich an der eigenen Schule über das Schulentwicklungsprogramm und arbeiten an dessen Umsetzung und Weiterentwicklung mit.

2.2 Pädagogik

Vorbemerkung

Die Studienreferendare werden im Rahmen des Pädagogikseminars darin unterstützt und gefördert, die für den Beruf der Realschullehrkraft erforderlichen Kompetenzen aufzubauen. Dabei stehen die in der ZALR § 15 Abs. 2 S. 1 formulierten inhaltlichen Schwerpunkte im Vordergrund:

 

Erziehen und bilden

Lehren und lernen

Fördern und beraten

Schule gestalten und entwickeln

 

Diese Bereiche erfordern die Entwicklung von Sachkompetenz, sozialer Kompetenz, Beratungs- und Handlungskompetenz sowie Selbstkompetenz, wobei diese Kompetenzen nicht voneinander trennbar sind, sich vielmehr wechselseitig durchdringen. Selbst beste Sachkompetenz führt nicht zur Steigerung der schulischen Leistung, wenn die Lehrer-Schüler-Beziehung die Wertschätzung vermissen lässt. Dass es in erster Linie auf die Qualität der Lehrerarbeit ankommt, ist in der Pädagogik nicht erst seit den Erkenntnissen von John Hattie („Visible Learning“) bekannt. Lehrkräfte sind der wichtigste Einflussfaktor für die Schülerinnen und Schüler, der gesellschaftlich beeinflusst werden kann. Hatties zentrale Botschaft ist der Hinweis, dass mit den Kompetenzen und dem Engagement der Lehrkraft letztlich gute Bildungs- und Erziehungsarbeit steht und fällt. Die Bedeutung und Inhalte dieser fundierten wissenschaftlichen Erkenntnisse müssen Studienreferendare im Fach Pädagogik kennenlernen, erfahren und professionell umsetzen können.

Die Ausbildung in Pädagogik knüpft an die im wissenschaftlichen Studium erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten an. Vor diesem Hintergrund geht es nun um zuverlässige Bereitstellung von Handlungskompetenzen. Die Seminararbeit in Pädagogik wird daher in enger Anlehnung an die tägliche unterrichtliche Erfahrung der Studienreferendare gestaltet. Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare werden darin unterstützt, eine der eigenen Persönlichkeit entsprechende Ausprägung der Rolle als Lehrkraft aufzubauen und zu stabilisieren. Dabei ist das Verhalten der Seminarlehrkraft im Sinne des Lernens am Modell von Bedeutung.

In Pädagogik liegt ein Schwerpunkt im Bereich der Erziehung, die sich im Fachunterricht sowie in allen Bereichen des Schullebens vollzieht.

Kompetenzen

Sachkompetenz

Die im erziehungswissenschaftlichen Studium erworbenen Kenntnisse werden nun in der konkreten Unterrichtssituation angewendet. Anhand eigener Erfahrung Erfahrungen aus Lehrversuchen sowie durch Beobachtung von Unterricht bauen die Studienreferendarinnen und Studienreferendare sukzessive Kompetenzen in der Planung und Gestaltung von Unterricht auf und aus. Ein wesentlicher Aspekt hierbei ist die Verschränkung von fachspezifischer und allgemeiner Ausbildung. 

Ein besonderes Augenmerk in der Ausbildung in Pädagogik liegt naturgemäß auf der fächerübergreifenden Zusammenarbeit, wie sie im Lehrplan verbindlich vorgesehen ist, sowie auf den fächerübergreifenden Bildungs- und Erziehungsaufgaben. Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare erwerben die Fähigkeit, über die eigenen Fächer hinaus den besonderen Bildungsanspruch der Realschule im Blick zu behalten. So sind im Rahmen des Pädagogikseminars auch allgemeine Aspekte der Fachdidaktik der jeweiligen Fächer präsent. Videoaufzeichnungen von Unterrichtsstunden (unter Beachtung einschlägiger Regeln), eigene Lehrversuche und Unterrichtsbesuche der Seminarlehrkraft für Pädagogik sind daher unerlässlich. 

Die Studienreferendare werden dazu angeregt und darin unterstützt,

  • die Realschule als sich ständig verändernde und entwickelnde Organisation im Kontext des bayerischen Schulsystems zu begreifen,  
  • sich die in der Bayerischen Verfassung sowie im Erziehungs- und Unterrichtsgesetz formulierten Bildungs- und Erziehungsziele anzueignen und umzusetzen,
  • sich neue Unterrichtsformen anzueignen sowie den Unterricht mit sinnvollen und altersgemäßen Aktions- und Sozialformen zu gestalten,
  • den Schülern ihrem Alter gemäß Techniken und Abläufe des Lernens bewusst zu machen und ihnen Möglichkeiten zu vermitteln, das Lernen zu lernen,
  • die Schüler zu Leistungsbereitschaft zu erziehen,
  • transparent und gerecht Leistung zu bewerten,
  • den pädagogischen Freiraum und außerunterrichtliche Aktivitäten im Rahmen des Schullebens für Erziehungsarbeit sinnvoll zu nutzen,
  • altersspezifisches Schülerverhalten richtig einschätzen und angemessen reagieren zu können,
  • die Schüler an soziales Handeln heranzuführen,
  • die Ursachen für Disziplinkonflikte zu kennen, über Möglichkeiten der Vermeidung oder Deeskalation zu verfügen,
  • Medienerziehung kreativ und handlungsorientiert zu leisten z. B. im Rahmen der Herstellung eigener medialer Produkte (Hörspiel, Beitrag zur Schülerzeitung und Schul-Homepage, Videofilm usw.),
  • die Schüler zu angemessenem Gebrauch und kritischer Bewertung von Medien zu befähigen sowie
  • Schüler zu sinnvoller Freizeitgestaltung anzuleiten.

Soziale Kompetenz

Die Referendare erfahren, dass Erziehung und Unterricht wesentlich auf vertrauensvoller Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern beruht. Dies setzt Annahme und Wertschätzung der Schülerinnen und Schüler voraus. Weiter sind die sozialen Beziehungen aller am Schulleben beteiligten Personen als Modell für die Jugendlichen wichtig. Sie tragen wesentlich zu Schulklima und Schulqualität bei.

Die Studienreferendare werden dazu angeregt und darin unterstützt,

  • den Erziehungsauftrag der Realschule wahrzunehmen,
  • sich eigenen Schwächen selbstkritisch zu stellen und sensibel auf die Schwächen anderer zu reagieren,
  • Schule als Lebensraum für Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte zu gestalten,
  • eine lernförderliche Sozialstruktur in der Klasse zu entwickeln und eine Klasse verantwortlich zu leiten,
  • die einzelne Schülerin bzw. den einzelnen Schüler in der Entwicklung und Entfaltung der Persönlichkeit zu unterstützen,
  • Regelverstöße angemessen und gerecht zu sanktionieren,
  • auf geschlechtsspezifische Probleme auch im Rahmen von koedukativem Unterricht angemessen einzugehen und zu reagieren,
  • die besondere Situation von Schülerinnen und Schülern mit nichtdeutscher Muttersprache bzw. Migrationshintergrund zu kennen und damit umgehen zu können, 
  • Inklusion als Ziel der Schulentwicklung zu verstehen und vielfältige pädagogische Möglichkeiten im Umgang mit Schülerinnen und Schülern mit Beeinträchtigung oder Behinderung und Formen des Nachteilsausgleichs kennen und anwenden zu lernen,
  • mit pädagogisch sinnvollen Konzepten auf verhaltensauffällige Schülerinnen und Schüler zu reagieren,
  • sich in die Gestaltung von Schulleben und Schulentwicklung aktiv einzubringen,
  • mit Schülern, Eltern, Kollegen sowie der Schulleitung an der Entwicklung einer gemeinsam getragenen Schulkultur zu arbeiten.

Beratungs- und Handlungskompetenz

Die vielfältigen Schnittstellen der Realschule zu anderen Bildungsgängen sowie zu Ausbildungsberufen stellen an die individuelle Förderung und Beratung von Schülerinnen und Schülern besondere Anforderungen.

Die Studienreferendare werden dazu angeregt und darin unterstützt,

  • Schülerinnen und Schüler differenziert wahrzunehmen und ihre Entwicklungsprozesse beschreiben zu können,
  • pädagogisches Feingefühl zu entwickeln,
  • Schülerinnen und Schüler über ihren Lernfortschritt zu informieren, sie auf Begabungen hinzuweisen und sie bei Entscheidungen über die Schullaufbahn zu beraten,
  • Schülerinnen und Schüler und Eltern bei lern- und entwicklungsspezifischen Problemen zu beraten, 
  • Die Profile anderer Schularten sowie die Durchlässigkeit des bayerischen Bildungswesens zu kennen und darauf aufbauend angemessene Entscheidungshilfen zu erarbeiten, 
  • andere Schulformen in ihren Konzepten zu kennen und beratend tätig zu werden,
  • bei Lern- und Verhaltensstörungen Förder- und Integrationsmaßnahmen im Rahmen der Realschule zu kennen und einzusetzen,
  • Schüler und Eltern bei der Gestaltung des häuslichen Arbeitsumfelds zu beraten,
  • bei außerunterrichtlichen Aktivitäten, bei Projekten sowie im Gestaltungsrahmen von Schule als Lebens- und Erfahrungsraum den Teamgedanken umzusetzen,
  • Grenzen der eigenen Beratungskompetenz zu erkennen und Wege professioneller Hilfen aufzuzeigen. 

Selbstkompetenz

Die Studienreferendare werden unter Gewährung der gebotenen Unterstützung darin gefordert, ihre Kompetenzen in Bezug auf Teamfähigkeit, vernetztes Denken, Verantwortung für sich und die Gemeinschaft, kulturelle und interkulturelle Erziehung, ethisches Urteilen und Handeln, Mitverantwortung und Mitgestaltung der demokratischen Gesellschaft, Selbstständigkeit und Eigeninitiative auszubauen, um im Agieren in und mit der Schulgemeinschaft Souveränität, Sicherheit und Freude an der Zusammenarbeit zu entwickeln.

Die Studienreferendare werden dazu angeregt und darin unterstützt,

  • Autorität, Ich-Stärke und Sicherheit zu entwickeln und auszustrahlen,
  • kontinuierlich die eigene Persönlichkeit weiterzuentwickeln,
  • im Kontakt mit Kollegen den Austausch über das eigene Wirken zu suchen und zu reflektieren,
  • sich mit Hilfe von Möglichkeiten der Selbstevaluation über eigene Stärken und Schwächen bewusst zu werden und an der eigenen Weiterentwicklung zu arbeiten,
  • den beruflichen Anforderungen mit Blick auf andere Lebensbereiche den gebotenen Stellenwert einzuräumen, 
  • einen adäquaten Erziehungsstil zu entwickeln, auch mit Niederlagen konstruktiv umgehen zu können,
  • Hilfen (z. B. Supervision oder kollegiales Coaching) bei krisenhafter Entwicklung oder bei Überbeanspruchung in Anspruch zu nehmen,
  • im Kreise des Kollegiums und gegenüber der Schulleitung eine Form des offenen Austauschs zu pflegen und so dem Teamgedanken vor isolierter Aktion den Vorzug zu geben.

Konkrete Inhalte der Ausbildung

Aus den oben beschriebenen Kompetenzen und Themenbereichen ergeben sich die Kernthemen für die Seminararbeit in Pädagogik, wobei diese der steten Reflexion und Aktualisierung bedürfen sowie im Hinblick auf Intensität und Reihenfolge an die jeweiligen Bedürfnisse im Seminar anzupassen sind. Die Studienreferendare werden dazu angeregt und darin unterstützt, Kompetenzen zu folgenden Teilbereichen der Pädagogik zu erwerben, zu vertiefen und reflektiert anzuwenden:

  • Profil der Realschule     
    • Stellung der Realschule im bayerischen Bildungssystem  
    • LehrplanPLUS
  • Lehrkraft an der Realschule
    • Erziehungsstile
    • Aufgabenfelder
    • Belastungen und Umgang damit
  • Unterrichtsprinzipien
    • Fundierende und regulierende Unterrichtsgrundsätze
    • Merkmale guten Unterrichts
  • Unterricht
    • Ziel- und Inhaltsformulierungen
    • Unterrichtsformen
    • Unterrichtstechniken
    • Nachbereitung des Unterrichts
    • Projektpräsentation
  • Aktuelle Unterrichtskonzeptionen
    • Lernwirksames Unterrichten (Hattie-Studie)
    • Kompetenzorientierung
    • Reformpädagogische Ansätze
    • Offener Unterricht
    • Lernen durch Lehren
    • Spielerische Formen
    • Lernumgebung
    • Lernen lernen
    • Lernprozesse mit Hilfe digitaler Werkzeuge gestalten
    • KOMPASS
  • Maßnahmen zur Erfolgssicherung
    • Ergebnis- und Erfolgssicherung
    • Hausaufgaben
  • Leistung
    • Leistungsbegriff
    • Bedingungsfaktoren der Schülerleistung
    • Funktion der Leistungsmessung
    • Gestaltung von Leistungserhebungen
    • Lernschwierigkeiten, -störungen
    • Schul- und Prüfungsangst
  • Erziehung als Aufgabe
    • Erziehen durch Unterricht
    • Elternarbeit
    • Erziehungs-, Ordnungs- und Sicherheitsmaßnahmen
    • Autorität und Disziplin
    • Umgang mit Konflikten
    • Classroom Management / Klassenführung
    • Klassenrat, Streitschlichter
    • Kollegiale Fallberatung
  • Pädagogische Herausforderungen
    • Gesellschaft im Wandel
    • Schlüsselqualifikationen
    • Werteerziehung
    • Gewalt / Mobbing
    • Kinder mit Migrationshintergrund
    • Gender in der Schule
    • Inklusion
  • Medien
    • Mediendidaktik
    • Medienerziehung
    • Rolle und Gefahren digitaler Medien
    • Urheberrecht
  • Qualitätssicherung
    • Schulentwicklung
    • Evaluation
    • Außerunterrichtliche Aktivitäten
    • Offene und gebundene Ganztagesschule

2.3 Psychologie

Sachkompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • entwickeln vor dem Hintergrund eines systemischen Denkmodells der Psychologie Wissen um vielfältig miteinander vernetzte Zusammenhänge;
  • erweitern die an der Universität erworbenen Fachkenntnisse und sind in der Lage, diese auf die Praxis zu übertragen.

Soziale und emotionale Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • setzen ihre soziale Kompetenz ein und erweitern sie;
  • nehmen Probleme und Konflikte an und lösen sie;
  • reflektieren die eigene Wahrnehmung kritisch;
  • stärken ihre Fähigkeit zur Teamarbeit;
  • entwickeln Interesse für die Mitarbeit an Schulentwicklung sowie dem Schulleben;
  • pflegen mit Eltern, Kollegen und Mitgliedern der Schulleitung einen professionellen Umgang;
  • bauen eine tragfähige, lebendige emotionale Beziehung zu Schülerinnen und Schülern mit Hilfe eines wertschätzenden Erziehungsstiles auf und pflegen diese;
  • wirken mit ihren erworbenen Fähigkeiten positiv auf gruppendynamische Prozesse ein, geben den Schülerinnen und Schülern Möglichkeiten zum sozialen Lernen, zeigen konstruktive Verhaltensmodelle auf und initiieren Lernmotivation;
  • können gruppendynamische Prozesse in Klassen wahrnehmen, analysieren und steuern.

Selbstkompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • entwickeln Interesse an Fort- und Weiterbildung sowie persönlicher Entfaltung;
  • erkennen ihre eigenen Stärken, setzen sie Gewinn bringend ein und lernen ihre Ressourcen zu pflegen;
  • schätzen berufliche Belastungsfaktoren richtig ein und streben einen angemessenen Umgang mit ihnen an;
  • eignen sich Methoden an, problematische Situationen im Team zu bearbeiten, persönliche Kraftquellen zu entdecken, Stress zu bewältigen, durch Zeitplanung und Zielsetzung ihre berufliche Tätigkeit effektiv zu gestalten und auf die eigene Psychohygiene zu achten.

Beratungs- und Handlungskompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • entwickeln ihre Beratungs- und Handlungskompetenzen;
  • eignen sich Fähigkeiten an, schulische Sachverhalte unter den verschiedenen psychologischen Gesichtspunkten zu betrachten und eine genaue Problemanalyse vorzunehmen;
  • erarbeiten vor dem Hintergrund eines theoriebasierten Wissens in Kooperation mit den Betroffenen Ansätze für Lösungen;
  • entwickeln Handlungsmöglichkeiten für die Beratung bei individuellen Schülerproblemen sowie Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Eltern und Kollegen.

2.4 Grundfragen staatsbürgerlicher Bildung

Ausbildungsziele und Inhalte

„Politik ist nah. Politik betrifft alle. Politik braucht politische Bürger.“ Diesen Leitgedanken beherzigend verfolgt die Ausbildung im Fachbereich „Grundfragen der staatsbürgerlichen Bildung“, unabhängig von der Kombination der Unterrichtsfächer, in denen die Referendare didaktisch und methodisch ausgebildet werden, folgende Anliegen:

Zum einen soll jede Lehrkraft ihrem verfassungsrechtlichen Auftrag der Demokratieerziehung nachkommen können. Dieser findet sich in Art. 131 BayVerf und ist konkretisiert in den übergreifenden Bildungs- und Erziehungszielen der „Politischen Bildung“ bzw. der „Wertebildung". Hierzu muss die Lehrerin bzw. der Lehrer dem Schüler ein Vorbild sein, das fachkundige Auskunft geben kann, kritisch Stellung bezieht und demokratische Werte aktiv vorlebt, sodass sich bei den Schülerinnen und Schülern wesentliche demokratische Werte, wie z.B. die Achtung der Menschenrechte oder der freiheitlich-demokratischen Grundordnung, ausbilden können.

Zum anderen verkörpert und vertritt die Lehrkraft in ihrer Rolle als Beamtin bzw. Beamter bereits im Vorbereitungsdienst den Staat als Teil der Exekutive. In dieser Rolle werden zum Teil widersprüchlich anmutende Rollenerwartungen an die Lehrkraft gerichtet, wie z.B. das Gebot der parteipolitischen Neutralität, das scheinbar mit der Vorbildrolle als politischer Bürger zu kollidieren scheint. In diese Rolle hineinzuwachsen und ihren Erwartungen gerecht zu werden – hierbei soll die Ausbildung ebenso helfen.

Um diese beiden Ziele zu verwirklichen, müssen die Studienreferendare von der kritischen Analyse zur reflektierten Bejahung des politisch-sozialen Systems der Demokratie geführt werden.

Demokratie bedeutet vor allem, immer wieder nach den besten Wegen für die Lösung politischer und sozialer Probleme zu suchen und zwar so, dass bei der Konfliktbewältigung auch abweichende Meinungen angemessen berücksichtigt werden. Hier wird deutlich, dass demokratische Verfahren nicht allein auf Mehrheitsentscheidungen reduzierbar sind, sondern dass zu ihrem Wesensgehalt unverzichtbar der Minderheitenschutz gehört.

Grundkenntnisse

Zu jeder Analyse politischer Erscheinungen und Vorgänge gehört entsprechendes Hintergrundwissen. Es ist deshalb erforderlich, dass die Studienreferendare sich mittels geeigneter Methoden die erforderlichen politischen Fachbegriffe ebenso aneignen wie die Elemente der politischen Institutionen und Prozesse. Der Bezug zu Schule und dem schulischen Umfeld soll, wenn immer möglich, hergestellt werden.

Die in § 15 Abs. 2 S.4 ZALR vorgegebenen Themenkreise (im Folgenden kursiv) können mit den hier genannten Lerninhalten behandelt werden, wobei diese der steten Reflexion und ggf. Aktualisierung bedürfen. Ferner sei auch darauf hingewiesen, dass gem. § 15 Abs. 3 ZALR die Reihenfolge nicht bindend und eine Schwerpunktbildung möglich ist (gerade Punkt e. ist für die Ausbildung besonders fruchtbar, da die schulische Anbindung naheliegt).

a. Begründung und Rechtfertigung öffentlicher Herrschaftsgewalt

  • zur Notwendigkeit von Herrschaft (z.B. Interessenpluralismus, Ordnungsfunktion)
  • Demokratie als dominante Staatsform (z.B. Merkmale, Kontrollmöglichkeiten)
  • Legitimationsprobleme und -defizite von Demokratien

b. Politische Ordnungsform der Europäischen Union, der Bundesrepublik Deutschland und des Freistaates Bayern und ihre Begründung

  • Institutionen und Verfahren auf europäischer Ebene und deren Auswirkungen auf die Nationalstaaten und den Einzelnen
  • kompakte Übersicht über das politische System der Bundesrepublik Deutschland
  • Besonderheiten der Bayerischen Verfassung (z.B. Kommunalwahlrecht, Volksbegehren/-entscheid)
  • Bedeutung der Grundrechte unter Bezugnahme auf die Schule

c. kritische Auseinandersetzung mit anderen politischen Ordnungsideen der Gegenwart

  • totalitäre/autoritäre Herrschaftssysteme und Ideologien
  • Regionalisierung – Föderalismus – staatsübergreifende Organisationen: Ordnungskonzeptionen im Spannungsfeld zwischen Autonomie und Zentralismus

d. der politische Prozess in der parlamentarischen Demokratie am Beispiel der Bundesrepublik Deutschland

  • Meinungsbildung
  • Machtausübung
  • Gesetzgebung
  • Machtbegrenzung und Machtkontrolle

e. ökonomische und soziologische Grundprobleme der Gesellschaft

  • Demografische Entwicklung: Folgen und staatliches Gegenlenken
  • Soziale Marktwirtschaft und Sozialstaat
  • Migration
  • Veränderungen in der Berufs- und Arbeitswelt, sozialer Wandel
  • Globalisierung
  • Digitalisierung
  • Staatliche Intervention ins Wirtschaftsleben

f. besondere Inhalte der politischen Bildung

  • Deutschland und seine Rolle in der Weltpolitik
  • Fragen der Friedens- und Sicherheitspolitik
  • (Rechts-)Radikalismus (u.a. Erscheinungsformen, Umgang in der Schule)

Methodische Verbindung von Grundkenntnissen und Prozessanalyse

Für eine sinnvolle Verbindung von Grundwissen und Prozessanalyse bietet sich das exemplarische Verfahren an, das von einzelnen Erscheinungen des politischen und sozialen Geschehens ausgeht und von dort zu einem umfassenden Verständnis führt. Es ist Aufgabe des Seminarlehrers, die verlangten Zielsetzungen an jenen Inhalten exemplarisch zu verdeutlichen, die ihm dafür geeignet erscheinen und die den Vorkenntnissen und Interessen der Referendarinnen und Referendare entsprechen.

Wichtig ist es, die einzelnen beispielhaften Erscheinungen in einen umgreifenden Zusammenhang einzuordnen. Je wirklichkeitsnäher die ausgewählten Beispiele sind, je mehr sie die eigene Existenz betreffen, umso eher sind sie geeignet, politische Bildung als Lebens- und Weltorientierung zu veranschaulichen. Nicht zu vermeiden ist dabei, dass Einzelphänomene oftmals unterschiedlich gedeutet werden. Aber gerade dies – Präzisierung, Diskussion, Akzeptanz auch abweichender Meinungen – macht den Wert politischer Bildung aus.

Fachliche Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • verfügen über grundlegende politische, ökonomische und gesellschaftliche Kenntnisse und Kategorien, die sie dazu befähigen, ihr Wissen selbstständig auszubauen, um sich hierauf aufbauend kritische und differenzierte Urteile zu bilden;
  • sind sich der Werte der freiheitlich-demokratischen Grundordnung bewusst, erkennen diese im Schulalltag und sind damit in der Lage, ihren normativen Erziehungsauftrag begründet zu verfolgen;
  • sind in der Lage, politische, soziale und wirtschaftliche Entwicklungen in ihren Auswirkungen auf das Bildungssystem zu erkennen und können hieraus ihre veränderte Aufgabenstellung bzw. ihren veränderten Auftrag in der Schule ableiten;
  • nutzen ihre Kenntnisse über soziale Veränderungen, Schichten und Milieus, um in der Erziehungsarbeit professioneller auf die Lebenswelt(en) ihrer Schüler reagieren zu können.

Didaktische und methodische Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • führen ihren Unterricht den Grundsätzen des Beutelsbacher Konsenses folgend, indem sie nicht indoktrinieren, kontrovers diskutierte Sachgegenstände auch in ihrer Pluralität darstellen und die Schülerinnen und Schüler somit befähigen, im Sinne ihrer eigenen Interessen zu handeln;
  • tolerieren in der Schule unterschiedliche Meinungen, regen Schülerinnen und Schüler zu sachlicher Diskussion an und weisen ggf. auf die grundgesetzlichen Grenzen der Meinungsfreiheit hin;
  • bringen im eigenen Fachunterricht, im fächerübergreifenden Unterricht und in Projektarbeiten Aspekte der politischen Bildung mit ein.

Personale Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • reflektieren die Rolle des Lehrers und dessen Verantwortung im freiheitlichen und demokratischen Staat, um rechtskonform und pädagogisch angemessen handeln zu können;
  • folgen im Unterricht und im schulischen Alltag den Werten eines mündigen und demokratiebewussten Bürgers, um den Schülerinnen und Schülern ein Vorbild zu sein;
  • sind sensibilisiert für undemokratische Äußerungen und Handlungen und treten aktiv und kenntnisreich gegen demokratiegefährdende Tendenzen ein;
  • nutzen ihr Wissen um Pluralismus, Minderheitenschutz und Meinungsfreiheit, um andere Meinungen als die ihre, die in der politischen Diskussion vertreten werden, aus sich heraus zu verstehen, sich kritisch mit ihnen auseinanderzusetzen und dabei auch die eigene Position in Frage zu stellen.

3. Fachspezifische Ausbildung

3.1 Katholische Religionslehre

Vorbemerkung

Rahmenbedingungen für den Religionsunterricht
Die Stellung des Religionsunterrichts als ordentliches Lehrfach ist im Grundgesetz Art. 7 geregelt. Die zentrale Bestimmung für den Religionsunterricht ist in Absatz 3 Satz 1 und 2 enthalten: „Der Religionsunterricht ist in öffentlichen Schulen mit Ausnahme der bekenntnisfreien Schulen ordentliches Lehrfach. Unbeschadet der staatlichen Aufsichtspflicht wird der Religionsunterricht in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der Religionsgemeinschaften erteilt.“ Die Sorge um den Religionsunterricht teilen sich Staat und Kirche. Der Staat stellt die Rahmenbedingungen sicher und die Kirche zeichnet für die inhaltliche Ausgestaltung verantwortlich. Was für den Religionsunterricht im Allgemeinen gilt, ist auch im Besonderen für die Ausbildung der Lehrkräfte, die den Religionsunterricht erteilen, von Bedeutung.

Die Verantwortung des Staates
Die Erteilung des Religionsunterrichts und somit auch die Aus- und Fortbildung der Lehrkräfte, die ihn erteilen, sind eine staatliche Aufgabe. Der Staat als Schulträger gewährleistet dieses Fach. Deshalb unterliegt der Religionsunterricht staatlicher Schulaufsicht und staatlichem Schulrecht. Der Staat muss sicherstellen, dass der Religionsunterricht ein Unterrichtsfach mit derselben Behandlung wie andere Lehrfächer ist. Das gilt in besonderer Weise auch für die entsprechende Ausbildung der Lehrkräfte, die das Fach Religion unterrichten. Aus der Verantwortung des Staates ergibt sich der Anspruch, dass die Ziele und Inhalte sowohl des Religionsunterrichts als auch der Religionslehrerbildung im Kontext der schulischen Bildungs- und Erziehungsaufgaben formuliert und verwirklicht werden.

Die Verantwortung der Kirche
Der Religionsunterricht gehört in den gemeinsamen Verantwortungsbereich von Staat und Kirche. Ohne eine solche Mitwirkung der Kirchen kann Religionsunterricht nicht stattfinden. Gemäß der Verfassung entscheiden die Religionsgemeinschaften nach Maßgabe ihrer Grundsätze über die Ziele und Inhalte des Religionsunterrichts. Die Katholische und die Evangelische Kirche verstehen den katholischen bzw. den evangelischen Religionsunterricht als bekenntnisgebundenen Unterricht. Er weiß sich der Zusammenarbeit der Konfessionen verpflichtet. Aus der verfassungsrechtlich gegebenen Mitverantwortung der Kirchen für den Religionsunterricht ergibt sich notwendigerweise auch ein Recht auf Mitgestaltung von Maßnahmen der Religionslehrerbildung, um die Qualität des Religionsunterrichts zu sichern und ggf. weiterzuentwickeln. Darüber hinaus erstreckt sich die Verantwortung der Kirche auch auf die Autorisierung des Lehrpersonals. Das Fach Katholische Religionslehre unterrichten darf nur, wer vom Ortsbischof die „vorläufige Unterrichtserlaubnis“ für die Zeit der schulpraktischen Seminarausbildung bzw. die „Missio canonica“ für die unterrichtspraktische Tätigkeit nach der bestandenen zweiten Staatsprüfung erhält. In ihrem Antrag auf die Verleihung der Missio canonica erklären sich die Religionslehrer bereit,

  • den Religionsunterricht in Übereinstimmung mit der Lehre der katholischen Kirche zu erteilen und
  • in der persönlichen Lebensführung die Grundsätze der Lehre der katholischen Kirche zu beachten.

Fachwissenschaftliche Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • verfügen über ein strukturiertes Fachwissen sowie grundlegende Kenntnisse der schul- und unterrichtsrelevanten Themengebiete und erweitern und vertiefen diese, um kompetent und flexibel Unterrichtsprozesse zu gestalten;
  • erkennen, wie ihr Fach zu den fächerübergreifenden Bildungs- und Erziehungszielen beitragen kann und setzen dies in unterrichtliches Handeln um;
  • begründen den Bildungswert ihres Faches vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen;
  • haben Überblickswissen zu aktuellen religiösen und gesellschaftlichen Fragestellungen;
  • besitzen Orientierungswissen zu den grundlegenden Fragen der Menschheit wie nach dem Woher und dem Wohin oder der Sinnhaftigkeit menschlichen Lebens.

Fachdidaktische Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • verfügen über umfassende Kenntnisse zum Lehrplan, um die im Fachlehrplan festgelegten Inhalte sinnvoll über das Schuljahr zu verteilen und didaktisch begründete Schwerpunkte zu setzen;
  • nutzen geeignete Hilfsmittel für die effektive Vorbereitung der einzelnen Unterrichtsstunden;
  • planen und strukturieren den Unterricht in sinnvollen Einheiten und legen Lernprozesse unter Berücksichtigung des Prinzips der didaktischen Reduktion so an, dass die Schülerinnen und Schüler die im Fachlehrplan ausgewiesenen Kompetenzniveaus nachhaltig erreichen;
  • nutzen Möglichkeiten der Differenzierung und werden so den unterschiedlichen Begabungspotentialen der Schülerinnen und Schüler gerecht;
  • steuern den Lernprozess mittels vielfältiger Formen des Feedbacks;
  • entwerfen sinnvolle Leistungserhebungen, um den Kompetenzerwerb bei den Schülerinnen und Schülern zu prüfen und verfügen über eindeutige und nachvollziehbare Bewertungskriterien;
  • reflektieren ihren eigenen Unterricht, um Unterrichtskompetenzen fortlaufend zu verbessern und zu optimieren;
  • erkennen Gemeinsamkeiten, Besonderheiten und Unterschiede in der Herangehens- und Betrachtungsweise der Fächer, um fächerverbindenden Schul- und Unterrichtsvorhaben anzustoßen und professionell durchzuführen;
  • beherrschen religionsdidaktische Prinzipien, um religiöse Lernprozesse zu initiieren;
  • beachten den Grundsatz, dass im Fach Religion Leistungsbewertung und Notengebung unabhängig von der Glaubensentscheidung der Schüler erfolgen müssen;
  • kultivieren Zeiten ohne Effektivitätsprüfungen;
  • reflektieren Möglichkeiten und Grenzen des religiösen Lernens im Raum der Realschule.

Fachmethodische Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • festigen und erweitern ihre Kenntnisse über unterschiedliche Arbeits- und Sozialformen sowie methodische Möglichkeiten und setzen diese gemäß der jeweiligen Zielsetzung des Lernprozesses adäquat ein;
  • beherrschen eine schüler- und zielorientierte Gesprächsführung und bedienen sich einer situationsgerechten Frage- und Impulstechnik, um den Lernprozess effektiv und zielgerichtet zu steuern;
  • stellen eigene Unterrichtsmaterialien her, um den jeweiligen Lernprozess vielseitig, anschaulich und individuell zu gestalten;
  • leiten die Schülerinnen und Schüler dazu an, zunehmend selbstständig eigene fachbezogene Fragestellungen zu entwickeln, zu deren Beantwortung Recherchen durchzuführen und anschließend ihre Ergebnisse zu präsentieren;
  • besuchen professionell geplant und angeleitet außerschulische Lernorte bzw. laden Experten zu sich in den Unterricht ein, um für die Schülerinnen und Schüler die positiven Effekte einer Realbegegnung nutzbar zu machen;
  • nutzen Medien und überprüfen dabei deren fachliche und didaktische Relevanz;
  • verfügen über fachspezifische Erkenntnis- und Arbeitsmethoden zur kompetenzorientierten Unterrichtsgestaltung.

Erzieherische Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • zeigen sich im Umgang mit allen am Schulleben Beteiligten teamfähig, kooperations- und hilfsbereit und entwickeln damit Schule weiter;
  • entwickeln die Fähigkeit, sich selbst und die Schülerinnen und Schüler für fachliche Fragestellungen zu motivieren und so Interesse, Wertschätzung und Begeisterung für das Fach zu wecken;
  • begegnen den Schülerinnen und Schülern als Vorbild in Bezug auf die Grundwerte in unserer Gesellschaft und ermutigen sie zu freier Meinungsäußerung und Zivilcourage;
  • bedienen sich verschiedener Diagnose- und Rückmeldeverfahren, um individuelle Förderung zu betreiben und Unterrichtsprozesse zu verbessern;
  • legen eigene Ressourcen durch die Nutzung von Strategien zur effizienten Gestaltung des Arbeitsalltags (z.B. Zeitökonomie, Automatisierung) frei, um u.a. den sich ständig ändernden Anforderungen an Schule gewachsen zu sein;
  • entwickeln religiöse Wahrnehmungskompetenzen Schülerinnen und Schüler im Kontext ihrer Lebenswelten und Bezügen zu Religion, Glaube und Kirche zu sehen und sensibel für aktuelle religiöse Fragestellungen zu sein;
  • entfalten religiöse Kommunikationsfähigkeit, spirituelle Kompetenz sowie personale Kompetenz um im Gespräch mit den Schülerinnen und Schüler religiöse Denkprozesse anzustoßen und „authentischer Zeuge“ und „Brückenbauer“ zwischen Kirche und Staat zu sein;
  • gestalten das schulische Leben im schulpastoralen Bereich, um zur Verlebendigung und Humanisierung von Schule beizutragen.

3.2 Evangelische Religionslehre

Fachwissenschaftliche Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • verfügen über ein strukturiertes Fachwissen sowie grundlegende Kenntnisse der schul- und unterrichtsrelevanten Themengebiete und erweitern und vertiefen diese, um kompetent und flexibel Unterrichtsprozesse zu gestalten;
  • erkennen, wie ihr Fach zu den fächerübergreifenden Bildungs- und Erziehungszielen beitragen kann und setzen dies in unterrichtliches Handeln um;
  • begründen den Bildungswert ihres Faches vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen;
  • wissen um die Zusammenarbeit von Kirche und Staat, die ihren Ausdruck in der kirchlichen Bevollmächtigung zum ER (Vocatio) findet;
  • wissen, dass die Kirche berechtigt ist, den ER durch ihre Beauftragten besuchen zu lassen und nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen an den dienstlichen Beurteilungen der Lehrkräfte im ER mitzuwirken;
  • wissen, dass der ER bekenntnisgebunden ist;
  • erkennen religiöse Strömungen, die begründet eine Position gegen Schrift und Bekenntnis einnehmen;
  • wissen um die Rahmenbedingungen und Grenzen des Faches ER als ordentliches Lehrfach der Schule.

Fachdidaktische Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • verfügen über umfassende Kenntnisse zum Lehrplan, um die im Fachlehrplan festgelegten Inhalte sinnvoll über das Schuljahr zu verteilen und didaktisch begründete Schwerpunkte setzen zu können;
  • nutzen geeignete Hilfsmittel für die effektive Vorbereitung der einzelnen Unterrichtsstunden;
  • planen und strukturieren den Unterricht in sinnvollen Einheiten und legen Lernprozesse unter Berücksichtigung des Prinzips der didaktischen Reduktion so an, dass die Schülerinnen und Schüler die im Fachlehrplan ausgewiesenen Kompetenzniveaus nachhaltig erreichen;
  • nutzen Möglichkeiten der Differenzierung und werden so den unterschiedlichen Begabungspotentialen der Schülerinnen und Schüler gerecht;
  • steuern den Lernprozess mittels vielfältiger Formen des Feedbacks;
  • entwerfen sinnvolle Leistungserhebungen, um den Kompetenzerwerb bei den Schülerinnen und Schülern zu prüfen und verfügen über eindeutige und nachvollziehbare Bewertungskriterien;
  • reflektieren ihren eigenen Unterricht, um die eigenen Unterrichtskompetenzen fortlaufend zu verbessern und zu optimieren;
  • erkennen Gemeinsamkeiten, Besonderheiten und Unterschiede in der Herangehens- und Betrachtungsweise der Fächer, um fächerverbindende Schul- und Unterrichtsvorhaben anzustoßen und professionell durchzuführen;
  • fördern die religiöse Mündigkeit ihrer Schüler;
  • deuten die Lebensrelevanz der Schule aus der Perspektive des Evangeliums;
  • reflektieren ethische und interreligiöse Fragestellungen in der Begegnung und Auseinandersetzung mit der christlichen Überlieferung und bieten ihren Schülern somit Raum dafür, christliche Antworten auf der Grundlage von Toleranz, Wertschätzung und Respekt zu finden;
  • reflektieren christliche Traditionen, um exemplarisch christliche Formen des Feierns und Meditierens mit den Schülern zu erproben;
  • wissen, dass Kirche durch ihre Mitglieder Lebendigkeit und der Glaube in der kirchlichen Gemeinschaft Stärkung erfährt;
  • fördern beim Schüler folgende Kompetenzen:
    • am christlichen Welt- und Menschenbild orientierte Schlüsselqualifikationen;
    • Verständnis von christlichen Sprach-, Symbol- und Ausdrucksformen;
    • Bereitschaft zur Identifikation mit biblischen Gestalten und christlich handelnden Personen aus Geschichte und Gegenwart;
    • verantwortliches Wahrnehmen christlicher Freiheit.

Methodische Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • festigen und erweitern ihre Kenntnisse über unterschiedliche Arbeits- und Sozialformen sowie methodische Möglichkeiten und setzen diese gemäß der jeweiligen Zielsetzung des Lernprozesses adäquat ein;
  • beherrschen eine schüler- und zielorientierte Gesprächsführung und bedienen sich einer situationsgerechten Frage- und Impulstechnik, um den Lernprozess effektiv und zielgerichtet zu steuern;
  • stellen eigene Unterrichtsmaterialien (z. B. kreatives Gestalten, problemorientiertes Aufarbeiten aktueller Ereignisse vor dem Hintergrund des Fachlehrplans) her, um den jeweiligen Lernprozess vielseitig, anschaulich und individuell zu gestalten;
  • leiten die Schülerinnen und Schüler dazu an, zunehmend selbstständig eigene fachbezogene Fragestellungen zu entwickeln, zu deren Beantwortung Recherchen durchzuführen und anschließend ihre Ergebnisse zu präsentieren;
  • besuchen professionell geplant und angeleitet außerschulische Lernorte (z. B. Kirchenraumpädagogik, Moschee- und Synagogenbesuch usw.; Unterrichtsgang zu diakonischen Einrichtungen; Einladung externer, für die religiöse Sozialisation relevanter Partner) bzw. laden Experten zu sich in den Unterricht ein, um für die Schülerinnen und Schüler die positiven Effekte einer Realbegegnung nutzbar zu machen;
  • nutzen Medien (z. B. im Rahmen des Erzählens, für Rollenspiele, Meditationen) zur Impulsgebung, Motivation und Erarbeitung und überprüfen dabei deren fachliche und didaktische Relevanz;
  • sind in der Lage, gemäß landeskirchlicher Verordnung Gottesdienste und religiöse Feste und Feiern im schulischen Umfeld zu gestalten;
  • sind sensibilisiert, Schüler bei ihrer Suche nach religiösen und existenziellen Fragestellungen zu unterstützen.

Erzieherische Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • zeigen sich im Umgang mit allen am Schulleben Beteiligten teamfähig, kooperations- und hilfsbereit und entwickeln damit Schule weiter;
  • entwickeln die Fähigkeit, sich selbst und die Schülerinnen und Schüler für fachliche Fragestellungen zu motivieren und so Interesse, Wertschätzung und Begeisterung für das Fach zu wecken;
  • begegnen den Schülerinnen und Schülern als Vorbild in Bezug auf die Grundwerte in unserer Gesellschaft und ermutigen sie zu freier Meinungsäußerung und Zivilcourage;
  • bedienen sich verschiedener Diagnose- und Rückmeldeverfahren, um individuelle Förderung zu betreiben und Unterrichtsprozesse zu verbessern;
  • legen eigene Ressourcen durch die Nutzung von Strategien zur effizienten Gestaltung des Arbeitsalltags (z.B. Zeitökonomie, Automatisierung) frei, um u. a. den sich ständig ändernden Anforderungen an Schule gewachsen zu sein;
  • reflektieren das Spannungsverhältnis zwischen Leistungsmessung und -beurteilung im Religionsunterricht einerseits und seelsorgerlicher Begleitung der Schüler andererseits;
  • nehmen Verunsicherungen und Probleme der Schüler bei ihrer religiös-weltanschaulichen Entwicklung wahr und stehen ihnen beratend bei;
  • stellen Freiräume im evangelischen Religionsunterricht zugunsten religiöser Entwicklungsprozesse zur Verfügung, in denen keine Leistungsmessung erfolgt;
  • sind sich bewusst, dass sie als Religionslehrer auch als Repräsentanten der Kirche wahrgenommen werden;
  • sind für den Umgang mit Fragen, Zweifeln und Überzeugungen von Schülern sensibilisiert;
  • vertreten ein am Gebot der Nächstenliebe orientiertes Miteinander mit den Schülern und sind offen für seelsorgerliche Aufgaben;
  • sind in der Lage, Leben und Glauben im eigenen Lebensvollzug zusammen zu bringen und ihre Glaubwürdigkeit und Authentizität im Unterricht zu reflektieren.

3.3 Deutsch

Fachwissenschaftliche Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare         

  • sind sich bewusst, dass die Lehrersprache eine bedeutende Vorbildfunktion hat und deshalb Korrektheit, Klarheit und Verständlichkeit unverzichtbar sind;
  • beherrschen die notwendige Fachsprache, um den wissenschaftlichen Charakter des Faches zu verdeutlichen und den Schülerinnen und Schülern auf dieser Grundlage eine fundierte, differenzierte und angemessene Ausdrucksweise zu ermöglichen;
  • verfügen über ein umfassendes fachspezifisches Metawissen über das Fach Deutsch, um dessen Stellung im Bildungskanon der bayerischen Realschule zu verorten und entsprechende Rückschlüsse auf das eigene schulische und unterrichtliche Handeln zu ziehen;
  • haben ein klar strukturiertes literatur-, sprach- und medientechnisches Wissen sowie grundlegende Kenntnisse der schul- und unterrichtsrelevanten Themengebiete;
  • beschäftigen sich kontinuierlich mit den einschlägigen fachspezifischen Publikationen (Bücher, Zeitschriften, Filme, Websites etc.);
  • wissen um die Bedeutung der Weiterbildung und sind bereit, beständig ihr Fachwissen zu erweitern, damit sie auch zukünftig einen hochwertigen und zeitgemäßen Unterricht erteilen können;
  • informieren sich regelmäßig über alle Institutionen, die fachspezifische Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen anbieten und suchen — dem Ausbildungsstand entsprechend — aktiv die Initiative zur eigenen Weiterbildung über geeignete Fortbildungsmöglichkeiten;
  • sind vertraut mit wichtigen Werken der literarischen Tradition sowie Werken der aktuellen Kinder- und Jugendliteratur und deren medialer Darbietung;
  • erweitern und aktualisieren ihr Wissen in den Bereichen Grammatik, Stilistik und Idiomatik beständig;
  • verfügen über genaue Kenntnisse des aktuellen Lehrplans und anderer fachspezifischer Richtlinien (z. B. Bildungsstandards), um darauf aufbauend kompetent und flexibel Unterrichtsprozesse zu planen und zu gestalten.

Fachdidaktische Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare 

  • identifizieren sich mit Rollenerwartungen, die im Rahmen des Lehrplans an den Deutschlehrer gerichtet werden;
  • gestalten den Unterricht so, dass die Förderung der sprachlichen und literarischen Kompetenz der Schülerinnen und Schüler zentrales Anliegen des Deutschunterrichts ist;
  • kennen entwicklungspsychologische und sozialisationsbedingte (Fehl-) Vorstellungen und Verständnisschwierigkeiten bei Schülerinnen und Schülern und wissen auf diese bei der Planung von und im Unterricht einzugehen;
  • erkennen Gemeinsamkeiten, Besonderheiten und Unterschiede in der Herangehens- und Betrachtungsweise unterschiedlicher Fächer der Realschule, um fächerverbindende Schul- und Unterrichtsvorhaben zu planen und professionell durchzuführen;
  • gewinnen pädagogisch-psychologisch begründete Einsichten in die Struktur und Phasierung von Einzelstunden;
  • beachten bei der Planung und Gestaltung der Arbeit mit Strukturen stets den formalen und funktionalen Aspekt sowie die dienende Funktion der Grammatik;
  • nehmen die vielfältigen Möglichkeiten der Leseförderung auf der Basis von literarischen und pragmatischen Texten wahr und setzen diese im Unterricht hinterfragend ein;
  • achten auf die ausgewogene Förderung aller kommunikativer Kompetenzen (Hören, Sprechen, Lesen, Schreiben, Sprachmittlung);
  • nutzen besondere Darbietungsformen (u.a. Lieder, Songs, Gedichte, Ganzschriften, Filme/Kurzfilme) für einen kompetenz- und handlungsorientierten Deutschunterricht;
  • nehmen die persönlichen Meinungsäußerungen der Lernenden ernst und setzen sich argumentativ im Unterricht damit auseinander;
  • führen differenzierte Leistungsmessungen durch, die sich nicht nur auf rein kognitive Inhalte beschränken, um dem ganzheitlichen Bildungsauftrag Rechnung zu tragen;
  • berücksichtigen die besondere Bedeutung der mündlichen Fertigkeiten und beziehen diese adäquat in die Leistungsmessung mit ein;
  • setzen sich mit den Vorgaben der zentralen Abschlussprüfung auseinander und lernen diese umzusetzen;
  • regen bei den Schülerinnen und Schülern den selbstkritischen Umgang und die sinnvolle Nutzung der unterschiedlichen Massenmedien an.

Fachmethodische Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • wenden Handlungsorientierung als Grundprinzip des Deutschunterrichts situationsangemessen an;
  • vernetzen die verschiedenen Teilbereiche des Deutschunterrichts auf der Basis der eigenen Fachkompetenz und planen den Unterricht integrativ;
  • machen sich mit den verschiedenen kommunikativen und kooperativen Unterrichtsformen vertraut;
  • setzen dem Lerngegenstand und der Schülerschaft angemessene Sozialformen ein, die zielgerichtetes Arbeiten erlauben und soziales Lernen begünstigen;
  • nutzen unterrichtsdidaktische Aktions- und Spielformen (insbesondere Formen des Rollenspiels);
  • nutzen ein breites Methodenrepertoire, sodass die Motivation der Schülerinnen und Schüler gefördert und unterschiedliche Zielsetzungen angesprochen werden;
  • machen sich mit allen wichtigen Techniken der Entnahme von Informationen aus Lesetexten, Hörtexten und Filmen vertraut;
  • wenden verschiedene Verfahren an, um das selbstständige, eigenverantwortliche und selbst organisierte Lernen (Lerntechniken und -strategien) zu fördern;
  • nutzen verschiedene Medien (u.a. pragmatische und literarische Texte, Hörtexte, Filme) sowohl zur Vermittlung von Lerninhalten als auch als Lerngegenstand selbst, sodass die Schülerinnen und Schüler im Sinne der Medienerziehung einen kritischen Umgang mit diesen erlangen;
  • nutzen die Bandbreite der Medien, die für Lernprozesse im Fach Deutsch von besonderer Bedeutung sind, sachgerecht, kreativ, kommunikationsorientiert und sozialkompetent (insbesondere auch das Fernsehen, das Internet, Zeitungen und Zeitschriften, Texte der literarischen Tradition und der Kinder- und Jugendliteratur);
  • nutzen verschiedene Möglichkeiten zur Leseförderung;
  • wenden Möglichkeiten individueller Förderung der Schülerinnen und Schüler auf der Basis einer klassenspezifischen Evaluation an;
  • besuchen professionell geplant und angeleitet außerschulische Lernorte (z.B. Theater, Autorenlesungen), um für die Schülerinnen und Schüler die positiven Effekte einer Realbegegnung nutzbar zu machen.

Erzieherische Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • bedienen sich verschiedener Diagnose- und Rückmeldeverfahren, um individuelle Förderung zu betreiben und Unterrichtsprozesse zu verbessern;
  • nutzen die unterschiedlichen Formen von Leistungserhebungen im Fach Deutsch sach- und schülergerecht sowie situationsangemessen;
  • hinterfragen kritisch den eigenen Unterricht mit Blick auf die didaktischen und methodischen Zielsetzungen, um die Unterrichtsqualität zu erhalten bzw. zu steigern und um dem sich wandelnden Bildungsauftrag professionell zu begegnen;
  • legen eigene Ressourcen frei durch die Nutzung von Strategien zur effizienten Gestaltung des Arbeitsalltags (z.B. Ökonomie, Automatisierung, Ritualisierung), um sich auch ändernden Fachinhalten zuwenden zu können;
  • sind in ihrem Handeln Vorbilder im Umgang mit digitalen Medien;
  • entwickeln eine fundierte Kritik- und Urteilsfähigkeit und bringen diese in Anwendung, indem sie dieses Bewusstsein auch bei den Schülerinnen und Schülern wecken und fördern;
  • vermitteln auf der Basis von lebensweltlichen Vergleichen sowie im Umgang mit Literatur die in der Bayerischen Verfassung und im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verankerten Grundwerte sowie die Wertvorstellungen, wie sie im Bildungs- und Erziehungsauftrag formuliert sind, und leben diese den Schülerinnen und Schülern vor;
  • leiten die Schülerinnen und Schüler zur Anwendung sprachlicher Sorgfalt und Genauigkeit an sowie zu einem bewussten Einsatz der vielfältigen Möglichkeiten des sprachlichen Ausdrucks.

3.4 Englisch

Fachwissenschaftliche Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare       

  • sind sich bewusst, dass die Lehrersprache eine bedeutende Vorbildfunktion hat und deshalb Korrektheit, Klarheit und Verständlichkeit unverzichtbar sind;
  • beherrschen die notwendige Fachsprache, um den wissenschaftlichen Charakter des Faches zu verdeutlichen und den Schülern auf dieser Grundlage eine fundierte, differenzierte und angemessene Ausdrucksweise zu ermöglichen;
  • beherrschen die Zielsprache Englisch im schriftlichen und mündlichen Gebrauch sicher;
  • agieren authentisch und spontan in der Zielsprache in allen potentiellen Verwendungssituationen;
  • haben eine hohe interkulturelle, kommunikative Kompetenz ausgehend von einem umfassenden aktuellen und authentischen Wissen über die Lebensweise in den Ländern / Regionen der Zielsprache;
  • kennen die geographischen und politischen Zusammenhänge in englischsprachigen Ländern / Regionen;
  • befassen sich intensiv über die klassischen Zielsprachenländer hinaus mit der Bedeutung des Englischen als lingua franca in einer globalisierten Welt sowie den damit verbundenen interkulturellen Herausforderungen;
  • beschäftigen sich kontinuierlich mit einschlägigen fachspezifischen Publikationen (Bücher, Zeitschriften, Filme, Websites etc.) zum Fremdsprachenunterricht für Lehrer und Schüler;
  • setzen sich mit den Inhalten des aktuellen Lehrplans und anderer nationaler oder europäischer Richtlinien (z. B. Bildungsstandards KMK, European Framework of Reference) auseinander;
  • erweitern und aktualisieren ihr Wissen in den Bereichen Grammatik, Stilistik und Idiomatik der Zielsprache beständig;
  • sind vertraut mit repräsentativen, aktuellen und auch schülergemäßen Werken der englischsprachigen Literatur;
  • nutzen alle Elemente einer berufsbezogenen Handlungskompetenz, welche sich auf das Lehren einer Fremdsprache unter gesteuerten Erwerbsbedingungen beziehen;
  • wissen um die Bedeutung der Weiterbildung und sind bereit, beständig ihr Fachwissen zu erweitern, damit sie auch zukünftig einen hochwertigen und zeitgemäßen Unterricht erteilen können;
  • informieren sich regelmäßig über alle Institutionen im In- und Ausland, die Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen für Fremdsprachenlehrer anbieten und suchen aktiv die Initiative zur Weiterbildung.

Fachdidaktische Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • orientieren sich bei der Planung, Gestaltung und Evaluation aller Lernprozesse an den Prinzipien des kommunikativen Fremdsprachenunterrichts auf der Basis kompetenzorientierter Aufgabenstellungen mit Lebensweltbezug;
  • sind vertraut mit zahlreichen kommunikativen Unterrichtsformen, die für die zeitgemäße Vermittlung einer Fremdsprache unverzichtbar sind;
  • kennen entwicklungspsychologische und sozialisationsbedingte (Fehl-)Vorstellungen und Verständnisschwierigkeiten bei Schülerinnen und Schülern und wissen auf diese bei der Planung von und im Unterricht einzugehen;
  • erkennen Gemeinsamkeiten, Besonderheiten und Unterschiede in der Herangehens- und Betrachtungsweise unterschiedlicher Fächer der Realschule, um fächerverbindende Schul- und Unterrichtsvorhaben zu planen und professionell durchzuführen;
  • besitzen ein hohes Können im Hinblick auf die Auswahl und Adaption von Texten und Materialien, die besonders für den Englischunterricht an der Realschule geeignet sind;
  • wählen fremdsprachliches Vokabular anhand fundierter Kriterien aus und erleichtern dessen effektive Speicherung (mentales Lexikon) durch Ordnungsprinzipien;
  • berücksichtigen besondere Textformen (u. a. Lieder, Songs, Gedichte, Ganzschriften) in einem kompetenz- und handlungsorientierten Englischunterricht angemessen;
  • vermeiden eine starke Dominanz eines Lehrwerks im Englischunterricht durch den Einsatz von lehrbuchunabhängigen, zeitgemäßen und bevorzugt authentischen Materialien;
  • bauen ihre Kenntnisse, Haltungen und Fähigkeiten als Kulturmittler stetig aus, um ‚Fachleute’ für interkulturelles Lehren und Lernen zu sein;
  • gewinnen pädagogisch-psychologisch begründete Einsichten in die Struktur und Phasierung von Einzelstunden und Unterrichtssequenzen;
  • achten auf die ausgewogene Förderung und Überprüfung der kommunikativen Fertigkeiten (Hör- und Hörsehverstehen, Leseverstehen, Sprechen, Schreiben sowie Sprachmittlung);
  • berücksichtigen die besondere Bedeutung der mündlichen Fertigkeiten und beziehen diese adäquat in die Unterrichtsgestaltung und Leistungserhebung ein;
  • verstehen, dass die Prinzipien des kommunikativen Englischunterrichts selbstverständlich auch bei Vermittlung von Grammatik und Wortschatz stets grundlegend gelten und diese Kompetenzen altersgemäß, realitätsnah und in genuinen Kontexten erworben werden;
  • beachten bei der Planung und Gestaltung der Arbeit mit Strukturen stets den formalen und funktionalen Aspekt sowie die dienende Funktion der Grammatik;
  • konzipieren Lerninhalte und Texte adressatenbezogen und besitzen motivierende Erschließungstechniken für den gesteuerten bzw. selbsttätigen Umgang mit ihnen;
  • führen differenzierte, variantenreiche Leistungsmessungen durch, die sich nicht nur auf rein kognitive Inhalte beschränken, um dem ganzheitlichen Bildungsauftrag Rechnung zu tragen;
  • setzen sich mit den Vorgaben der zentralen Abschlussprüfung auseinander und lernen diese umzusetzen.

Methodische Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • sind in der Lage, die Zielsprache Englisch unter verschiedenartigen Lehr- und Lernbedingungen angemessen zu vermitteln und mit der Erstsprache in Beziehung zu setzen;
  • besitzen ein fundiertes Handlungswissen und ein umfassendes Repertoire von Methoden hoher Effektivität, um ein Maximum fremdsprachlichen Lernens zu erreichen;
  • machen sich mit den verschiedenen kommunikativen und kooperativen Unterrichtsformen vertraut;
  • setzen dem Lerngegenstand und der Schülerschaft angemessene Sozialformen ein, die zielgerichtetes Arbeiten erlauben und soziales Lernen begünstigen;
  • nutzen ein breites Methodenrepertoire, sodass die Motivation der Schülerinnen und Schüler gefördert und unterschiedliche Zielsetzungen angesprochen werden;
  • machen Schüler mit wichtigen Techniken der Entnahme von Informationen aus Lese- und Hörtexten sowie Filmmaterial vertraut;
  • konfrontieren die Schüler durch den Einsatz geeigneter Hörsehmaterialien mit unterschiedlichsten Varianten der Zielsprache;
  • wenden verschiedene Verfahren an, um das selbstständige, eigenverantwortliche und selbst organisierte Lernen (Lerntechniken und -strategien) zu fördern;
  • verinnerlichen die für den Fremdsprachenunterricht wichtigen Fragetechniken (Lehrerfrage, Impuls, Schülerfrage usw.);
  • setzen die verschiedenen Möglichkeiten der intensiven Schulung einer angemessenen Gesprächsfähigkeit (‚meaningful interaction’) ein;
  • üben das freie Sprechen und spezielle mündliche Kommunikationsmethoden (Referate, Simulationen, Gespräche mit ‚native speakers’) besonders intensiv mit ihren Schülern;
  • machen die Schülerinnen und Schüler mit den wichtigen Erschließungstechniken für Lesetexte vertraut und befähigen sie zum zügigen Lesen auch längerer Textpassagen;
  • initiieren, fördern und begleiten imitative, reproduktive und produktive Schreibprozesse kritisch;
  • trainieren mit den Schülerinnen und Schülern prüfungsrelevante Übungsformen;
  • setzen wichtige Memorierungstechniken für Wortschatz und Grammatik ein, um den Schülern insbesondere Strategien und Techniken für die selbstständige Wortschatzarbeit und den systematischen Aufbau ihres ‚mentalen Lexikons' zu vermitteln;
  • erreichen durch ‚intelligentes Üben’ zielstrebig die Konzeptbildung bzw. Automatisierung sprachlicher Mittel und deren Speicherung im Gedächtnis;
  • nutzen verschiedene Medien (u. a. authentische, pragmatische und literarische Texte, Hörtexte, Filme, Websites, Realien) sowohl zur Vermittlung von Lerninhalten als auch als Lerngegenstand selbst, sodass die Schüler im Sinne der Medienerziehung einen kritischen Umgang mit diesen erlangen;
  • sichern aufgrund eigener hoher Medien- und Präsentationskompetenz die Durchführung eines zeitgemäßen und aktuellen Englischunterrichts;
  • trainieren den Umgang mit zeitgemäßen Medien intensiv (verantwortungsbewusste Nutzung sozialer Netzwerke und Medien, E-Mail-Kontakte, Internetprojekte, Videokonferenzen, Bloggen etc.) und im Kontext der Zielsprache;
  • vermitteln interkulturell bedeutsames Wissen, auch über die klassischen Zielsprachenländer hinaus, bahnen interkulturelle Kommunikation an und tragen zu einer offenen Einstellung gegenüber fremden Kulturen bei;
  • besuchen professionell geplant und angeleitet außerschulische Lernorte (z. B. Theater, Autorenlesungen), um für die Schülerinnen und Schüler die positiven Effekte einer Realbegegnung nutzbar zu machen.

Erzieherische Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • bedienen sich verschiedener Diagnose- und Rückmeldeverfahren, um individuelle Förderung zu betreiben und Unterrichtsprozesse zu verbessern;
  • nutzen die unterschiedlichen Formen von Leistungserhebungen im Fach Englisch sach- und schülergerecht sowie situationsangemessen;
  • hinterfragen kritisch den eigenen Unterricht mit Blick auf die didaktischen und methodischen Zielsetzungen, um die Unterrichtsqualität zu erhalten bzw. zu steigern und um dem sich wandelnden Bildungsauftrag professionell zu begegnen;
  • entwickeln eine fundierte Kritik- und Urteilsfähigkeit und bringen diese in Anwendung, indem sie dieses Bewusstsein auch bei den Schülern wecken und fördern;
  • legen eigene Ressourcen frei durch die Nutzung von Strategien zur effizienten Gestaltung des Arbeitsalltags (z. B. Ökonomie, Automatisierung, Ritualisierung), um sich auch ändernden Fachinhalten zuwenden zu können;
  • sind in ihrem Handeln Vorbilder im Umgang mit digitalen Medien;
  • leiten die Schülerinnen und Schüler auch in der Zielsprache zur Anwendung sprachlicher Sorgfalt und Genauigkeit an sowie zu einem bewussten Einsatz der vielfältigen Möglichkeiten des sprachlichen Ausdrucks.

3.5 Französisch

Fachwissenschaftliche Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • sind sich bewusst, dass die Lehrersprache eine bedeutende Vorbildfunktion hat und deshalb Korrektheit, Klarheit und Verständlichkeit unverzichtbar sind;
  • beherrschen die notwendige Fachsprache, um den wissenschaftlichen Charakter des Faches zu verdeutlichen und den Schülern auf dieser Grundlage eine fundierte, differenzierte und angemessene Ausdrucksweise zu ermöglichen;
  • beherrschen die Zielsprache Französisch im schriftlichen und mündlichen Gebrauch sicher;
  • agieren authentisch und spontan in der Zielsprache in allen potentiellen Verwendungssituationen;
  • besitzen ein umfassendes, authentisches Wissen über die Lebensweise und Kultur in Frankreich und der Frankophonie;
  • beschäftigen sich kontinuierlich mit den einschlägigen fachspezifischen Publikationen (Bücher, Zeitschriften, Filme, Websites etc.), zum Fremdsprachenunterricht für Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler;
  • setzen sich mit den Inhalten des aktuellen Lehrplans und anderer nationaler oder europäischer Richtlinien (z. B. Bildungsstandards KMK, Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen) auseinander;
  • erweitern und aktualisieren ihr Wissen in den Bereichen Grammatik, Stilistik und Idiomatik der Zielsprache beständig;
  • sind vertraut mit repräsentativen, aktuellen und auch schülergemäßen ‚bandes dessinées’, französischen Liedern, Filmen und Kürzestgeschichten;
  • perfektionieren ihre Aussprache des Französischen in Lautbildung und Intonation kontinuierlich;
  • beherrschen alle gängigen ‚expressions utiles en classe’;
  • wissen um die Bedeutung der Weiterbildung und sind bereit, beständig ihr Fachwissen zu erweitern, damit sie auch zukünftig einen hochwertigen und zeitgemäßen Unterricht erteilen können;
  • informieren sich regelmäßig über alle Institutionen im In-und Ausland, die fachspezifische Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen für Fremdsprachenlehrkräfte anbieten und suchen aktiv die Initiative zur Weiterbildung (GMF, VDF, Institut Français, Cavillam).

Fachdidaktische Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • orientieren sich bei der Planung, Gestaltung und Evaluation aller Lernprozesse an den Prinzipien des kommunikativen Fremdsprachenunterrichts auf der Basis kompetenzorientierter Aufgabenstellungen mit Lebensweltbezug;
  • sind vertraut mit zahlreichen kommunikativen Unterrichtsformen, die für die zeitgemäße Vermittlung einer Fremdsprache unverzichtbar sind;
  • kennen entwicklungspsychologische und sozialisationsbedingte (Fehl-) Vorstellungen und Verständnisschwierigkeiten bei Schülern und wissen auf diese bei der Planung von und im Unterricht einzugehen;
  • erkennen Gemeinsamkeiten, Besonderheiten und Unterschiede in der Herangehens- und Betrachtungsweise unterschiedlicher Fächer der Realschule, um fächerverbindende Schul- und Unterrichtsvorhaben zu planen und professionell durchzuführen;
  • besitzen ein hohes Können im Hinblick auf die Auswahl und Adaption von authentischen Texten und Materialien wie ‚bandes dessinées’, französische Lieder, Filme und Kürzestgeschichten, die besonders für den Französischunterricht an der Realschule geeignet sind;
  • wählen fremdsprachliches Vokabular anhand fundierter Kriterien aus und erleichtern dessen effektive Speicherung (mentales Lexikon) durch Ordnungsprinzipien;
  • vermeiden eine starke Dominanz eines Lehrwerks im Französischunterricht durch den Einsatz von lehrbuchunabhängigen, zeitgemäßen und bevorzugt authentischen Materialien;
  • bauen ihre Kenntnisse, Haltungen und Fähigkeiten als Kulturmittler stetig aus, um ‚Fachleute’ für interkulturelles Lehren und Lernen zu sein;
  • gewinnen pädagogisch-psychologisch begründete Einsichten in die Struktur und Phasierung von Einzelstunden und Unterrichtssequenzen;
  • achten auf die ausgewogene Förderung und Überprüfung der kommunikativen Fertigkeiten (Hör- und Hörsehverstehen, Leseverstehen, Sprechen, Schreiben sowie Sprachmittlung);
  • berücksichtigen die besondere Bedeutung der mündlichen Fertigkeiten und beziehen diese adäquat in die Leistungsmessung mit ein;
  • verstehen, dass die Prinzipien des kommunikativen Französischunterrichts selbstverständlich auch bei Vermittlung von Grammatik und Wortschatz stets grundlegend gelten und diese Kompetenzen altersgemäß, realitätsnah und in genuinen Kontexten erworben werden;
  • beachten bei der Planung und Gestaltung der Arbeit mit Strukturen stets den formalen und funktionalen Aspekt sowie die dienende Funktion der Grammatik;
  • konzipieren Lerninhalte und Texte adressatenbezogen und besitzen motivierende Erschließungstechniken für den gesteuerten bzw. selbsttätigen Umgang mit ihnen;
  • führen differenzierte, variantenreiche Leistungsmessungen durch, die sich nicht nur auf rein kognitive Inhalte beschränken, um dem ganzheitlichen Bildungsauftrag Rechnung zu tragen;
  • setzen die Vorgaben der Lehrpläne, amtlicher Richtlinien und Empfehlungen des ISB zu Korrektur und Bewertung schriftlicher Leistungsüberprüfungen um;
  • setzen sich mit den Vorgaben der zentralen Abschlussprüfung auseinander und lernen diese umzusetzen;
  • lernen Inhalte und organisatorische Implikationen des DELF-Zertifikats kennen und leiten daraus ihre Bedeutung für Schülermotivation und Schulprofil ab;
  • eignen sich Kriterien für die sachgerechte Analyse von Lehrwerken und Unterrichtsmaterialien an.

Methodische Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • sind in der Lage, die Zielsprache Französisch unter verschiedenen Lehr- und Lernbedingungen angemessen zu vermitteln und mit der Erst- bzw. Zweitsprache in Beziehung zu setzen;
  • machen sich mit den verschiedenen kommunikativen und kooperativen Unterrichtsformen vertraut;
  • setzen dem Lerngegenstand und der Schülerschaft angemessene Sozialformen ein, die zielgerichtetes Arbeiten erlauben und soziales Lernen begünstigen;
  • nutzen ein breites Methodenrepertoire, sodass die Motivation der Schüler gefördert und unterschiedliche Zielsetzungen angesprochen werden;
  • machen Schüler mit allen wichtigen Techniken der Entnahme von Informationen aus Lese- und Hörtexten vertraut;
  • konfrontieren die Schüler durch den Einsatz geeigneter Hörsehmaterialien mit unterschiedlichsten Varianten der Zielsprache;
  • wenden verschiedene Verfahren an, um das selbstständige, eigenverantwortliche und selbst organisierte Lernen (Lerntechniken und -strategien) zu fördern;
  • verinnerlichen die für den Fremdsprachenunterricht wichtigen Fragetechniken (Lehrerfrage, Impuls, Schülerfrage usw.);
  • setzen die verschiedenen Möglichkeiten der intensiven Schulung einer angemessenen Gesprächsfähigkeit ein;
  • nehmen eine taktvolle Korrektur von mündlichen Fehlern vor und ermitteln durch konsequente Analyse und Diagnose Defizite in schriftlicher Leistungsmessung;
  • initiieren, fördern und begleiten imitative, reproduktive und produktive Schreibprozesse kritisch;
  • trainieren mit den Schülern prüfungsrelevante Übungsformen;
  • setzen wichtige Memorierungstechniken für Wortschatz und Grammatik ein um den Schülern insbesondere Strategien und Techniken für die selbstständige Wortschatzarbeit und den systematischen Aufbau ihres ‚mentalen Lexikons' zu vermitteln;
  • erreichen durch ‚intelligentes Üben’ zielstrebig die Konzeptbildung bzw. Automatisierung sprachlicher Mittel und deren Speicherung im Gedächtnis;
  • nutzen verschiedene Medien (u.a. authentische, pragmatische Texte, literarische Kurzformen, Hörtexte, Filme, Internetseiten, Realien) sowohl zur Vermittlung von Lerninhalten als auch als Lerngegenstand selbst, sodass die Schüler im Sinne der Medienerziehung einen kritischen Umgang mit diesen erlangen;
  • sichern aufgrund eigener hoher Medien- und Präsentationskompetenz die Durchführung eines zeitgemäßen und aktuellen Französischunterrichts;
  • trainieren den Umgang mit zeitgemäßen Medien intensiv;
  • vermitteln interkulturell bedeutsames Wissen, bahnen interkulturelle Kommunikation an und tragen zu einer offenen Einstellung gegenüber fremden Kulturen bei;
  • analysieren den allgemeinen wie individuellen Förderbedarf von Schülern, um entsprechende Förder- bzw. Differenzierungsmaßnahmen zu ergreifen;
  • besuchen professionell geplant und angeleitet außerschulische Lernorte (z.B. Theater, Autorenlesungen), um für die Schüler die positiven Effekte einer Realbegegnung nutzbar zu machen;
  • wecken durch Beiträge zum Schulleben wie Wettbewerbe, Studienfahrten, Schüleraustausch Freude und Interesse am Fach Französisch;
  • reflektieren Fördermöglichkeiten des Französischen im Wettstreit mit anderen Wahlpflichtfächergruppen und setzen konkrete Handlungsalternativen innerhalb der Schule um.  

Erzieherische Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • bedienen sich verschiedener Diagnose- und Rückmeldeverfahren, um individuelle Förderung zu betreiben und Unterrichtsprozesse zu verbessern;
  • nutzen die unterschiedlichen Formen von Leistungserhebungen im Fach Französisch sach- und schülergerecht sowie situationsangemessen;
  • hinterfragen kritisch den eigenen Unterricht mit Blick auf die didaktischen und methodischen Zielsetzungen, um die Unterrichtsqualität zu erhalten bzw. zu steigern und um dem sich wandelnden Bildungsauftrag professionell zu begegnen;
  • entwickeln eine fundierte Kritik- und Urteilsfähigkeit und bringen diese in Anwendung, indem sie dieses Bewusstsein auch bei den Schülern wecken und fördern;
  • legen eigene Ressourcen frei durch die Nutzung von Strategien zur effizienten Gestaltung des Arbeitsalltags (z.B. Ökonomie, Automatisierung, Ritualisierung), um sich auch ändernden Fachinhalten zuwenden zu können;
  • sind in ihrem Handeln Vorbilder im Umgang mit digitalen Medien;
  • leiten die Schüler auch in der Zielsprache zur Anwendung sprachlicher Sorgfalt und Genauigkeit an sowie zu einem bewussten Einsatz der vielfältigen Möglichkeiten des sprachlichen Ausdrucks.

3.6 Mathematik

Fachwissenschaftliche Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • begründen den Bildungswert ihres Faches vor dem Hintergrund sowohl historischer als auch aktueller fachwissenschaftlicher Entwicklungen. Dabei verfügen sie über fundierte Kenntnisse und vertieftes Fachwissen;
  • erweitern und vertiefen ihre Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten nicht nur hinsichtlich der im Lehrplan geforderten Inhalte, um aktuelle und situationsgerechte Bezüge in den Unterricht einzubringen;
  • verfügen über die fachspezifischen prozessbezogenen Kompetenzen aus den Gegenstandsbereichen Zahlen und Operationen, Größen und Messen, Raum und Form, funktionaler Zusammenhang sowie Daten und Zufall;
  • wenden fachtypische Arbeitsweisen an (z. B. Beobachten und Beschreiben, Suchen nach Gesetzmäßigkeiten, sinnvolles Ordnen, Klassifizieren, Strukturieren, Verallgemeinern, Spezifizieren, Kombinieren, Variieren). Sie beherrschen die mathematische Fachsprache und verwenden die Fachsymbolik korrekt;
  • analysieren, strukturieren und lösen mathematische Probleme;
  • zeigen die Fähigkeit zur Modellbildung auch bei der Betrachtung anwendungsorientierter Probleme;
  • wenden abbildungs- und kongruenzgeometrische, synthetische und analytische Beweisverfahren zu Inhalten der Realschulmathematik an;
  • erwerben Fertigkeiten im Umgang mit den elektronischen Medien grafikfähiger Taschenrechner und Computer (z. B. dynamische Geometriesoftware, Tabellenkalkulation, Präsentationssoftware).

Fachdidaktische Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • besitzen ein solides und strukturiertes Wissen über fachdidaktische Positionen und Strukturierungsansätze. Sie planen und gestalten strukturierten Unterricht über einen längeren Zeitraum unter Berücksichtigung eines nachhaltigen Wissen- und Kompetenzerwerbs, durch Auswahl geeigneter Unterrichtsformen und Methoden, auf angemessenem Niveau und unter Beachtung der schulrechtlichen Vorgaben (u. a. Stundentafel, Lehrplan);
  • wählen geeignete mathematische Inhalte aus, reduzieren diese didaktisch sinnvoll, elementarisieren komplexe sowie abstrakte Sachverhalte und formulieren Problemstellungen. Sie begründen ihr Vorgehen aus der Kenntnis von historischen und aktuellen didaktischen sowie lernpsychologischen Entwicklungen;
  • leiten Schülerinnen und Schüler zum Erwerb grundlegender Kompetenzen an. Dabei verfügen sie über fundierte Kenntnisse zu Schülervorstellungen und typische Verständnisschwierigkeiten und nutzen Ergebnisse fachdidaktischer und lernpsychologischer Forschung, um diesen zu begegnen. Damit fördern sie funktionales, kausales und divergierendes Denken und initiieren bzw. begleiten kumulatives Lernen;
  • vermitteln situationsangemessene mathematische Arbeitstechniken und Strategien der Informationsbeschaffung. Sie beherrschen den Umgang mit Fachmedien sicher und setzen diese situationsgerecht und zielführend ein;
  • stellen inhaltliche Querverbindungen zu anderen Unterrichtsfächern her und verdeutlichen die Anwendbarkeit der Mathematik auf Naturwissenschaften und Technik;
  • verwenden eine altersgemäße, angemessene Sprache und Ausdrucksweise;
  • schaffen fächerübergreifende Lernsituationen. Auch historische Entwicklungen der Fachwissenschaft werden an geeigneten Stellen mit angemessenen Methoden thematisiert. Sie nutzen dabei geschichtliche Aspekte, um die Bedeutung der Mathematik für die Geistesgeschichte und die kulturelle Entwicklung zum Ausdruck zu bringen;
  • verdeutlichen die enge Verflechtung von Algebra und Geometrie als bedeutsame Hilfe für das mathematische Verständnis der Schülerinnen und Schüler.

Fachmethodische Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • nutzen gemäß den Zielsetzungen der Lernprozesse adäquate Unterrichtsmethoden;
  • befähigen Schülerinnen und Schüler Problemstellungen auf vielfältige Herangehensweisen selbsttätig zu mathematisieren und zu lösen. Dabei führen sie die Schülerinnen und Schüler auch vom anschaulich-konkreten zum abstrahierenden Denken;
  • wenden Methoden des Problemlösens an. Sie leiten Schülerinnen und Schüler dazu an, mathematische Probleme durch systematisches Probieren und Formulieren von Vermutungen zu erfassen sowie zur Lösung geeignete Verfahren auszuwählen (z. B. heuristisches Arbeitsprinzip, induktiv-deduktive Methode, analytisch-synthetische Methode, informative Figur);
  • erarbeiten und vermitteln fachspezifische Lösungsalgorithmen der Mathematik. So wenden sie den Prozess des Modellierens an, um realitätsbezogene Aufgaben zu verstehen, zu strukturieren und zu lösen. Sie berücksichtigen hierbei die Möglichkeiten der Mathematik zur Beschreibung der Realität, diskutieren die Grenzen des Modells und evaluieren ermittelte Ergebnisse;
  • verallgemeinern mathematische Aussagen, indem sie Sachverhalte situationsangemessen sowie adressatenbezogen begründen, beweisen oder widerlegen;
  • lösen geometrische Probleme mit aus der Algebra bekannten Methoden. Umgekehrt veranschaulichen und interpretieren sie algebraische Probleme mit Hilfe von geometrischen Darstellungen;
  • festigen erworbene Fertigkeiten des Schülers durch sinnvolles, vertiefendes Üben an unterschiedlichen Beispielen mit offenen und variierenden Aufgabenstellungen;
  • besitzen im Spannungsfeld zwischen formaler fachlicher Korrektheit und schülergemäßer Vereinfachung Strategien des Erklärens fachlicher Zusammenhänge;
  • setzen didaktische Schwerpunkte, um ein sachlogisch aufgebautes, systematisches und inhaltsbezogenes Lernen zu ermöglichen. Dabei planen sie kumulatives sowie langfristiges Lernen ein und greifen auf grundlegende Kompetenzen zurück;
  • sind im Einsatz von Fachmedien (Unterrichtsmedien, Präsentationsmedien, Lehr-Lern-Software, Informationssysteme, …) geübt, wissen um deren Wirkung und setzen sie zielführend ein. Sie verwenden elektronische Hilfsmittel (u. a. grafikfähiger Taschenrechner, Computer) methodisch sinnvoll und geschickt bei der Untersuchung von Zusammenhängen und bei der Problemlösung;
  • schaffen Lernumgebungen, die eigenverantwortliches Arbeiten anregen und fördern. Sie wählen zur Differenzierung geeignete Arbeits- und Sozialformen aus, so dass fachgemäße Arbeitsweisen erlernt und angewendet werden. Im Bereich der Binnendifferenzierung, individuellen Förderung und Inklusion wählen sie geeignete Methoden;
  • berücksichtigen handlungsorientierte Elemente im Unterricht. In diesem Zusammenhang werden auch geeignete Versuche geplant, durchgeführt und ausgewertet;
  • fördern neben der allgemeinen Sprachkompetenz der Schülerinnen und Schüler durch Pflege einer angemessenen fachspezifischen Sprache weitere kommunikative Kompetenzen;
  • überprüfen den Lernfortschritt sowie den Kompetenzzuwachs unter anderem durch die Erstellung, Korrektur und Bewertung geeigneter Leistungsnachweise. Dabei beachten sie schulrechtliche Vorgaben.

Erzieherische Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • wecken durch ihre Einstellung sowie ihr Auftreten Interesse und Freude an der Mathematik. Dabei vermitteln sie, dass das Fach Mathematik zum Verstehen und Gestalten der heutigen technisierten Welt einen wesentlichen Beitrag liefert;
  • verfügen über fachspezifische Diagnose- und Evaluationsverfahren, nutzen Rückmeldungsverfahren zur Förderung des Lernenden und zur Steigerung der Unterrichtsqualität;
  • leiten zum sorgfältigen und genauen Arbeiten an und fordern eine korrekte Schreib- und Sprechweise ein;
  • regen zu kreativem und intuitivem Denken als wesentlichem Merkmal der Mathematik an;
  • beurteilen fachbezogene Schülerleistungen bezüglich gezeigter Fähigkeiten und Fertigkeiten unter Berücksichtigung von Qualität und Komplexität insbesondere im Zusammenhang mit handlungsorientiertem Erkenntnisgewinn sowie naturwissenschaftlich relevantem Kompetenzerwerb. Sie nehmen Schülerinnen und Schüler hinsichtlich ihres Leistungsvermögens im Fach Mathematik differenziert wahr und beraten in Hinblick auf geeignete Fördermaßnahmen;
  • motivieren und befähigen Schülerinnen und Schüler sich situations- und sachgerecht auszudrücken, Bedingungen anzuerkennen, zu analysieren und Aussagen zu überprüfen;
  • informieren und beraten Schülerinnen und Schüler anhand von Einblicken in die Berufswelt;
  • sind sich ihrer Aufsichts- und Sorgfaltspflicht bewusst;
  • pflegen die kollegiale Kooperation und Teamarbeit;
  • vertreten ein Weltbild mit entsprechender erzieherischer und pädagogischer Verantwortung unter Berücksichtigung ethisch-moralischer sowie konfessioneller Rahmenbedingungen.

3.7 Physik

Fachwissenschaftliche Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • begründen den Bildungswert ihres Faches vor dem Hintergrund sowohl historischer als auch aktueller fachwissenschaftlicher Entwicklungen. Dabei verfügen sie über fundierte Kenntnisse und vertiefen Fachwissen;
  • erweitern und vertiefen ihre Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten nicht nur hinsichtlich der im Lehrplan geforderten Inhalte, um aktuelle und situationsgerechte Bezüge in den Unterricht einzubringen. So gestalten sie mit den Schülerinnen und Schülern Lernprozesse fachgemäß, die ihnen den Erwerb fachlicher Kompetenzen und verstehenden Zugang zu physikalischen  Aussagen und Gesetzen ermöglicht;
  • verfügen über die fachspezifischen prozessbezogenen Kompetenzen: aus den Gegenstandsbereichen Energie, Materie, Wechselwirkung und Systeme im Gleich- und Ungleichgewicht;
  • wenden fachtypische Arbeitsweisen an und nutzen ihre Fachkompetenz beim Einsatz verschiedener Arten von Modellvorstellungen und vergegenwärtigen deren Notwendigkeit, aber auch deren Grenzen.

Fachdidaktische Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • besitzen ein solides und strukturiertes Wissen über fachdidaktische Positionen und Strukturierungsansätze. Sie planen und gestalten strukturierten Unterricht über einen längeren Zeitraum unter Berücksichtigung eines nachhaltigen Wissen- und Kompetenzerwerbs, durch Auswahl geeigneter Unterrichtsformen und Methoden, auf angemessenem Niveau und unter Beachtung der schulrechtlichen Vorgaben (u. a. Stundentafel, Lehrplan);
  • wählen geeignete physikalische Inhalte aus, reduzieren diese didaktisch sinnvoll, elementarisieren komplexe sowie abstrakte Sachverhalte und formulieren Problemstellungen. Sie begründen ihr Vorgehen aus der Kenntnis von historischen und aktuellen didaktischen sowie lernpsychologischen Entwicklungen;
  • leiten Schülerinnen und Schüler zum Erwerb grundlegender Kompetenzen beim Studieren, fachgerechten Analysieren und Interpretieren sowie Formulieren von Beobachtungen und Ergebnissen an. Dabei verfügen sie über fundierte Kenntnisse zu Schülervorstellungen und typischen Verständnisschwierigkeiten und nutzen Ergebnisse fachdidaktischer und lernpsychologischer Forschung, um diesen zu begegnen. Damit fördern sie funktionales, kausales und divergierendes Denken und initiieren bzw. begleiten kumulatives Lernen;
  • legen Lernprozesse unter Verwendung der erforderlichen Fachinhalte so an, dass die Schülerinnen und Schüler an das Modellieren im Fach Physik herangeführt und mit dem Umgang von mathematischen Modellen vertraut gemacht werden;
  • vermitteln situationsangemessene physikalische Arbeitstechniken und Strategien der Informationsbeschaffung. Sie beherrschen den Umgang mit Fachmedien sicher und setzen diese situationsgerecht und zielführend ein;
  • stellen inhaltliche Querverbindungen zu anderen Unterrichtsfächern her;
  • verwenden eine altersgemäße, angemessene Sprache und Ausdrucksweise;
  • schaffen fächerübergreifende Lernsituationen. Auch historische Entwicklungen der Fachwissenschaft werden an geeigneten Stellen mit angemessenen Methoden thematisiert.

Fachmethodische Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • beachten stets die Bestimmung zur Sicherheit im Physikunterricht; 
  • nutzen gemäß den Zielsetzungen der Lernprozesse adäquate Unterrichtsmethoden für die effektive Durchführung und Auswertung der Experimente;
  • planen und realisieren einen dynamischen, motivierenden, entdeckenden und kompetenzorientierten Physikunterricht unter Berücksichtigung der pädagogischen Voraussetzungen und des Vorwissens der Schülerinnen und Schüler;
  • stellen die Bedeutung, die Vielfalt und Einsatzmöglichkeiten von Experimenten fest und wenden auch moderne Möglichkeiten wie z. B. digitale Messwerterfassung, Umgang mit Tablets und Smartphones usw. an;
  • festigen erworbene Fertigkeiten der Schülerinnen und Schülerinnen durch sinnvolles, vertiefendes Üben an unterschiedlichen Beispielen mit offenen und variierenden Aufgabenstellungen;
  • besitzen im Spannungsfeld zwischen formaler fachlicher Korrektheit und schülergemäßer Vereinfachung Strategien des Erklärens fachlicher Zusammenhänge;
  • setzen didaktische Schwerpunkte, um ein sachlogisch aufgebautes, systematisches und inhaltsbezogenes Lernen zu ermöglichen. Dabei planen sie kumulatives sowie langfristiges Lernen ein und greifen auf grundlegende Kompetenzen zurück;
  • sind im Einsatz von Fachmedien (Unterrichtsmedien, Präsentationsmedien, Lehr-Lern-Software, Informationssysteme, …) geübt, wissen um deren Wirkung und setzen sie zielführend ein. Sie verwenden elektronische Hilfsmittel (u. a. grafikfähiger Taschenrechner, Computer) methodisch sinnvoll und geschickt bei der Untersuchung von Zusammenhängen und bei der Problemlösung;
  • schaffen Lernumgebungen, die eigenverantwortliches Arbeiten anregen und fördern. Sie wählen zur Differenzierung geeignete Arbeits- und Sozialformen aus, so dass fachgemäße Arbeitsweisen erlernt und angewendet werden, z.B. Messergebnisse ökonomisch und situationsgerecht auswerten (grafische, numerische und verbale Auswertung – Messgenauigkeit und gültige Ziffern). Im Bereich der Binnendifferenzierung, individuellen Förderung und Inklusion wählen sie geeignete Methoden;
  • berücksichtigen handlungsorientierte Elemente im Unterricht;
  • fördern neben der allgemeinen Sprachkompetenz der Schülerinnen und Schüler durch Pflege einer angemessenen fachspezifischen Sprache weitere kommunikative Kompetenzen;
  • überprüfen den Lernfortschritt sowie den Kompetenzzuwachs unter anderem durch die Erstellung, Korrektur und Bewertung geeigneter Leistungsnachweise. Dabei beachten sie schulrechtliche Vorgaben.

Erzieherische Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • verfügen über fachspezifische Diagnose- und Evaluationsverfahren, nutzen Rückmeldungsverfahren zur Förderung des Lernenden und zur Steigerung der Unterrichtsqualität;
  • leiten zum sorgfältigen und genauen Arbeiten an und fordern eine korrekte Schreib- und Sprechweise ein;
  • hinterfragen und fördern ihre fundierte Fachkompetenz, ihre physikalischen Denk- und Arbeitsweisen und realisieren die Notwendigkeit des Denkens in Zusammenhängen;
  • beurteilen fachbezogene Schülerleistungen bezüglich gezeigter Fähigkeiten, Fertigkeiten unter Berücksichtigung von Qualität und Komplexität insbesondere im Zusammenhang mit handlungsorientiertem Erkenntnisgewinn sowie naturwissenschaftlich relevantem Kompetenzerwerb. Sie nehmen Schülerinnen und Schüler hinsichtlich ihres Leistungsvermögens im Fach Physik differenziert wahr und beraten in Hinblick auf geeignete Fördermaßnahmen;
  • motivieren und befähigen Schülerinnen und Schüler sich situations- und sachgerecht auszudrücken, Bedingungen anzuerkennen, zu analysieren und Aussagen zu überprüfen;
  • informieren und beraten Schülerinnen und Schüler anhand von Einblicken in die Berufswelt;
  • sind sich ihrer Aufsichts- und Sorgfaltspflicht bewusst. Sie beachten grundsätzlich Sicherheitsaspekte im Physikunterricht und gehen sorgfältig und ordentlich mit Versuchsgeräten um;
  • pflegen die kollegiale Kooperation und Teamarbeit;
  • vertreten ein Weltbild mit entsprechender erzieherischer und pädagogischer Verantwortung unter Berücksichtigung ethisch-moralischer sowie konfessioneller Rahmenbedingungen;
  • informieren sich ständig über die aktuellen Entwicklungen der Fachwissenschaft, lassen diese lehrplan- und schülergerecht in ihren Unterricht einfließen und vertiefen ihre Kenntnisse über physikalische Anwendungen in der Technik.

3.8 Chemie

Fachwissenschaftliche Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • begründen den Bildungswert ihres Faches vor dem Hintergrund sowohl historischer als auch aktueller fachwissenschaftlicher Entwicklungen. Dabei verfügen sie über fundierte Kenntnisse und vertiefen Fachwissen;
  • besitzen ein Überblickswissen zu den aktuellen grundlegenden Fragestellungen der Chemie und ein Metawissen zu wichtigen historischen und wissenschaftstheoretischen Konzepten;
  • haben ein hinreichendes Fachwissen aus den Nachbardisziplinen (Biologie und Physik) und fächerübergreifenden Themen;
  • erweitern und vertiefen ihre Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten nicht nur hinsichtlich der im Lehrplan geforderten Inhalte, um aktuelle und situationsgerechte Bezüge in den Unterricht einzubringen;
  • beherrschen die chemische Fachsprache;
  • verfügen über die fachspezifischen prozessbezogenen Kompetenzen;
  • besitzen die notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten im Experimentieren und in der Handhabung schultypischer Geräte, Materialien und Medien;
  • erwerben ausreichend Erfahrung und die erforderliche Sicherheit im Umgang mit Gefahrstoffen im Chemieunterricht (Richtlinien zur Sicherheit im Unterricht);
  • wenden fachtypische Arbeitsweisen an;
  • verfügen über fachspezifische Arbeitsmethoden (z.B. Beobachten, Klassifizieren, Messen, Daten erfassen und interpretieren, Hypothesen und Modelle aufstellen) und sind mit der Anwendung dieser Methoden in zentralen Bereichen der Chemie vertraut.

Fachdidaktische Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • besitzen ein solides und strukturiertes Wissen über fachdidaktische Positionen und Strukturierungsansätze. Sie planen und gestalten strukturierten Unterricht über einen längeren Zeitraum unter Berücksichtigung eines nachhaltigen Wissen- und Kompetenzerwerbs, durch Auswahl geeigneter Unterrichtsformen und Methoden, auf angemessenem Niveau und unter Beachtung der schulrechtlichen Vorgaben (u.a. Stundentafel, Lehrplan);
  • wählen geeignete chemische Inhalte aus, reduzieren diese didaktisch sinnvoll, elementarisieren komplexe sowie abstrakte Sachverhalte und formulieren Problemstellungen. Sie begründen ihr Vorgehen aus der Kenntnis von historischen und aktuellen didaktischen sowie lernpsychologischen Entwicklungen;
  • verfügen über Erkenntnismethoden der Chemie (z. B. Reduktion, Induktion, Deduktion, Idealisierung, Modellierung, Mathematisierung, experimentelle Überprüfung) und sind mit der Anwendung dieser Verfahren in zentralen Bereichen der Chemie vertraut;
  • leiten Schülerinnen und Schüler zum Erwerb grundlegender Kompetenzen an. Dabei verfügen sie über fundierte Kenntnisse zu Schülervorstellungen und typischen Verständnisschwierigkeiten und nutzen Ergebnisse fachdidaktischer und lernpsychologischer Forschung, um diesen zu begegnen. Damit fördern sie funktionales, kausales und divergierendes Denken und initiieren bzw. begleiten kumulatives Lernen;
  • vermitteln situationsangemessene chemische Arbeitstechniken und Strategien der Informationsbeschaffung. Sie beherrschen den Umgang mit Fachmedien sicher und setzen diese situationsgerecht und zielführend ein;
  • stellen inhaltliche Querverbindungen zu anderen Unterrichtsfächern her;
  • verwenden eine altersgemäße, angemessene Sprache und Ausdrucksweise;
  • schaffen fächerübergreifende Lernsituationen. Auch historische Entwicklungen der Fachwissenschaft werden an geeigneten Stellen mit angemessenen Methoden thematisiert.

Fachmethodische Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • beachten stets die Bestimmungen zur Sicherheit im Chemieunterricht;
  • nutzen gemäß den Zielsetzungen der Lernprozesse adäquate Unterrichtsmethoden;
  • festigen erworbene Fertigkeiten der Schülerinnen und Schüler durch sinnvolles, vertiefendes Üben an unterschiedlichen Beispielen mit offenen und variierenden Aufgabenstellungen;
  • besitzen im Spannungsfeld zwischen formaler fachlicher Korrektheit und schülergemäßer Vereinfachung Strategien des Erklärens fachlicher Zusammenhänge;
  • setzen didaktische Schwerpunkte, um ein sachlogisch aufgebautes, systematisches und inhaltsbezogenes Lernen zu ermöglichen. Dabei planen sie kumulatives sowie langfristiges Lernen ein und greifen auf grundlegende Kompetenzen zurück;
  • sind im Einsatz von Fachmedien (Unterrichtsmedien, Präsentationsmedien, Lehr-Lern-Software, Informationssysteme, …) geübt, wissen um deren Wirkung und setzen sie zielführend ein;
  • schaffen Lernumgebungen, die eigenverantwortliches Arbeiten anregen und fördern. Sie wählen zur Differenzierung geeignete Arbeits- und Sozialformen aus, so dass fachgemäße Arbeitsweisen erlernt und angewendet werden. Im Bereich der Binnendifferenzierung, individuellen Förderung und Inklusion wählen sie geeignete Methoden;
  • berücksichtigen handlungsorientierte Elemente im Unterricht;
  • fördern neben der allgemeinen Sprachkompetenz der Schülerinnen und Schüler durch Pflege einer angemessenen fachspezifischen Sprache weitere kommunikative Kompetenzen;
  • überprüfen den Lernfortschritt sowie den Kompetenzzuwachs unter anderem durch die Erstellung, Korrektur und Bewertung geeigneter Leistungsnachweise. Dabei beachten sie schulrechtliche Vorgaben.

Erzieherische Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • verfügen über fachspezifische Diagnose- und Evaluationsverfahren, nutzen Rückmeldungsverfahren zur Förderung des Lernenden und zur Steigerung der Unterrichtsqualität;
  • leiten zum sorgfältigen und genauen Arbeiten an und fordern eine korrekte Schreib- und Sprechweise ein;
  • beurteilen fachbezogene Schülerleistungen bezüglich gezeigter Fähigkeiten, Fertigkeiten unter Berücksichtigung von Qualität und Komplexität insbesondere im Zusammenhang mit handlungsorientiertem Erkenntnisgewinn sowie naturwissenschaftlich relevantem Kompetenzerwerb. Sie nehmen Schülerinnen und Schüler hinsichtlich ihres Leistungsvermögens im Fach Chemie differenziert wahr und beraten in Hinblick auf geeignete Fördermaßnahmen;
  • motivieren und befähigen Schülerinnen und Schüler sich situations- und sachgerecht auszudrücken, Bedingungen anzuerkennen, zu analysieren und Aussagen zu überprüfen;
  • informieren und beraten Schülerinnen und Schüler anhand von Einblicken in die Berufswelt;
  • sind sich ihrer Aufsichts- und Sorgfaltspflicht bewusst;
  • pflegen die kollegiale Kooperation und Teamarbeit;
  • vertreten ein Weltbild mit entsprechender erzieherischer und pädagogischer Verantwortung unter Berücksichtigung ethisch-moralischer sowie konfessioneller Rahmenbedingungen.

3.9 Biologie

Fachwissenschaftliche Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • begründen den Bildungswert ihres Faches vor dem Hintergrund sowohl historischer als auch aktueller fachwissenschaftlicher Entwicklungen. Dabei verfügen sie über fundierte Kenntnisse und vertiefen Fachwissen;
  • stellen ausgehend von Fragen und Problemen aus der Lebens- und Erfahrungswelt der Schülerinnen und Schüler didaktisch sinnvolle Bezüge zu den biologischen Basiskonzepten auch zwischen Inhalten unterschiedlicher Jahrgangsstufen her, regen zu systematischem Fragen nach Ursachen und Bedeutungen an. Sie fördern so ein Denken in grundlegenden biologischen Zusammenhängen und machen deren Bedeutung für den Lebensalltag bewusst;
  • verknüpfen kognitive Inhalte mit affektiven Zielen sorgfältig und wirken dadurch über eine reine kognitive Stoffvermittlung hinaus. Auf diese Weise geben sie Hilfestellung, die Vielfalt der lebendigen Welt sinnvoll zu ordnen, tragen zur Persönlichkeitsentwicklung bei und wirken vor allem im Bereich der Gesundheitsförderung, der Familien- und Sexualerziehung und der Bildung für nachhaltige Entwicklung auf angemessenes Verhalten hin;
  • berücksichtigen rechtliche Bestimmungen, die den Biologieunterricht betreffen, insbesondere in den Bereichen der Familien- und Sexualerziehung, der Bildung für nachhaltige Entwicklung, der Sucht- und Drogenprävention, der Sicherheit im naturwissenschaftlichen Unterricht und der audiovisuellen Unterrichtsmedien;
  • verfügen über grundlegende Kenntnisse aus weiteren naturwissenschaftlichen Fachgebieten, um biologische Zusammenhänge umfassend zu erklären und fächerverbindende Unterrichtsvorhaben zu gestalten;
  • erweitern und vertiefen ihre Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten nicht nur hinsichtlich der im Lehrplan geforderten Inhalte, um aktuelle und situationsgerechte Bezüge in den Unterricht einzubringen;
  • setzen sich sowohl mit historischen als auch mit aktuellen Entwicklungen und Bezügen, die das Fach Biologie betreffen, kritisch auseinander, um deren Bedeutung für die Erkenntnisgewinnung und die ethisch-moralische Tragweite einzuschätzen und sie ggf. für unterrichtliche Zwecke aufzubereiten;
  • verfügen über die fachspezifischen prozessbezogenen Kompetenzen: stellen den naturwissenschaftlichen Weg der Erkenntnisgewinnung in den Mittelpunkt des Biologieunterrichts;
  • wenden fachtypische Erkenntnismethoden an.

Fachdidaktische Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • besitzen ein solides und strukturiertes Wissen über fachdidaktische Positionen und Strukturierungsansätze. Sie planen und gestalten strukturierten Unterricht über einen längeren Zeitraum unter Berücksichtigung eines nachhaltigen Kompetenzerwerbs, durch Auswahl geeigneter Unterrichtsformen und Methoden, auf angemessenem Niveau und unter Beachtung der schulrechtlichen Vorgaben (u. a. Stundentafel, Lehrplan);
  • ermöglichen den Schülerinnen und Schülern originale Begegnungen mit Naturphänomenen bzw. Naturobjekten, um sie auf diese Weise zu verantwortungsbewusstem Verhalten der Natur gegenüber anzuleiten;
  • wählen geeignete biologische Inhalte aus, reduzieren diese didaktisch sinnvoll und formulieren Problemstellungen. Sie begründen ihr Vorgehen aus der Kenntnis von historischen und aktuellen didaktischen sowie lernpsychologischen Entwicklungen;
  • leiten Schülerinnen und Schüler zum Erwerb grundlegender Kompetenzen an. Dabei verfügen sie über fundierte Kenntnisse zu Schülervorstellungen und typischen Verständnisschwierigkeiten. Sie nutzen Ergebnisse fachdidaktischer und lernpsychologischer Forschung, um diesen zu begegnen. Damit fördern sie funktionales, kausales und divergierendes Denken und initiieren bzw. begleiten kumulatives Lernen;
  • vermitteln situationsangemessene biologische Arbeitstechniken und Strategien der Informationsbeschaffung. Sie beherrschen den Umgang mit Fachmedien sicher und setzen diese situationsgerecht und zielführend ein;
  • stellen inhaltliche Querverbindungen zu anderen Unterrichtsfächern her;
  • verwenden eine altersgemäße, angemessene Sprache und Ausdrucksweise, d. h. sie beschreiben biologische Phänomene einerseits fachlich exakt und verwenden andererseits Fachbegriffe ökonomisch und stets schülerverständlich;
  • schaffen fächerübergreifende Lernsituationen. Auch historische Entwicklungen der Fachwissenschaft werden an geeigneten Stellen mit angemessenen Methoden thematisiert;
  • gestalten biologische Themen für außerunterrichtliche Veranstaltungen situations- und adressatengerecht und präsentieren dadurch das Fach Biologie nicht nur gegenüber den Schülern, sondern ebenfalls gegenüber Eltern und der Öffentlichkeit durch geeignete Maßnahmen, Veranstaltungen, naturwissenschaftliche Wettbewerbe, Projekte sowie entsprechende Pressearbeit, damit die damit verbunden biologischen Anliegen auf fruchtbaren Boden fallen.

Fachmethodische Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • beachten stets die einschlägigen Bestimmungen (Richtlinien zur Sexualerziehung; Sicherheitsbestimmungen etc.) im Biologieunterricht;
  • nutzen gemäß den Zielsetzungen der Lernprozesse adäquate Unterrichtsmethoden;
  • setzen die Beobachtung, den Vergleich, das Experiment sowie die Modellverwendung im Rahmen naturwissenschaftlicher Untersuchungen als fachgemäße Erkenntnismethoden gezielt ein;
  • festigen erworbene Fertigkeiten der Schülerinnen und Schüler durch sinnvolles, vertiefendes Üben an unterschiedlichen Beispielen mit offenen und variierenden Aufgabenstellungen;
  • organisieren, planen und leiten Schülerübungen als wichtigen Bestandteil des Biologieunterrichts an, um fachliche Erkenntnisse zu gewinnen, anzuwenden und zu vertiefen;
  • besitzen im Spannungsfeld zwischen formaler fachlicher Korrektheit und schülergemäßer Vereinfachung Strategien des Erklärens fachlicher Zusammenhänge;
  • setzen didaktische Schwerpunkte, um ein sachlogisch aufgebautes, systematisches und inhaltsbezogenes Lernen zu ermöglichen. Dabei planen sie kumulatives sowie langfristiges Lernen ein und greifen auf grundlegende Kompetenzen zurück;
  • sind im Einsatz von Fachmedien (Unterrichtsmedien, Präsentationsmedien, Lehr-Lern-Software, Informationssysteme, …) geübt, wissen um deren Wirkung und setzen sie zielführend ein;
  • schaffen Lernumgebungen, die eigenverantwortliches Arbeiten anregen und fördern. Sie wählen zur Differenzierung geeignete Arbeits- und Sozialformen aus, so dass fachgemäße Erkenntnismethoden und Arbeitstechniken erlernt und angewendet werden. Im Bereich der Binnendifferenzierung, individuellen Förderung und Inklusion wählen sie geeignete Methoden;
  • berücksichtigen handlungsorientierte Elemente im Unterricht;
  • nutzen prozessbezogene Kompetenzen wie u.a. Mikroskopieren, Bestimmen, Nachweisen, Messen, Präparieren, Sezieren als allgemeine und fachgemäße Arbeitstechniken zielführend im Unterrichtsprozess für den Erkenntnisgewinn bzw. zur Problemlösung;
  • berücksichtigen bei naturwissenschaftlichen Untersuchungen die Hygiene- und die Sicherheitsbestimmungen sowie die Anweisungen zur Handhabung biologischer Arbeitsstoffe. Bei Besuchen außerschulischer Lernorte erfüllen sie die einschlägigen Vorschriften des gesetzlichen Unfallversicherers;
  • fördern neben der allgemeinen Sprachkompetenz der Schülerinnen und Schüler durch Pflege einer angemessenen fachspezifischen Sprache weitere kommunikative Kompetenzen;
  • nutzen grundlegende naturwissenschaftlichen Strategien wie die Interpretation und die Erstellung von Diagrammen, das Protokollieren von Ergebnissen und Arbeitsabläufen, die Befragung von Experten sowie die fachliche Recherche im Internet zum Erkenntnisgewinn, zur Veranschaulichung und zur Dokumentation;
  • überprüfen den Lernfortschritt sowie den Kompetenzzuwachs unter anderem durch die Erstellung, Korrektur und Bewertung geeigneter Leistungsnachweise. Dabei beachten sie schulrechtliche Vorgaben.

Erzieherische Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • verfügen über fachspezifische Diagnose- und Evaluationsverfahren, nutzen Rückmeldungsverfahren zur Förderung des Lernenden und zur Steigerung der Unterrichtsqualität;
  • leiten zum sorgfältigen und genauen Arbeiten an und fordern eine korrekte Schreib- und Sprechweise ein;
  • beurteilen fachbezogene Schülerleistungen bezüglich gezeigter Fähigkeiten, Fertigkeiten unter Berücksichtigung von Qualität und Komplexität insbesondere im Zusammenhang mit handlungsorientiertem Erkenntnisgewinn sowie naturwissenschaftlich relevantem Kompetenzerwerb. Sie nehmen Schülerinnen und Schüler hinsichtlich ihres Leistungsvermögens im Fach Biologie differenziert wahr und beraten in Hinblick auf geeignete Fördermaßnahmen;
  • motivieren und befähigen Schülerinnen und Schüler sich situations- und sachgerecht auszudrücken, Bedingungen anzuerkennen, zu analysieren und Aussagen zu überprüfen;
  • beraten Schülerinnen und Schüler über biologisch ausgerichtete Arbeitsbereiche sowie über einschlägige Zugangswege und Ausbildungsmöglichkeiten durch weiterführende betriebliche, schulische, fachhochschulgebundene oder hochschulspezifische Angebote;
  • sind sich ihrer Aufsichts- und Sorgfaltspflicht bewusst;
  • pflegen die kollegiale Kooperation und Teamarbeit;
  • vertreten ein Weltbild mit entsprechender erzieherischer und pädagogischer Verantwortung unter Berücksichtigung ethisch-moralischer sowie konfessioneller Rahmenbedingungen;
  • wirken mit der entsprechenden Authentizität und Integrität als Multiplikatoren im Bereich der Umweltbildung sowie der schulischen Aufklärungs- und Präventionsarbeit auch unter Einbeziehung geeigneter externer Fachexperten;
  • übernehmen schulische Sonderaufgaben mit biologischer Relevanz und wirken aktiv an der Gestaltung des Schullebens sowie des Schulumfeldes mit;
  • beurteilen Maßnahmen der Prävention von Erkrankungen, der Suchtprophylaxe sowie der Salutogenese im Rahmen ihrer fachlichen Kompetenz;
  • verfügen über angemessene Kenntnisse bezüglich des Natur-, Arten-, Umwelt sowie Biosphärenschutzes und fördern die schulische Erziehung der Schülerinnen und Schüler hin zu einer ökologischen Lebensführung, zur Ressourcenschonung sowie zur Nachhaltigkeit in der Verwendung von Rohstoffen.

3.10 Geschichte

Fachwissenschaftliche Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • verfügen über ein strukturiertes Fachwissen sowie grundlegende Kenntnisse der schul- und unterrichtsrelevanten Themengebiete und erweitern und vertiefen diese, um kompetent und flexibel Unterrichtsprozesse zu gestalten;
  • erkennen, wie ihr Fach zu den fächerübergreifenden Bildungs- und Erziehungszielen beitragen kann und setzen dies in unterrichtliches Handeln um;
  • begründen den Bildungswert ihres Faches vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen;
  • sind in der Lage, historische Strukturen und Zusammenhänge zu erkennen, um durch die Gestaltung fachgemäßer Lernprozesse den Schülerinnen und Schülern den Erwerb von Fach- und Urteilskompetenz zu ermöglichen;
  • verstehen es Geschichte so zu vermitteln, dass die Schülerinnen und Schüler mit ihrem Wissen daraus historisch-politische Prozesse der Gegenwart verstehen, einordnen und beurteilen können;
  • setzen sich mit geschichtlichen Ereignissen und Prozessen im Sinne der Multiperspektivität kritisch auseinander und entsprechen so dem persönlichen Orientierungsbedürfnis der Schülerinnen und Schüler in der medialen Geschichtskultur;
  • begreifen ihr Fach als Leitfach für die politische Bildung, engagieren sich innerhalb und außerhalb der Schule für die Anliegen des Faches und tragen so zur Schulentwicklung und zur Profilbildung ihrer Schule bei;
  • bringen ihre Fachkompetenz in das Schulleben ein, indem sie z.B. durch die Aufarbeitung aktueller historischer Ereignisse und Gedenktage die historisch-politische Bildung der Schulfamilie fördern.

Fachdidaktische Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • verfügen über umfassende Kenntnisse zum Lehrplan, um die im Fachlehrplan festgelegten Inhalte sinnvoll über das Schuljahr zu verteilen und didaktisch begründete Schwerpunkte setzen zu können;
  • nutzen geeignete Hilfsmittel für die effektive Vorbereitung der einzelnen Unterrichtsstunden;
  • planen und strukturieren den Unterricht in sinnvollen Einheiten und legen Lernprozesse unter Berücksichtigung des Prinzips der didaktischen Reduktion so an, dass die Schülerinnen und Schüler die im Fachlehrplan ausgewiesenen Kompetenzniveaus nachhaltig erreichen;
  • nutzen Möglichkeiten der Differenzierung und werden so den unterschiedlichen Begabungspotentialen der Schülerinnen und Schüler gerecht;
  • steuern den Lernprozess mittels vielfältiger Formen des Feedbacks;
  • entwerfen sinnvolle Leistungserhebungen, um den Kompetenzerwerb bei den Schülerinnen und Schülern zu prüfen und verfügen über eindeutige und nachvollziehbare Bewertungskriterien;
  • reflektieren ihren eigenen Unterricht, um die eigenen Unterrichtskompetenzen fortlaufend zu verbessern und zu optimieren;
  • erkennen Gemeinsamkeiten, Besonderheiten und Unterschiede in der Herangehens- und Betrachtungsweise der Fächer, um fächerverbindenden Schul- und Unterrichtsvorhaben anzustoßen und professionell durchzuführen;
  • kennen den aktuellen Stand der Geschichtsdidaktik und setzen sich mit deren Entwicklungen, v.a. im Hinblick auf reflektierten Geschichtsunterricht, Geschichtskultur und Geschichtsbewusstsein, kritisch auseinander;
  • ermöglichen auf der Grundlage eines exemplarischen und problemorientierten Geschichtsunterrichts den Schülerinnen und Schüler eine vertiefte, werteorientierte Sichtweise historischer Zusammenhänge, um deren Urteilskompetenz gezielt zu fördern;
  • ermöglichen den Schülerinnen und Schülern, durch die Anbahnung von Empathie in Verbindung mit konkretem Lebensweltbezug einen multiperspektivischen Blick auf historische Ereignisse und so ein fundiertes Sach- und Werturteil zu entwickeln.

Methodische Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • festigen und erweitern ihre Kenntnisse über unterschiedliche Arbeits- und Sozialformen sowie methodische Möglichkeiten und setzen diese gemäß der jeweiligen Zielsetzung des Lernprozesses adäquat ein;
  • beherrschen eine schüler- und zielorientierte Gesprächsführung und bedienen sich einer situationsgerechten Frage- und Impulstechnik, um den Lernprozess effektiv und zielgerichtet zu steuern;
  • stellen eigene Unterrichtsmaterialien (z.B. Arbeitsblätter, Modelle von Bauten oder technischen Errungenschaften, historische Brettspiele) her, um den jeweiligen Lernprozess vielseitig, anschaulich und individuell zu gestalten;
  • leiten die Schülerinnen und Schüler dazu an, zunehmend selbstständig eigene fachbezogene Fragestellungen zu entwickeln, zu deren Beantwortung Recherchen durchzuführen und anschließend ihre Ergebnisse zu präsentieren;
  • besuchen professionell geplant und angeleitet außerschulische Lernorte (z.B. Gedenkstätten, historische Gebäude, Museen) bzw. laden Experten zu sich in den Unterricht ein, um für die Schülerinnen und Schüler die positiven Effekte einer Realbegegnung nutzbar zu machen;
  • nutzen Medien (z.B. Karikaturen, historische Filme oder Comics) zur Impulsgebung, Motivation und Erarbeitung und überprüfen dabei deren fachliche und didaktische Relevanz;
  • vermitteln den Schülerinnen und Schülern die spezifisch historischen Arbeitstechniken (Analyse von Schrift-, Bildquellen sowie Geschichtskarten) und leiten sie so zu entdeckend-forschendem Lernen an;
  • befähigen die Schülerinnen und Schüler zum kritischen Umgang mit historischen Informationen aus traditionellen Fundstellen und Internet-Quellen und ermöglichen somit die Anbahnung eines reflektierten Geschichtsbewusstseins;
  • beherrschen den Umgang mit sozial-kooperativen Arbeitstechniken um die Schülerinnen und Schüler in die Lage zu versetzen, sowohl historische Sachkompetenz als auch historische Urteilskompetenz selbstständig zu entwickeln.

Erzieherische Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • zeigen sich im Umgang mit allen am Schulleben Beteiligten teamfähig, kooperations- und hilfsbereit und entwickeln damit Schule weiter;
  • entwickeln die Fähigkeit, sich selbst und die Schülerinnen und Schüler für fachliche Fragestellungen zu motivieren und so Interesse, Wertschätzung und Begeisterung für das Fach zu wecken;
  • begegnen den Schülerinnen und Schülern als Vorbild in Bezug auf die Grundwerte in unserer Gesellschaft und ermutigen sie zu freier Meinungsäußerung und Zivilcourage;
  • engagieren sich für die Belange des Faches Geschichte innerhalb und außerhalb der Schule, um Geschichtsbewusstsein und Geschichtskultur zu fördern und damit auch einen Beitrag zum Schulprofil zu leisten;
  • reflektieren ihre Rolle als Lehrer vor dem Hintergrund der Wertvorstellungen im demokratischen Rechtsstaat, um die Schülerinnen und Schüler für einen multiperspektivischen Zugang zur Geschichte zu sensibilisieren;
  • nutzen ihr historisches Wissen in Bezug auf demokratiegefährdende gesellschaftliche Tendenzen, um ihrer politisch-gesellschaftlichen Vorbildrolle gerecht zu werden und sich aktiv gegen Bedrohungen des freiheitlich-demokratischen Rechtsstaats einzusetzen;
  • vermitteln Freude und Interesse am Fach Geschichte und werden so ihrer Vorbildrolle gerecht.

3.11 Geographie

Fachwissenschaftliche Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • verfügen über ein strukturiertes Fachwissen sowie grundlegende Kenntnisse der schul- und unterrichtsrelevanten Themengebiete und erweitern und vertiefen diese, um kompetent und flexibel Unterrichtsprozesse zu gestalten;
  • erkennen, wie ihr Fach zu den fächerübergreifenden Bildungs- und Erziehungszielen beitragen kann und setzen dies in unterrichtliches Handeln um;
  • begründen den Bildungswert ihres Faches vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen;
  • bedienen sich einer geographischen Fachsprache und fordern diese auch von ihren Schülerinnen und Schülern ein;
  • informieren sich regelmäßig über aktuelle, geographisch relevante Ereignisse und Geschehnisse und integrieren diese in ihren Unterricht, um dem Aktualitätsprinzip der Geographie Rechnung zu tragen.

Fachdidaktische Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • verfügen über umfassende Kenntnisse zum Lehrplan, um die im Fachlehrplan festgelegten Inhalte sinnvoll über das Schuljahr zu verteilen und didaktisch begründete Schwerpunkte setzen zu können;
  • nutzen geeignete Hilfsmittel für die effektive Vorbereitung der einzelnen Unterrichtsstunden;
  • planen und strukturieren den Unterricht in sinnvollen Einheiten und legen Lernprozesse unter Berücksichtigung des Prinzips der didaktischen Reduktion so an, dass die Schülerinnen und Schüler die im Fachlehrplan ausgewiesenen Kompetenzniveaus nachhaltig erreichen;
  • nutzen Möglichkeiten der Differenzierung und werden so den unterschiedlichen Begabungspotentialen der Schülerinnen und Schüler gerecht;
  • steuern den Lernprozess mittels vielfältiger Formen des Feedbacks;
  • entwerfen sinnvolle Leistungserhebungen, um den Kompetenzerwerb bei den Schülerinnen und Schülern zu prüfen, und verfügen über eindeutige und nachvollziehbare Bewertungskriterien;
  • reflektieren ihren eigenen Unterricht, um die eigenen Unterrichtskompetenzen fortlaufend zu verbessern und zu optimieren;
  • erkennen Gemeinsamkeiten, Besonderheiten und Unterschiede in der Herangehens- und Betrachtungsweise der Fächer, um fächerverbindende Schul- und Unterrichtsvorhaben anzustoßen und professionell durchzuführen;
  • binden die räumliche Orientierungskompetenz (Topographie) stets so mit ein, dass weitere Kompetenzen (fachliches Wissen und Inhalte, Methoden, Kommunikation, Bewertung und Handlung) damit verknüpft werden können;
  • legen ihren Unterricht problemorientiert an, indem sie von konkreten und realen geographischen Phänomenen und Fragestellungen ausgehen, die die Schülerinnen und Schüler zunehmend eigenständig bearbeiten, um mögliche Lösungen aufzuzeigen und ggf. im Rahmen der eigenen Möglichkeiten zu handeln;
  • leiten die Schülerinnen und Schüler dazu an, die im Unterricht gewonnenen Erkenntnisse weitgehend selbstständig auf andere Raumbeispiele zu übertragen (Prinzip des Exemplarischen und des Transfers);
  • nutzen die Möglichkeiten der Schulgeographie als Zentrierungsfach, um insbesondere in Form von Projekten fächerübergreifend bzw. fächerverbindend zu arbeiten;
  • verfügen über Kenntnisse vom Aufbau einer Geographiesammlung und sind in der Lage, diese selbstständig zu betreuen.

Methodische Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • festigen und erweitern ihre Kenntnisse über unterschiedliche Arbeits- und Sozialformen sowie Unterrichtsmethoden und setzen diese gemäß der jeweiligen Zielsetzung des Lernprozesses adäquat ein;
  • beherrschen eine schüler- und zielorientierte Gesprächsführung und bedienen sich einer situationsgerechten Frage- und Impulstechnik, um den Lernprozess effektiv und zielgerichtet zu steuern;
  • stellen eigene Unterrichtsmaterialien (z.B. Arbeitsblätter, Modelle, Spiele) her, um den jeweiligen Lernprozess vielseitig, anschaulich und individuell zu gestalten;
  • leiten die Schülerinnen und Schüler dazu an, zunehmend selbstständig eigene fachbezogene Fragestellungen zu entwickeln, zu deren Beantwortung Recherchen durchzuführen und anschließend ihre Ergebnisse zu präsentieren;
  • besuchen, professionell geplant und angeleitet, außerschulische Lernorte, nutzen die vielfältigen Möglichkeiten von geographischen Exkursionen bzw. laden Experten zu sich in den Unterricht ein, um für die Schülerinnen und Schüler die positiven Effekte einer Realbegegnung nutzbar zu machen;
  • nutzen in einem medienzentrierten Fach wie der Geographie die Bandbreite und die Vielfalt sowohl klassischer als auch digitaler Medien und reflektieren dabei deren fachliche und didaktische Relevanz;
  • verfügen über fundierte Kenntnisse zu den geographischen Arbeitsmethoden und leiten die Schülerinnen und Schüler dazu an, diese eigenständig anzuwenden, um die Methodenkompetenz zu fördern;
  • achten innerhalb des Stundenverlaufs auf die richtige Dramaturgie und den Aufbau eines Spannungsbogens, um eine hohe Motivation der Schülerinnen und Schüler zu erreichen.

Erzieherische Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • zeigen sich im Umgang mit allen am Schulleben Beteiligten teamfähig, kooperations- und hilfsbereit und entwickeln damit Schule weiter;
  • entwickeln die Fähigkeit, sich selbst und die Schülerinnen und Schüler für fachliche Fragestellungen zu motivieren und so Interesse, Wertschätzung und Begeisterung für das Fach zu wecken;
  • begegnen den Schülerinnen und Schülern als Vorbild in Bezug auf die Grundwerte in unserer Gesellschaft und ermutigen sie zu freier Meinungsäußerung und Zivilcourage;
  • bedienen sich verschiedener Diagnose- und Rückmeldeverfahren, um individuelle Förderung zu betreiben und Unterrichtsprozesse zu verbessern;
  • nutzen Strategien zur effizienten Gestaltung des eigenen Arbeitsalltags (z.B. Zeitökonomie, Automatisierung), um den hohen Anforderungen und Belastungen gewachsen zu sein;
  • zeigen Engagement bei der Arbeit in den Fachsitzungen, der Gestaltung des Schulhauses (z.B. Ausstellungen zu geographisch orientierten Themen), der Durchführung von Projekten sowie der Gestaltung des gesamten Schullebens.

3.12 Sozialkunde

Fachwissenschaftliche Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • verfügen über ein strukturiertes Fachwissen sowie grundlegende Kenntnisse der schul- und unterrichtsrelevanten Themengebiete und erweitern und vertiefen diese, um kompetent und flexibel Unterrichtsprozesse zu gestalten;
  • erkennen, wie ihr Fach zu den fächerübergreifenden Bildungs- und Erziehungszielen beitragen kann und setzen dies in unterrichtliches Handeln um;
  • begründen den Bildungswert ihres Faches vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen;
  • beherrschen die notwendige Fachsprache. Hiermit verdeutlichen sie den wissenschaftlichen Charakter des Fachs und ermöglichen so den Schülern eine fundierte, differenzierte und angemessene Ausdrucksweise;
  • informieren sich regelmäßig über aktuelle, politikrelevante Ereignisse und Entwicklungen und integrieren diese in ihren Unterricht, um dem Aktualitätsprinzip des Sozialkundeunterrichts Rechnung zu tragen.

Fachdidaktische Kompetenzen

Die Studienrefendarinnen und Studienreferendare

  • verfügen über umfassende Kenntnisse zum Lehrplan, um die im Fachlehrplan festgelegten Inhalte sinnvoll über das Schuljahr zu verteilen und didaktisch begründete Schwerpunkte setzen zu können;
  • nutzen geeignete Hilfsmittel für die effektive Vorbereitung der einzelnen Unterrichtsstunden;
  • planen und strukturieren den Unterricht in sinnvollen Einheiten und legen Lernprozesse unter Berücksichtigung des Prinzips der didaktischen Reduktion so an, dass die Schülerinnen und Schüler die im Fachlehrplan ausgewiesenen Kompetenzniveaus nachhaltig erreichen;
  • nutzen Möglichkeiten der Differenzierung und werden so den unterschiedlichen Begabungspotentialen der Schülerinnen und Schüler gerecht;
  • steuern den Lernprozess mittels vielfältiger Formen des Feedbacks;
  • entwerfen sinnvolle Leistungserhebungen, um den Kompetenzerwerb bei den Schülerinnen und Schülern zu prüfen und verfügen über eindeutige und nachvollziehbare Bewertungskriterien;
  • reflektieren ihren eigenen Unterricht, um die eigenen Unterrichtskompetenzen fortlaufend zu verbessern und zu optimieren;
  • erkennen Gemeinsamkeiten, Besonderheiten und Unterschiede in der Herangehens- und Betrachtungsweise der Fächer, um fächerverbindende Schul- und Unterrichtsvorhaben anzustoßen und professionell durchzuführen;
  • bedenken die verschiedenen heuristischen Modelle zur Erschließung von Sachgegenständen (z. B. Politikzyklusmodell, Polity-Politics-Policy-Modell), um mit der Hilfe von Kategorien und unter Bezug auf den Lehrplan didaktische Perspektiven für den Unterricht zu entwickeln, ohne dabei die für die Lernenden so gefährlichen Simplifizierungen vorzunehmen;
  • nutzen grundlegende sozialkundliche Unterrichtsprinzipien, wie z. B. Exemplarität, Schülerorientierung, Problemorientierung oder Aktualität bei der Planung von Unterricht, um der Stofffülle zu begegnen und Motivation bei den Schülerinnen und Schülern zu schaffen;
  • führen den Unterricht unter Berücksichtigung der Grundsätze des Beutelsbacher Konsenses dem Ziel folgend, Schülerinnen und Schüler zu befähigen, die vorgefundene politische Lage im Sinne eigener Interessen zu beeinflussen;
  • sind sich der Wertgebundenheit des Faches Sozialkunde bewusst, um dementsprechend Unterrichtsprozesse so zu gestalten, dass für die Schülerinnen und Schüler eine Identifikation mit den demokratischen Werten des Grundgesetzes möglich ist;
  • kennen entwicklungspsychologische und sozialisationsbedingte (Fehl-)Vorstellungen und Verständnisschwierigkeiten bei Schülerinnen und Schülern und wissen auf diese bei der Planung von Unterricht und in demselben einzugehen.

Methodische Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • festigen und erweitern ihre Kenntnisse über unterschiedliche Arbeits- und Sozialformen sowie methodische Möglichkeiten und setzen diese gemäß der jeweiligen Zielsetzung des Lernprozesses adäquat ein.
  • beherrschen eine schüler- und zielorientierte Gesprächsführung und bedienen sich einer situationsgerechten Frage- und Impulstechnik, um den Lernprozess effektiv und zielgerichtet zu steuern;
  • stellen eigene Unterrichtsmaterialien (z. B. Lernplakate, Spiele, Hörbeiträge) her, um den jeweiligen Lernprozess vielseitig, anschaulich und individuell zu gestalten;
  • leiten die Schülerinnen und Schüler dazu an, zunehmend selbstständig eigene fachbezogene Fragestellungen zu entwickeln, zu deren Beantwortung Recherchen durchzuführen und anschließend ihre Ergebnisse zu präsentieren;
  • besuchen professionell geplant und angeleitet außerschulische Lernorte (z. B. „Lernort Staatsregierung“, Stadtratssitzung) bzw. laden Experten zu sich in den Unterricht ein, um für die Schülerinnen und Schüler die positiven Effekte einer Realbegegnung nutzbar zu machen;
  • nutzen Medien (u. a. Grundgesetz, Karikaturen, statistisches Material, aktuelle Nachrichten) zur Impulsgebung, Motivation und Erarbeitung und überprüfen dabei deren fachliche und didaktische Relevanz. Ferner sind sie in der Lage die Medienwirklichkeit kritisch zu hinterfragen und dies auch den Schülerinnen und Schülern zu vermitteln.

Erzieherische Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • zeigen sich im Umgang mit allen am Schulleben Beteiligten teamfähig, kooperations- und hilfsbereit und entwickeln damit Schule weiter;
  • entwickeln die Fähigkeit, sich selbst und die Schülerinnen und Schüler für fachliche Fragestellungen zu motivieren und so Interesse, Wertschätzung und Begeisterung für das Fach zu wecken;
  • begegnen den Schülerinnen und Schülern als Vorbild in Bezug auf die Grundwerte in unserer Gesellschaft und ermutigen sie zu freier Meinungsäußerung und Zivilcourage. Darüber hinaus sind sie als Sozialkundelehrer politisches Vorbild, indem sie Partei nehmen, aber nicht durch Parteilichkeit indoktrinieren, ohne dabei die Pluralität im Unterricht zu gefährden;
  • bedienen sich verschiedener Diagnose- und Rückmeldeverfahren, um individuelle Förderung zu betreiben und Unterrichtsprozesse zu verbessern;
  • legen eigene Ressourcen durch die Nutzung von Strategien zur effizienten Gestaltung des Arbeitsalltags (z. B. Zeitökonomie, Automatisierung) frei, um u. a. den sich ständig ändernden Anforderungen an Schule gewachsen zu sein;
  • zeigen sachadäquat Engagement, Identifikation bzw. Distanz, um so bei Schülerinnen und Schülern Interesse für das Fach und seine Werte zu schaffen;
  • gestalten das schulische Leben durch Aktionen und Beiträge (z. B. Schülersprecherwahl, Schülerzeitung, SMV) im Sinne gelebter Demokratie mit und ermuntern so Schüler zu eigener Partizipation;
  • sind engagiert bei der Durchführung von Fachsitzungen, indem sie Vorwissen, Beobachtungen und Schlussfolgerungen miteinbringen;
  • zeigen Bereitschaft, ihre fachwissenschaftlichen, fachdidaktischen, methodischen und pädagogischen Kompetenzen auszubauen, um sie nutzbringend, innovativ und reflektiert in Schule und Unterricht einzubringen.

3.13 Wirtschaftswissenschaften

Fachwissenschaftliche Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • verfügen über ein strukturiertes Fachwissen sowie grundlegende Kenntnisse der schul- und unterrichtsrelevanten Themengebiete und erweitern und vertiefen diese, um kompetent und flexibel Unterrichtsprozesse zu gestalten;
  • erkennen, wie ihr Fach zu den fächerübergreifenden Bildungs- und Erziehungszielen beitragen kann und setzen dies in unterrichtliches Handeln um;
  • begründen den Bildungswert ihres Faches vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen;
  • beherrschen sicher die Grundzüge des betrieblichen Rechnungswesens, so dass es ihnen möglich ist, die für den Unterricht relevanten Inhalte sachgerecht und verständlich aufzubereiten und fachspezifische Denk- und Handlungsweisen zu vermitteln;
  • stellen Vernetzungen zwischen ihrem Fachwissen in Betriebswirtschaftslehre, in Volkswirtschaftslehre und in Rechtswissenschaften her;
  • analysieren, welche Inhalte aus dem Öffentlichen Recht (insbesondere Strafrecht), dem Privatrecht (insbesondere Bürgerliches Recht und Handelsrecht) und dem Arbeitsrecht als unterrichtsrelevant gelten, um dann in den Wirtschaftsfächern mit einschlägigen Arbeitsweisen kompetent zu agieren;
  • konzipieren und begleiten Maßnahmen zur beruflichen Orientierung (z. B. Betriebserkundungen, Berufsinformationsveranstaltungen, Expertenvorträge, Praktika), um den Jugendlichen authentische Erfahrungen mit der Arbeits- und Wirtschaftswelt zu ermöglichen;
  • gewährleisten eine zielgerichtete Unterstützung bei der Berufswahl und Berufsfindung und verwirklichen dabei auch die Verknüpfung von Theorie und Praxis;
  • fördern die Teilnahme von einzelnen Schülern oder ganzen Klassen an Wettbewerben und Projekten von Verbänden, Unternehmen, Banken usw.

Fachdidaktische Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • verfügen über umfassende Kenntnisse zum Lehrplan, um die im Fachlehrplan festgelegten Inhalte sinnvoll über das Schuljahr zu verteilen und didaktisch begründete Schwerpunkte setzen zu können.
  • nutzen geeignete Hilfsmittel für die effektive Vorbereitung der einzelnen Unterrichtsstunden;
  • planen und strukturieren den Unterricht in sinnvollen Einheiten und legen Lernprozesse unter Berücksichtigung des Prinzips der didaktischen Reduktion so an, dass die Schülerinnen und Schüler die im Fachlehrplan ausgewiesenen Kompetenzniveaus nachhaltig erreichen;
  • nutzen Möglichkeiten der Differenzierung und werden so den unterschiedlichen Begabungspotentialen der Schülerinnen und Schüler gerecht;
  • steuern den Lernprozess mittels vielfältiger Formen des Feedbacks;
  • entwerfen sinnvolle Leistungserhebungen, um den Kompetenzerwerb bei den Schülerinnen und Schülern zu prüfen und verfügen über eindeutige und nachvollziehbare Bewertungskriterien;
  • reflektieren ihren eigenen Unterricht, um die eigenen Unterrichtskompetenzen fortlaufend zu verbessern und zu optimieren;
  • erkennen Gemeinsamkeiten, Besonderheiten und Unterschiede in der Herangehens- und Betrachtungsweise der Fächer, um fächerverbindende Schul- und Unterrichtsvorhaben anzustoßen und professionell durchzuführen;
  • gestalten den Unterricht im Fach BwR auf eine Weise, dass Schülerinnen und Schüler der kumulative Kompetenzerwerb ermöglicht wird. Das Bearbeiten von niveauvollen Übungsaufgaben und die nachhaltige Sicherung der Grundlagen sind unabdingbar, um Schülerinnen und Schüler auf die Abschlussprüfung im Fach BwR adäquat vorzubereiten. Dabei ist die Auseinandersetzung mit den Modalitäten der Abschlussprüfung eine Selbstverständlichkeit;
  • verwenden Fachsprache adressatenorientiert, so dass Schülerinnen und Schüler motiviert werden, sich für wirtschaftlichen Themen zu interessieren.

Methodische Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • festigen und erweitern ihre Kenntnisse über unterschiedliche Arbeits- und Sozialformen sowie methodische Möglichkeiten und setzen diese gemäß der jeweiligen Zielsetzung des Lernprozesses adäquat ein;
  • beherrschen eine schüler- und zielorientierte Gesprächsführung und bedienen sich einer situationsgerechten Frage- und Impulstechnik, um den Lernprozess effektiv und zielgerichtet zu steuern;
  • stellen eigene Unterrichtsmaterialien (z. B. Arbeitsblätter, Aufgabenbeispiele, Informationstexte mit Arbeitsaufträgen, Belege, Videos, Modelle) her, um den jeweiligen Lernprozess vielseitig, anschaulich und individuell zu gestalten;
  • leiten die Schülerinnen und Schüler dazu an, zunehmend selbstständig eigene fachbezogene Fragestellungen zu entwickeln, zu deren Beantwortung Recherchen durchzuführen und anschließend ihre Ergebnisse zu präsentieren;
  • besuchen professionell geplant und angeleitet außerschulische Lernorte (z. B. Fertigungsunternehmen, Kreditinstitute, Gerichte, Behörden) bzw. laden Experten zu sich in den Unterricht ein, um für die Schülerinnen und Schüler die positiven Effekte einer Realbegegnung nutzbar zu machen.
  • nutzen analoge wie digitale Medien zur Gestaltung der verschiedenen Unterrichtsphasen;
  • planen und führen den Unterricht so, dass wirtschaftliche und rechtliche Inhalte anhand von Beispielen aus der Erfahrungs- und Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler vermittelt werden;
  • berücksichtigen bei der Planung und Durchführung ihres Unterrichts ausreichende Übungs- und Wiederholungsphasen, um Kompetenzen und Wissen zu festigen.
  • achten auf Vielfalt und Differenzierung bei den Aufgabenstellungen, und regen zu unterschiedlichen Lösungsansätzen an.
  • setzen fachspezifische Arbeitstechniken (z. B. Auswerten von Infografiken und Gesetzestexten, Fallbeispiele, Analyse von Belegen und Dokumenten) sowie die zugelassenen Hilfsmittel für das Fach BwR (Kontenplan und Taschenrechner) sach- und situationsgerecht ein;
  • untersuchen, inwieweit Informations- und Kommunikationstechniken in den Fächern BwR und WR genutzt werden können, um den Kompetenzerwerb mit vielfältigen Medien in unterschiedlichen Kontexten zu ermöglichen.

Erzieherische Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • zeigen sich im Umgang mit allen am Schulleben Beteiligten teamfähig, kooperations- und hilfsbereit und entwickeln damit Schule weiter;
  • entwickeln die Fähigkeit, sich selbst und die Schülerinnen und Schüler für fachliche Fragestellungen zu motivieren und so Interesse, Wertschätzung und Begeisterung für das Fach zu wecken;
  • begegnen den Schülerinnen und Schülern als Vorbild in Bezug auf die Grundwerte in unserer Gesellschaft und ermutigen sie zu freier Meinungsäußerung und Zivilcourage;
  • bedienen sich verschiedener Diagnose- und Rückmeldeverfahren, um individuelle Förderung zu betreiben und Unterrichtsprozesse zu verbessern;
  • legen eigene Ressourcen durch die Nutzung von Strategien zur effizienten Gestaltung des Arbeitsalltags (z.B. Zeitökonomie, Automatisierung) frei, um u.a. den sich ständig ändernden Anforderungen an Schule gewachsen zu sein;
  • nehmen eine realistische Einschätzung ihrer Kenntnisse im fachwissenschaftlichen, didaktischen, methodischen und pädagogisch-psychologischen Bereich vor und bilden sich gemäß ihrem Kenntnisstand weiter, um als Lehrkraft in den Fächern BwR und WR Sachkompetenz und Überzeugtheit auszustrahlen und einen geordneten Unterricht zu sichern;
  • führen ihre dienstlichen Aufgaben sorgfältig, zuverlässig, mit zunehmender Eigeninitiative und Selbstständigkeit aus, um dann mit einer verantwortungsbewussten Berufseinstellung als Lehrkraft an einer Schule zu wirken;
  • analysieren ihre eigene Kommunikationsfähigkeit und Fähigkeit zur Zusammenarbeit, um wirtschaftliche Aktivitäten und Unterrichtsvorhaben effektiv planen und organisieren zu können;
  • prüfen, inwieweit sie Schüler im Prozess der beruflichen Orientierung beratend unterstützen können, um Perspektiven der eigenen Zukunftsgestaltung aufzuzeigen;
  • begleiten Schülerinnen und Schüler bei der Entwicklung zum verantwortungsbewussten, kritischen und umweltbewussten Verbraucher, so dass diese als mündige Bürger in ihrem persönlichen Lebensumfeld selbstbestimmt ökonomisch agieren können und in der Gesellschaft sowohl wirtschaftliche und rechtliche Bedingungen mitgestalten als auch solidarisch handeln können. Der Nachhaltigkeit wird auch hier Bedeutung beigemessen.

3.14 Sport

Fachwissenschaftliche Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • verorten die Stellung des Fachs im Bildungskanon der bayerischen Realschule, begründen den Bildungswert ihres Faches vor dem Hintergrund fachwissenschaftlicher als auch gesellschaftspolitischer Entscheidungen (wie z. B. Ganztagesklassen) und ziehen entsprechende Rückschlüsse auf das eigene schulische und unterrichtliche Handeln;
  • zeigen Verantwortungsbewusstsein für die Gesunderhaltung ihres Körpers und für ihre sportliche Vorbildwirkung bezüglich eigener Fitness, Kleidung und Verhalten;
  • verfügen über ein strukturiertes Fachwissen sowie grundlegende Kenntnisse der schul- und unterrichtsrelevanten Themengebiete wie auch in sportpraktischer Hinsicht, um kompetent und flexibel Unterrichtsprozesse zu gestalten, und zeigen dabei gute Lehrerdemonstrationen auf breiter Basis;
  • sind beständig bereit, ihr Fachwissen und ihre Fachkenntnisse zu ergänzen und zu erweitern, um gegenwärtigen und künftigen Herausforderungen pädagogischen Handelns gerecht zu werden, z.B. durch Weiterbildung und Eigeninitiative;
  • beherrschen die erforderliche Fachsprache, verdeutlichen so den wissenschaftlichen Anspruch des Faches und eröffnen hiermit den Schülerinnen und Schülern die Anwendung einer fundierten und differenzierten Ausdrucksweise;
  • bahnen Lernprozesse im Bereich der fächerverbindenden Bildungs- und Erziehungsaufgaben an, um den Schülerinnen und Schülern ein vernetztes Denken zu ermöglichen;
  • setzen sich sachlich und kritisch mit gesellschaftlichen Ausprägungen des Sports auseinander und bringen dies in geeigneter Weise in den Unterricht mit ein;
  • setzen sich mit ihrem Fach vielfältig für die Gestaltung des Schullebens ein;
  • organisieren und führen interne und/oder externe Schulsportveranstaltungen und auch Wettbewerbe durch;
  • sind sich der Bedeutung sportspezifischer Schulfahrten (z. B. Skikurs, Schullandheimaufenthalte mit sportlichem Schwerpunkt etc.) bewusst und organisieren diese (in Teilbereichen mit);
  • kennen das Konzept der „Bewegten Schule“, machen dies, wenn nötig, im Kollegium bekannt und helfen bei der Umsetzung mit;
  • kennen und vertreten den Beitrag des Fachs zur Gestaltung individueller Lebensräume wie zur beruflichen Orientierung;
  • nutzen die Möglichkeiten, mit Vereinen und Verbänden, z.B. bei der Gründung von SAGs und Stützpunkten und/oder in Projekten, zusammenzuarbeiten;
  • sind sich u. a. über den Gesundheitsaspekt des Faches Sport im Klaren und schaffen bzw. nutzen bewegungsfreien Raum, um unter Einbeziehung anderer Fächer (z. B. Biologie, EG etc.) sinnvoll und kooperativ zusammenzuarbeiten;
  • kennen die Sicherheitsbestimmungen und halten diese konsequent ein;
  • ergreifen sichere organisatorische Maßnahmen bei Unfällen im Sportunterricht;
  • kennen schulsportrelevante Haftpflicht- und Versicherungsbestimmungen.

Fachdidaktische Kompetenzen

 Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • orientieren sich am gültigen Lehrplan, um grundlegende Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler im Rahmen ihrer Kenntnisse und Fähigkeiten zu fördern;
  • planen systematisch, vorausschauend sowie schüler- und zielorientiert Unterrichtssequenzen auf Grundlage der Kompetenzerwartung und dessen Inhalte des Lehrplans; 
  • wenden Möglichkeiten der didaktischen Reduktion und sinnvoller Schwerpunktsetzung an, um Themen angemessen und strukturiert aufzubereiten;
  • strukturieren den Ablauf der Sportstunde, angefangen von der Motivationsphase zum zielgerichteten Aufwärmen bis hin zum Stundenthema mit flexibler Handhabung der zeitlichen Orientierung und der organisatorischen Notwendigkeiten;
  • wenden die Kenntnis verschiedener didaktischer Konzepte in einer sinnvollen Auswahl inhaltsbezogen, schülerorientiert und situationsbedingt an;
  • können Themen mehrperspektivischen Sportunterrichts adressatengerecht und situationsspezifisch planen, umsetzen und evaluieren;
  • kennen entwicklungspsychologische und sozialisationsbedingte Voraussetzungen bei Schülerinnen und Schülern und sind in der Lage, auf diese bei der Planung des Unterrichts und im Unterricht angemessen einzugehen;
  • entwickeln die für ängstliche Schülerinnen und Schüler notwendige Empathie, um sie in besonderer Weise in den Unterricht zu integrieren;
  • legen geeignete Inhalte aus dem Bereich Fairness und Kooperation so an, dass die Schülerinnen und Schüler Konfliktlösungsstrategien entwickeln;
  • können eine Sportstunde alters- sowie fähigkeitsangemessen rhythmisieren und reagieren in ihrem Aufbau mit bewegungsintensiven und bewegungsreduzierten Phasen;
  • kennen und reflektieren unterschiedliche Formen der Leistungsbeurteilung und wenden diese verantwortungsbewusst, fair und transparent an;
  • erkennen Gemeinsamkeiten, Besonderheiten und Unterschiede in der Herangehens- und Betrachtungsweise unterschiedlicher Fächer der Realschule, um fächerverbindende Schul- und Unterrichtsvorhaben anzustoßen und professionell durchzuführen.

Methodische Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • setzen dem Lerngegenstand, der Situation sowie den Schülerinnen und Schülern angemessene Arbeits- und Sozialformen ein, die zielgerichtetes Arbeiten erlauben und soziales Lernen begünstigen;
  • setzen die entsprechenden Unterrichtsverfahren durchdacht ein, um den Sportunterricht zeitökonomisch zu gestalten;
  • bedienen sich eines breiten Methodenrepertoires, sodass die Motivation und die Aktivität der Schülerinnen und Schüler gefördert und die unterschiedlichen Zielsetzungen angesprochen werden;
  • beziehen das Vorwissen und die Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler ein, bieten ihnen unterschiedliche methodische Möglichkeiten und individualisierte Aufgabenstellungen an und fördern deren strukturierte und motivierte Eigentätigkeit in den unterschiedlichen Lernprozessen;
  • nutzen die Möglichkeiten der Differenzierung, um methodisch und altersadäquat Lernstufen anzubieten und damit den unterschiedlichen Voraussetzungen der Schülerinnen und Schüler für Bewegungslernen zu entsprechen;
  • bauen Anstrengungsbereitschaft durch attraktive Inhalte mit passendem Anspruchsniveau auf und bahnen einen Transfer auf andere Lern- und Lebensbereiche an, um zu sportlichen Aktivitäten im Freizeitbereich zu motivieren („Trendsport“, Schnupperkurse);
  • nutzen verschiedene Medien sowie technische Hilfsgeräte sachgerecht auch im Unterricht bzw. bei Sportveranstaltungen in Abwägung von Aufwand und Wirkung zur Vermittlung von Lerninhalten sowie auch als Lerngegenstand selbst, sodass die Schülerinnen und Schüler einen reflektierten sowie verantwortungsvollen Umgang mit diesen erlangen und somit ein Beitrag zur Medienerziehung geleistet wird;
  • nutzen den hohen motivationalen und funktionalen Charakter alternativer, zeitgemäßer Sportgeräte/-materialien sowie des Medieneinsatzes (z. B. Video) am richtigen didaktischen Ort und gehen bewusst damit um;
  • gehen mit unvorhergesehenen und nicht planbaren Unterrichtssituationen in Bezug auf den Einsatz von Arbeits- und Sozialformen bzw. Medien flexibel um (Sportstätten oder Sportgeräte nicht verfügbar, Mitführen einer weiteren Klasse, koedukativer Unterricht etc.);
  • besuchen professionell geplant und angeleitet außerschulische Lernorte, um für die Schülerinnen und Schüler die unverzichtbaren Effekte einer Realbegegnung nutzbar zu machen.

Erzieherische Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • entwickeln unter dem Aspekt der Aufgabenvielfalt aller sportlichen Bereiche ein selbstbewusstes eigenes Profil;
  • zeigen Bewusstsein in Bezug auf die Wirkungen des sport-, bewegungs- und gesundheitsorientierten Erscheinungsbildes;
  • achten die Persönlichkeit der Schülerinnen und Schüler und können sich auf die Bedürfnisse, das Verhalten und das Handeln von jungen Menschen einstellen;
  • gehen mit dem einzelnen Schüler angemessen und mit der erforderlichen Zuwendung und Distanz um;
  • treten vor der Klasse sicher auf und zeigen einen klaren Führungsstil;
  • entwickeln sportliche Prinzipien wie Fairness und Kooperation sowie Gesundheitsbewusstsein zu Maximen schulischen und außerschulischen Lebens und sind somit möglichst authentisch im Umgang mit und im Unterrichten von Schülerinnen und Schüler (Vorbildwirkung);
  • stufen theoretische Inhalte des Lehrplans als wünschenswertes Wissen ein und beziehen diesbezügliche Kenntnisse der Schülerinnen und Schüler als gleichwertige Leistung in die Sportnote mit ein;
  • verfügen über eine klar ausgeprägte Erziehungskompetenz, um auf Schülerverhalten angemessen zu reagieren;
  • nehmen in schwierigen Situationen angemessen Einfluss, indem sie disziplinarische Maßnahmen sinnvoll und konsequent umsetzen;
  • reflektieren kritisch den eigenen Unterricht und didaktische Zielsetzungen, um Unterrichtsqualität zu gewährleisten bzw. zu steigern und dem sich wandelnden Bildungsauftrag zu begegnen;
  • erkennen den altersspezifischen Entwicklungsstand der einzelnen Jahrgangsstufen sowie die unterschiedlichen Leistungsvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler (in psychischer, physischer und sozialer Hinsicht), gehen sensibel damit um und bewerten, soweit möglich, auch die Lernfortschritte;
  • können die für den Bereich Inklusion zutreffenden Fälle einordnen und davon Rückschlüsse für die Planung und Gestaltung des Sportunterrichts ziehen;
  • können den Doppelauftrag (Erziehender Sportunterricht) und das Prinzip der Handlungsfähigkeit auf den Lehrplan beziehen und in der Unterrichtspraxis anwenden;
  • bedienen sich geeigneter Diagnose- und Rückmeldeverfahren, um individuell zu fördern und Unterrichtsprozesse zu verbessern;
  • legen eigene Ressourcen frei, indem sie Strategien zur effizienten Gestaltung des Arbeitsalltags nutzen;
  • fördern Sportkultur und das Schulklima auch in Zusammenarbeit mit anderen Kollegen;
  • beraten Schülerinnen und Schüler bei der Suche nach für sie besonders geeigneten Sportarten und/oder helfen ihnen, außerschulische Sportgelegenheiten ihrer Wahl zu finden (Vereine, Studios, Tanzschulen, Lauftreffs etc.);
  • bemerken Auffälligkeiten in gesundheitlicher Hinsicht und initiieren rechtzeitig in Absprache mit den Eltern Maßnahmen (Arzt, Physiotherapeut etc.).

3.15 Informationstechnologie

Fachwissenschaftliche Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • aktualisieren regelmäßig ihr Fachwissen und ihre Fachkompetenz, z. B. durch Fortbildungen und Eigeninitiative;
  • nutzen ihre Fachkompetenz bei der Umsetzung der fächerübergreifenden Bildungs- und Erziehungsaufgaben sowohl im eigenen als auch im fächerverbindenden Unterricht;
  • bringen ihre Fachkompetenz in geeigneter Weise in die Gestaltung des Schullebens ein und unterstützen z. B. die Teilnahme an Wettbewerben oder die Gestaltung eines Tags der Offenen Tür;
  • begründen den Bildungswert ihres Faches vor dem Hintergrund sowohl historischer als auch aktueller fachwissenschaftlicher Entwicklungen. Dabei verfügen sie über fundierte Kenntnisse und vertiefen Fachwissen;
  • verfügen über eine fundierte Fachkompetenz zu den informationstechnologischen Inhalten: Daten und Informationen; Modelle und Algorithmen; Informatiksysteme sowie IT und Gesellschaft, um die im geltenden Lehrplan genannten Inhalte für unterrichtliche Zwecke didaktisch sinnvoll aufzubereiten;
  • nutzen ihre Fachkompetenz bei der Umsetzung der prozessbezogenen Kompetenzen wie Darstellen und Interpretieren; Anwenden, Begründen und Bewerten; Kommunizieren und Kooperieren sowie Analysieren, Modellieren und Implementieren, um die fachgemäßen Arbeitsweisen in den Mittelpunkt des IT-Unterrichts zu stellen;
  • setzen sich sachlich und hinterfragend mit aktuellen Entwicklungen in der IT-Welt auseinander, um deren Bedeutung und ggf. ethisch-moralische bzw. gesundheitliche Tragweite einzuschätzen und sie für unterrichtliche Zwecke aufzubereiten;
  • erweitern und vertiefen ihre Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten nicht nur hinsichtlich der im Lehrplan geforderten Inhalte, um aktuelle und situationsgerechte Bezüge in den Unterricht einzubringen;
  • wenden fachtypische Arbeitsweisen an (z. B. objektorientierte Analyse, informatische Modellierung) und beherrschen die informationstechnologische Fachsprache;
  • beherrschen den Umgang mit verschiedenen Informatiksystemen sowie Anwendungssoftware und deren aufgabenspezifische Auswahl;
  • sind in der Lage, bei der sach- und fachgerechten Ausstattung der Fachräume beratend mitzuwirken.

Fachdidaktische Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • entwickeln Lernaufgaben, die den lehrplangemäßen Kompetenzerwerb fördern;
  • entwickeln und nutzen Prüfungsaufgaben, um den Kompetenzerwerb bei den Schülerinnen und Schülern zu überprüfen;
  • nutzen die Möglichkeiten der Differenzierung in ihrem Unterricht, um individuellen Bildungsbedürfnissen ihrer Schülerinnen und Schüler zu entsprechen;
  • verwenden eine altersgemäße, angemessene Sprache und Ausdrucksweise;
  • legen Lernprozesse unter Verwendung didaktisch reduzierter und exemplarisch ausgewählter Lerninhalte so an, dass die Schülerinnen und Schüler einen umfassenden Kompetenzerwerb haben;
  • wählen angemessene Fachmedien adressatengerecht aus und setzen sie situationsgerecht und zielführend ein;
  • besitzen ein solides und strukturiertes Wissen über fachdidaktische Positionen und Strukturierungsansätze. Sie planen und gestalten strukturierten Unterricht über einen längeren Zeitraum unter Berücksichtigung eines nachhaltigen Wissen- und Kompetenzerwerbs, durch Auswahl geeigneter Unterrichtsformen und Methoden, auf angemessenem Niveau und unter Beachtung der schulrechtlichen Vorgaben (u. a. Stundentafel, Lehrplan);
  • planen Unterrichtssequenzen und Unterrichtsstunden didaktisch sinnvoll. Mit problemorientierten Fragen wecken sie bei Schülerinnen und Schülern Interesse an der Beschäftigung mit informationstechnologischen Themen;
  • ermöglichen Schülerinnen und Schülern Zusammenhänge zu erkennen und nachzuvollziehen, um auf diese Weise ein tieferes Verständnis für informationstechnologische Phänomene zu entwickeln;
  • ermöglichen originale Begegnungen (z. B. in Museen, Ausstellungen, Vorträgen, FabLabs), um Spaß an Technik zu wecken, sowie zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Informationstechnologien anzuleiten;
  • wählen geeignete informationstechnologische Inhalte aus, reduzieren diese didaktisch sinnvoll, elementarisieren komplexe sowie abstrakte Sachverhalte und formulieren Problemstellungen. Sie begründen ihr Vorgehen aus der Kenntnis von historischen und aktuellen didaktischen sowie lernpsychologischen Entwicklungen;
  • leiten Schülerinnen und Schüler zum Erwerb grundlegender Kompetenzen an. Dabei verfügen sie über fundierte Kenntnisse zu Schülervorstellungen und typische Verständnisschwierigkeiten und nutzen Ergebnisse fachdidaktischer und lernpsychologischer Forschung, um diesen zu begegnen. Damit fördern sie funktionales, kausales und divergierendes Denken und initiieren bzw. begleiten kumulatives Lernen;
  • vermitteln situationsangemessene informatische Arbeitstechniken und Strategien der Informationsbeschaffung. Sie beherrschen den Umgang mit Fachmedien sicher und setzen diese situationsgerecht und zielführend ein;
  • stellen inhaltliche Querverbindungen zu anderen Unterrichtsfächern her;
  • schaffen fächerübergreifende Lernsituationen. Auch historische Entwicklungen der Fachwissenschaft werden an geeigneten Stellen mit angemessenen Methoden thematisiert.

Fachmethodische Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • setzen gemäß den Zielsetzungen der Lernprozesse adäquate Unterrichtsmethoden ein;
  • fördern die Eigentätigkeit und Selbstständigkeit der Schülerinnen und Schüler durch adäquate Lernumgebungen;
  • kennen und nutzen fachspezifische Medien und setzen diese im Unterricht zweckdienlich und optimal ein;
  • entwerfen selbst Medien, die für den Lernprozess von Bedeutung sind;
  • ermöglichen Teamarbeit durch die Gestaltung von Projekten;
  • nutzen gemäß den Zielsetzungen der Lernprozesse adäquate Unterrichtsmethoden;
  • fördern informatische Denk- und Vorgehensweisen zur Lösung von informationstechnologischen Fragestellungen in einem problemorientierten IT-Unterricht;
  • überprüfen den Lernfortschritt sowie den Kompetenzzuwachs unter anderem durch die Erstellung, Korrektur und Bewertung geeigneter Leistungsnachweise. Dabei beachten sie schulrechtliche Vorgaben;
  • besitzen im Spannungsfeld zwischen formaler fachlicher Korrektheit und schülergemäßer Vereinfachung Strategien des Erklärens fachlicher Zusammenhänge;
  • schaffen Lernumgebungen, die eigenverantwortliches Arbeiten anregen und fördern. Sie wählen zur Differenzierung geeignete Arbeits- und Sozialformen aus, so dass fachgemäße Arbeitsweisen und Erkenntnismethoden erlernt und angewendet werden. Im Bereich der Binnendifferenzierung, individuellen Förderung und Inklusion wählen sie geeignete Methoden;
  • berücksichtigen handlungsorientierte Elemente im Unterricht;
  • festigen erworbene Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler durch sinnvolles, vertiefendes Üben an unterschiedlichen Beispielen mit offenen und variierenden Aufgabenstellungen;
  • fördern neben der allgemeinen Sprachkompetenz der Schülerinnen und Schüler durch Pflege einer angemessenen fachspezifischen Sprache weitere kommunikative Kompetenzen;
  • leiten die Schülerinnen und Schüler zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der schuleigenen IT-Ausstattung an;
  • vermitteln den Schülerinnen und Schülern ein grundlegendes Verständnis zu Aufbau und Funktionsweise von Informatiksystemen bzw. Anwendungssoftware und ermöglichen ihnen damit, sich den Umgang mit neuen Systemen bzw. Programmen zu erschließen.

Erzieherische Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • verfügen über fachspezifische Diagnose- und Evaluationsverfahren, nutzen Rückmeldungsverfahren zur Förderung des Lernenden und zur Steigerung der Unterrichtsqualität;
  • regen zu kreativem und intuitivem, sowie problemlösenden Denken als wesentlichem Merkmal der Informationstechnologie an;
  • wecken durch ihre Einstellung und ihr Auftreten Interesse und Freude an der Informationstechnologie. Dabei vermitteln sie, dass das Fach Informationstechnologie zum Verstehen und Gestalten der heutigen technisierten Welt einen wesentlichen Beitrag liefert;
  • begegnen dem sich rasch entwickelnden wissenschaftlich-technischen Fortschritt mit Interesse und mit kritischer Offenheit und geben diese Haltung an die Schüler weiter;
  • sind offen gegenüber Schülerfragen und Problemen, die sich aus deren Erfahrungen im Umgang mit den aktuellen Entwicklungen der Informationstechnologie innerhalb und außerhalb der Schule ergeben;
  • pflegen die Zusammenarbeit innerhalb der Fachschaft Informationstechnologie, insbesondere zur einheitlichen Festlegung der Module des Lehrplans für die jeweiligen Jahrgangsstufen und Wahlpflichtfächergruppen und zur gegenseitigen Abstimmung;
  • sind sich ihrer Aufsichts- und Sorgfaltspflicht bewusst;
  • leiten zu sorgfältigem Arbeiten an und fordern korrekte Anwendung der Fachsprache;
  • übernehmen schulische Sonderaufgaben mit informationstechnologischer Relevanz und wirken aktiv an der Gestaltung des Schullebens sowie des Schulumfeldes mit;
  • motivieren und befähigen Schülerinnen und Schüler sich situations- und sachgerecht auszudrücken, Bedingungen anzuerkennen, zu analysieren und Lösungen zu überprüfen;
  • informieren und beraten Schülerinnen und Schüler anhand von Einblicken in die Berufswelt.

3.16 Musik

Fachwissenschaftliche Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • verorten die Stellung des Fachs im Bildungskanon der bayerischen Realschule, begründen den Bildungswert ihres Faches vor dem Hintergrund fachwissenschaftlicher als auch gesellschaftspolitischer Entscheidungen und ziehen entsprechende Rückschlüsse auf das eigene schulische und unterrichtliche Handeln;
  • verfügen über ein strukturiertes Fachwissen sowie grundlegende Kenntnisse der schul- und unterrichtsrelevanten Themengebiete, um kompetent und flexibel Unterrichtsprozesse zu gestalten;
  • sind beständig bereit, ihr Fachwissen und ihre Fachkenntnisse zu ergänzen und zu erweitern, um gegenwärtigen und künftigen Herausforderungen pädagogischen Handelns gerecht zu werden;
  • erweitern stets auch ihre künstlerischen sowie fachpraktischen Kompetenzen und wenden diese an, um dem Schüler in seiner pluralistischen Hör- und Erlebniswelt adäquat zu begegnen;
  • beherrschen die erforderliche Fachsprache, verdeutlichen so den wissenschaftlichen Anspruch des Faches und eröffnen hiermit den Schülerinnen und Schülern die Anwendung einer fundierten und differenzierten Ausdrucksweise;
  • nutzen die Möglichkeiten fachwissenschaftlicher und berufspraktischer Medien (Instrumente), um das Anliegen des Faches Musik engagiert zu vertreten;
  • bahnen Lernprozesse im Bereich der fächerverbindenden Bildungs- und Erziehungsaufgaben an, um den Schülern ein vernetztes Denken zu ermöglichen;
  • setzen sich vielfältig für die Gestaltung des Schullebens ein;
  • kennen und vertreten den Beitrag des Fachs zur Gestaltung individueller Lebensräume wie zur beruflichen Orientierung.

Fachdidaktische Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • orientieren sich am gültigen Lehrplan, um grundlegende Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler im Rahmen ihrer Kenntnisse und Fähigkeiten zu fördern;
  • wenden Möglichkeiten der didaktischen Reduktion und sinnvoller Schwerpunktsetzung an, um Themen innerhalb von Unterrichtssequenzen angemessen und strukturiert zu planen;
  • wenden die Kenntnis verschiedener didaktischer Konzepte in einer sinnvollen Auswahl inhaltsbezogen, schülerorientiert und situationsbedingt an;
  • wählen gezielt geeignete Unterrichtsmaterialien und Medien aus und/oder erstellen sie, um musikalische Sachverhalte anschaulich und schülergemäß zu präsentieren;
  • kennen entwicklungspsychologische und sozialisationsbedingte Voraussetzungen bei Schülerinnen und Schülern und sind in der Lage, auf diese bei der Planung des Unterrichts, bei komplexen Zielsetzungen und im Unterricht angemessen einzugehen;
  • gehen sensibel mit den unterschiedlichen Leistungsvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler um und bewerten, soweit möglich, auch die Lernfortschritte;
  • kennen und reflektieren unterschiedliche Formen der Leistungsbeurteilung, verfügen über einen Pool von Möglichkeiten der Leistungserhebung und wenden diesen verantwortungsbewusst, fair und transparent an;
  • erkennen Gemeinsamkeiten, Besonderheiten und Unterschiede in der Herangehens- und Betrachtungsweise unterschiedlicher Fächer der Realschule, um fächerverbindende Schul- und Unterrichtsvorhaben anzustoßen und professionell durchzuführen.

Methodische Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • setzen dem Lerngegenstand, der Situation sowie den Schülerinnen und Schülern angemessene Arbeits- und Sozialformen ein, die zielgerichtetes Arbeiten erlauben und soziales Lernen begünstigen;
  • bedienen sich eines breiten Methodenrepertoires, sodass die Motivation und die Aktivität der Schüler gefördert und die unterschiedlichen Zielsetzungen angesprochen werden;
  • setzen auf die Inhalte abgestimmte fachspezifische Methoden und Medien ein, um musikalische Kompetenzen und individuelle Begabungen der Schüler zu entwickeln;
  • beziehen das Vorwissen und die Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler ein, bieten den Lernenden unterschiedliche methodische Möglichkeiten und individualisierte Aufgabenstellungen an und fördern deren strukturierte und motivierte Eigentätigkeit in den unterschiedlichen, insbesondere aber den kognitiven, auditiven und psychomotorischen Lernprozessen;
  • nutzen die Möglichkeiten der Differenzierung, um altersadäquate Lernstufen anzubieten und damit den unterschiedlichen Voraussetzungen zu entsprechen;
  • berücksichtigen die Vielfalt von Handlungs- und Sozialformen und wenden die Übungs- und Probenarbeit im Unterricht und in verschiedenen Musikensembles an, um die Schüler in besonderer Weise für das (teilweise einstündige) Fach Musik zu motivieren;
  • nutzen verschiedene Medien sachgerecht und in Abwägung von Aufwand und Wirkung zur Vermittlung von Lerninhalten sowie auch als Lerngegenstand selbst, sodass die Schülerinnen und Schüler einen reflektierten und verantwortungsvollen Umgang mit diesen erlangen und somit ein Beitrag zur Medienerziehung geleistet wird;
  • gehen mit unvorhergesehenen und nicht planbaren Unterrichtssituationen in Bezug auf den Einsatz von Arbeits- und Sozialformen bzw. Medien flexibel um;
  • setzen die entsprechenden Unterrichtsverfahren durchdacht ein, um den Unterricht zeitökonomisch zu gestalten;
  • besuchen professionell geplant und angeleitet außerschulische Lernorte (z. B. Konzerte, Musicalaufführungen), um für die Schülerinnen und Schüler die unverzichtbaren Effekte einer Realbegegnung nutzbar zu machen.

Erzieherische Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • begegnen Schülerinnen und Schülern fachlich wie persönlich als Vorbild;
  • bringen sich mit ihrer künstlerischen Leistung ein, um Jugendliche für das teilweise einstündige Fach Musik zu begeistern und zu eigenem musikalischen Agieren anzuregen;
  • achten die Persönlichkeit der Schülerinnen und Schüler und können sich auf die Bedürfnisse, das Verhalten und das Handeln von jungen Menschen einstellen;
  • nehmen die sich ständig verändernde musikalische Umwelt der Jugendlichen wahr und setzen sich damit bewusst sachlich auseinander, um sie zu tolerantem Verhalten gegenüber verschiedensten musikalischen Strömungen zu erziehen;
  • nutzen die Möglichkeit, besondere musikalische Begabungen zu erkennen und zu fördern, um den Schülern eine sinnvolle Freizeitgestaltung und damit eine Bereicherung des Lebens aufzuzeigen;
  • sensibilisieren für die Vielfalt der Musik, indem sie Schüler sowohl im außerunterrichtlichen und außerschulischen Bereich musikalisch unterstützen als auch zum Besuch musikalischer Aufführungen anregen;
  • gehen mit dem einzelnen Schüler angemessen und mit der erforderlichen Zuwendung und Distanz um;
  • treten vor der Klasse sicher auf und zeigen einen klaren Führungsstil;
  • verfügen über eine klar ausgeprägte Erziehungskompetenz, um auf Schülerverhalten angemessen zu reagieren;
  • nehmen in schwierigen Situationen angemessen Einfluss, indem sie disziplinarische Maßnahmen sinnvoll und konsequent umsetzen;
  • reflektieren kritisch den eigenen Unterricht und didaktische Zielsetzungen, um Unterrichtsqualität zu gewährleisten bzw. zu steigern und dem sich wandelnden Bildungsauftrag zu begegnen;
  • bedienen sich geeigneter Diagnose- und Rückmeldeverfahren, um individuell zu fördern und Unterrichtsprozesse zu verbessern;
  • beurteilen die von den Schülern erbrachten kognitiven Leistungen nach einheitlichen Kriterien und bewerten motorische Fähigkeiten und künstlerische Äußerungen transparent und fundiert, um die musikalische Weiterentwicklung zu fördern;
  • beraten Schüler bei Problemen im Bereich von vokaler und instrumentaler Präsentation, um dem Schüler eine Weiterentwicklung zu ermöglichen;
  • beraten begabte Schüler und deren Eltern hinsichtlich einer instrumentalen Ausbildung und zeigen auf, dass man durch konsequentes Lernen und beharrliches Üben und damit durch Automatisierung von Handlungsabläufen auch und vor allem im künstlerischen Bereich erfolgreich sein kann;
  • entdecken Schülerinnen und Schüler mit musikalischen Begabungen und setzen sie in der Klassen- und Schulgemeinschaft individuell ein, um den Einzelnen in seinem Selbstwertgefühl zu bestärken und um weitere Jugendliche für das musikalische Tun zu begeistern.
  • fördern das Schulklima auch in Zusammenarbeit mit anderen Kollegen;
  • legen eigene Ressourcen frei, indem sie Strategien zur effizienten Gestaltung des Arbeitsalltags nutzen.

3.17 Kunst/Werken

Fachwissenschaftliche Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare  

  • verorten die Stellung des Fachs im Bildungskanon der bayerischen Realschule, begründen den Bildungswert ihres Faches vor dem Hintergrund fachwissenschaftlicher wie auch gesellschaftspolitischer Entscheidungen und ziehen entsprechende Rückschlüsse auf das eigene schulische und unterrichtliche Handeln;
  • verfügen über ein strukturiertes Fachwissen sowie grundlegende Kenntnisse der schul- und unterrichtsrelevanten Themengebiete, um kompetent und flexibel Unterrichtsprozesse zu gestalten;
  • verfügen über das im Unterrichtsfach Kunst nötige fachtheoretische Wissen in Hinblick auf Gestaltungslehre (Form, Farbe, Licht, Raum, Komposition) und Gestaltungsmittel sowie in den Bereichen Kunstgeschichte, Bildende und Angewandte Kunst (z. B. Architektur, Produkt- und Mediengestaltung, Werbung);
  • verfügen über die im Unterrichtsfach Kunst relevanten fachpraktischen Kenntnisse und Fertigkeiten in Hinblick auf gestalterische Techniken (v. a. Malerei, Grafik, Druckgrafik, Plastisches Gestalten, Fotografie, Film) sowie in Bezug auf die Gestaltung von Medien (z. B. Layout, Präsentationstechnik);
  • verfügen über das im Unterrichtsfach Werken erforderliche fachtheoretische Wissen zu den Werkstoffbereichen (Holz, Metall, Papier, Kunststoff sowie keramische Massen) in Hinblick auf den kulturellen Kontext, die Entstehung bzw. Herstellung der Werkstoffe, Eigenschaften und Einsatzbereiche in Handwerk und Industrie sowie Aspekte des Umwelt- und Gesundheitsschutzes;
  • verfügen über die im Unterrichtsfach Werken maßgeblichen fachpraktischen Kenntnisse und Fertigkeiten im Umgang mit Materialien, Werkverfahren und Werkzeugen und kennen die für den Werk- und Kunstunterricht relevanten Sicherheitsbestimmungen in Bezug auf Werkzeuge, Maschinen und Gefahrstoffe;
  • verfügen über fachwissenschaftliche Kenntnisse zur Bildsprache (im Sinn eines erweiterten Bild-Begriffes);
  • verfügen über grundlegende fachwissenschaftliche Kenntnisse in den Bereichen Technik und Produktgestaltung (u. a. Technische Grundlagen, Form- und Funktionsprinzipien, Designprozess);
  • beherrschen die erklärende Zeichnung als Kommunikations- und Planungshilfe (z. B. Skizze, Sachzeichnung, Werkzeichnung);
  • beherrschen Kriterien der wertenden und vergleichenden Betrachtung in Hinblick auf Schülerarbeiten, in Bezug auf Werke der Bildenden und Angewandten Kunst, aus der Alltagsästhetik sowie in Hinblick auf Produktbeispiele aus Handwerk und Industrie;
  • sind beständig bereit, ihr Fachwissen und ihre Fachkenntnisse vor allem auch im Bereich Medien zu ergänzen und zu erweitern, um gegenwärtigen und künftigen Herausforderungen pädagogischen Handelns gerecht zu werden;
  • beherrschen die erforderliche Fachsprache, verdeutlichen so den wissenschaftlichen Anspruch des Faches und eröffnen hiermit den Schülerinnen und Schülern die Anwendung einer fundierten und differenzierten Ausdrucksweise;
  • bahnen Lernprozesse im Bereich der fächerverbindenden Bildungs- und Erziehungsaufgaben an, um den Lernenden ein vernetztes Denken zu ermöglichen;
  • setzen sich vielfältig für die Gestaltung des Schullebens ein;
  • kennen und vertreten den Beitrag des Fachs zur Gestaltung individueller Lebensräume wie zur beruflichen Orientierung.

Fachdidaktische Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • orientieren sich am gültigen Lehrplan, um grundlegende Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler im Rahmen ihrer Kenntnisse und Fähigkeiten zu fördern;
  • wenden Möglichkeiten der didaktischen Reduktion und sinnvoller Schwerpunktsetzung an, um Themen innerhalb von Unterrichtssequenzen angemessen und strukturiert zu planen;
  • planen systematisch, vorausschauend sowie schüler- und zielorientiert Unterrichtssequenzen und bahnen so die Entwicklung der im Lehrplan geforderten Kompetenzen an;
  • planen dabei v. a. praktisches Arbeiten als komplexen Lernprozess auf einem angemessenen Niveau langfristig und strukturiert;
  • wenden die Kenntnis verschiedener didaktischer Konzepte in einer sinnvollen Auswahl inhaltsbezogen, schülerorientiert und situationsbedingt an;
  • sind sich der grundlegenden Werte der Unterrichtsfächer Kunst und Werken bewusst und gestalten Unterrichtsprozesse so, dass allen Schülerinnen und Schülern eine reflektierte Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Bereichen von Kunst und Werken möglich ist;
  • kennen entwicklungspsychologische und sozialisationsbedingte Voraussetzungen bei Schülerinnen und Schülern und sind in der Lage, auf diese bei der Planung des Unterrichts, bei komplexen Zielsetzungen und im Unterricht angemessen einzugehen;
  • erschließen Lerngegenstände (auch im Sinn von Lernprodukten) und entwickeln didaktische Perspektiven für den Unterricht;
  • entwickeln geeignete Themenstellungen (Lernprodukte, Werkstücke) und verknüpfen effektiv und sinnvoll praktische und theoretische Bereiche; 
  • erstellen Leistungserhebungen und führen Leistungsmessungen durch, die den Anforderungen der geltenden Bildungsstandards und Richtlinien gerecht werden und dem ganzheitlichen Bildungsauftrag Rechnung tragen;
  • sichern Ergebnisse abwechslungsreich und konsequent;
  • gehen sensibel mit den unterschiedlichen Leistungsvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler um, stellen individuelle Lernfortschritte fest, v. a. in der praktisch-gestalterischen Arbeit, reagieren angemessen und bewerten, soweit möglich, auch die Lernfortschritte;
  • kennen und reflektieren unterschiedliche Formen der Leistungsbeurteilung und wenden diese verantwortungsbewusst, fair und transparent an;
  • setzen dabei fachspezifische Diagnose-Verfahren und Formen der Leistungsfeststellung ein (z. B. Individualbetreuung während der praktischen Arbeit, auf die Lerngruppe bezogene Besprechungsformen);
  • verfügen über die Fähigkeit, Stärken zu erkennen und mit Schwächen konstruktiv umzugehen und sind in der Lage fachspezifisch sinnvoll Feedback zu geben, um eine zunehmend selbstständige angemessene Reflexion auf der Grundlage verbindlicher Kriterien zu ermöglichen;
  • entwickeln geeignete theoretische wie praktische Aufgabenstellungen, z. B.  für Hausaufgaben, Projekte und praktische wie schriftliche Leistungsnachweise/Abschlussprüfungen, die sie auf der Grundlage nachvollziehbarer Bewertungskriterien korrigieren, bewerten und besprechen;
  • erkennen Gemeinsamkeiten, Besonderheiten und Unterschiede in der Herangehens- und Betrachtungsweise unterschiedlicher Fächer der Realschule, um fächerverbindende Schul- und Unterrichtsvorhaben anzustoßen und professionell durchzuführen.

Fachmethodische Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • setzen dem Lerngegenstand, der Situation sowie den Schülerinnen und Schülern angemessene Arbeits- und Sozialformen ein, die zielgerichtetes Arbeiten erlauben und soziales Lernen begünstigen;
  • führen Gespräche sicher und flexibel, verwenden eine fachlich angemessene Erklärungs-, Darstellungs- und Demonstrationstechnik sowie eine zielorientierte Frage- und Impulstechnik;
  • bedienen sich eines breiten Methodenrepertoires, sodass die Motivation und die Aktivität der Schülerinnen und Schüler gefördert und die unterschiedlichen Zielsetzungen angesprochen werden;
  • kennen und nutzen die fachspezifischen Methoden im Bereich Kunst /Werken, um Lernziele effizient zu erreichen (z. B. Formen der Bild- und Werkbetrachtung, Präsentationsformen) und Unterrichtsprinzipien (Verbindung von Theorie und Praxis, Möglichkeiten der Demonstration, exemplarische Bildbetrachtung, Lernen durch Imitation, Verknüpfung mit Medien und Spielformen);
  • beziehen das Vorwissen und die Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler ein, bieten ihnen unterschiedliche methodische Möglichkeiten und individualisierte Aufgabenstellungen an und fördern deren strukturierte und motivierte Eigentätigkeit in den unterschiedlichen Lernprozessen;
  • nutzen die Möglichkeiten der Differenzierung, um altersadäquate Lernstufen anzubieten und damit den unterschiedlichen Voraussetzungen zu entsprechen;
  • stellen auf geeignete Weise den Bezug zur Lebenswelt der Schüler her, indem sie selbstständiges Erarbeiten von Wissen ermöglichen, alle Schülerinnen und Schüler in geeigneter Weise unter Berücksichtigung von Lerngruppe und Thema motivieren und aktivieren;
  • nutzen verschiedene Medien sachgerecht und in Abwägung von Aufwand und Wirkung zur Vermittlung von Lerninhalten sowie auch als Lerngegenstand selbst, sodass die Schülerinnen und Schüler einen reflektierten und verantwortungsvollen Umgang mit diesen erlangen und somit ein Beitrag zur Medienerziehung geleistet wird;
  • kennen bzw. erstellen ästhetisch anspruchsvolle, geeignete Medien und Materialien, die sie sinnvoll und zielgerichtet einsetzen;
  • gehen mit unvorhergesehenen und nicht planbaren Unterrichtssituationen in Bezug auf den Einsatz von Arbeits- und Sozialformen bzw. Medien flexibel um;
  • setzen die entsprechenden Unterrichtsverfahren durchdacht ein, um den Unterricht zeitökonomisch zu gestalten;
  • wenden fachspezifische Methoden der Unterrichtsorganisation an und kennen sinnvolle Hilfsmittel hierzu (Arbeitsplanung und -organisation);
  • besuchen professionell geplant und angeleitet außerschulische Lernorte (z. B. Ausstellungen, Museen, exemplarische Orte wie Gebäude, Plätze und Räume, Werkstätten und Betriebe), um für die Schülerinnen und Schüler die unverzichtbaren Effekte einer Realbegegnung nutzbar zu machen;
  • gestalten das schulische Leben durch Aktionen und Beiträge (z. B. Ausstellungen, Projekte, Schulhausgestaltung) im Sinne der ästhetischen Gestaltung des eigenen Lebensraums mit und ermuntern so Schüler zu eigener Partizipation.

Erzieherische Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • begegnen Schülerinnen und Schülern fachlich wie persönlich als Vorbild;
  • zeigen Engagement und persönliche Kompetenz, um Interesse für die Fächer Werken und Kunst und deren Werte zu schaffen;   
  • achten die Persönlichkeit der Schülerinnen und Schüler und können sich auf die Bedürfnisse, das Verhalten und das Handeln von jungen Menschen einstellen;
  • gehen mit dem einzelnen Schüler bzw. der einzelnen Schülerin angemessen und mit der erforderlichen Zuwendung und Distanz um;
  • treten vor der Klasse sicher auf und zeigen einen klaren Führungsstil;
  • verfügen über eine klar ausgeprägte Erziehungskompetenz, um auf Schülerverhalten angemessen zu reagieren;
  • nehmen in schwierigen Situationen angemessen Einfluss, indem sie disziplinarische Maßnahmen sinnvoll und konsequent umsetzen;
  • reflektieren kritisch den eigenen Unterricht und didaktische Zielsetzungen, um Unterrichtsqualität zu gewährleisten bzw. zu steigern und dem sich wandelnden Bildungsauftrag zu begegnen;
  • bedienen sich geeigneter Diagnose- und Rückmeldeverfahren, um individuell zu fördern und Unterrichtsprozesse zu verbessern;
  • legen eigene Ressourcen frei, indem sie Strategien zur effizienten Gestaltung des Arbeitsalltags nutzen;
  • fördern das Schulklima auch in Zusammenarbeit mit anderen Kollegen.

3.18 Schulpsychologie (offiziell: Psychologie mit schulpsychologischem Schwerpunkt)

Fachwissenschaftliche Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • verfügen über ein breites Fachwissen in ihren Fächern;
  • wissen um die Möglichkeiten und sind bereit, beständig ihr Fachwissen zu vertiefen und zu erweitern, um sich kontinuierlich in aktuelle Aufgabenbereiche einarbeiten zu können;
  • setzen sich fundiert mit wichtigen rechtlichen Grundlagen ihrer Fächer auseinander;
  • beherrschen die notwendige Fachsprache und arbeiten gemäß fachspezifischer Qualitätsstandards;
  • wenden unterschiedliche Beratungskonzepte (insbesondere den ressourcen- und lösungsorientierten Ansatz) an und gestalten Beratungsprozesse zielorientiert, gemeinsam mit den Klienten;
  • wählen diagnostische Verfahren sachgemäß aus, wenden diese korrekt an und interpretieren die Ergebnisse im Gesamtzusammenhang. Dabei nehmen sie auch Widersprüche wahr und greifen diese auf;
  • sammeln fundierte Erfahrungen mit einzelnen, auch komplexeren diagnostischen Instrumenten
  • erwerben und vertiefen grundlegende Gesprächsführungs-, Konfliktlöse- und Beratungsmethoden, u. a. durch die Teilnahme an einem schulartübergreifenden Wochenkurs;
  • kennen Ursachenfaktoren sowie Möglichkeiten zu Diagnostik, Intervention und Prävention bei psychischen Störungen und Verhaltensauffälligkeiten, so dass sie die Schule z. B. bei Inklusionsfällen unterstützen können;
  • setzen sich mit der Schule als System und ihrer eigenen Aufgabe in diesem System auseinander, insbesondere mit den Chancen und Schwierigkeiten durch die Doppelqualifikation als Schulpsychologe/Schulpsychologin und Lehrkraft;
  • kennen und nutzen die Möglichkeiten, kontinuierlich die Qualität der schulpsychologischen Arbeit zu überprüfen und zu optimieren (z. B. durch Supervision, unabhängig von der Seminarlehrkraft) und arbeiten dabei mit Lehrkräften, inner- und außerschulischen Beratungsfachkräften, unterschiedlichen Experten und Institutionen zusammen, auch schulartübergreifend.

Grundlegende schulpsychologische Handlungs- und Methodenkompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • planen und organisieren ihre Arbeit langfristig, wobei sie auf Veränderungen adäquat reagieren können;
  • beachten im Hinblick auf Zeit, Material und Effizienz auch ökonomische Aspekte;
  • beherrschen Methoden zur Dokumentation ihrer Arbeit sowie für die Öffentlichkeitsarbeit;
  • klären und koordinieren die Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen und Personen innerhalb und außerhalb der Schule;
  • wählen Methoden und Maßnahmen zur Prävention/Förderung/Intervention sachgemäß aus und adaptieren diese situations- und adressatengemäß:

    • Lern- und Leistungsbereich: Förderung von Lernstrategien, von Motivation und Konzentration
    • Emotionaler Bereich: Umgang mit Angst
    • Förderung der Sozialkompetenz (soziale Unsicherheit, aggressives Verhalten, Mobbing, Konfliktlösung …)
    • Unterstützung beim Umgang mit Verhaltensauffälligkeiten, psychischen Störungen und Behinderungen in der Schule (z. B. Fragen der Inklusion, Nachteilsausgleich/Notenschutz usw.)
    • Bewältigung von akuten Krisen (u. a. für die Mitwirkung im Krisenteam der Schule).

Bei der psychologischen Einzelfallarbeit

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • wirken bei Eignungs- und Schullaufbahnfragen mit, auch in Kooperation mit Beratungslehrkräften, und unterstützen die Ratsuchenden bei ihrer Entscheidung;
  • wirken auf Wunsch der Schule oder der Erziehungsberechtigten bzw. des (volljährigen) Schülers/der Schülerin im Disziplinarausschuss mit, ggf. durch eine Stellungnahme;
  • klären mit den Klienten Auftrag, Zuständigkeit, Ziele und Erwartungen;
  • formulieren fallbezogene Hypothesen und überprüfen diese;
  • werten schulische und medizinische Unterlagen sowie erhobene Daten adäquat aus, gewichten diagnostische Erkenntnisse und leiten daraus geeignete Interventionsmaßnahmen ab;
  • gestalten die Beratung als Prozess, gemeinsam mit den Klienten;
  • setzen Methoden zur Strukturierung und Visualisierung in Beratungsgesprächen sinnvoll ein;
  • führen Beratungsunterlagen übersichtlich und nachvollziehbar;
  • erstellen schulpsychologische Stellungnahmen und haben dabei alle Betroffenen im Blick.

Soziale und personale schulpsychologische Kompetenzen

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare

  • können zu ganz unterschiedlichen Adressaten Beziehungen aufbauen;
  • nehmen den eigenen Umgang mit Nähe und Distanz wahr, reflektieren und gestalten diesen;
  • entwickeln ihre Fähigkeiten zur Wahrnehmung von Personen und Situationen, zu Empathie und Perspektivenwechsel;
  • beziehen stets das Umfeld von Adressaten ein;
  • fördern die Selbstverantwortung der Adressaten;
  • wahren die eigene Neutralität und Unabhängigkeit bei Konflikten;
  • entwickeln die Fähigkeit und Bereitschaft zu kontinuierlicher Selbstreflexion und Selbstkritik;
  • erweitern kontinuierlich ihre Gesprächsführungskompetenzen: fördern Gesprächsbereitschaft und Selbstreflexion, fokussieren und strukturieren Gespräche, wechseln auf die Metaebene, gehen mit schwierigen Gesprächssituationen angemessen um;
  • achten auf eine adressatenbezogene Sprache;
  • nehmen bei der Arbeit mit Gruppen gruppendynamische Prozesse wahr und gestalten diese, ohne dabei gleichzeitig den Einzelnen aus dem Blick zu verlieren;
  • nutzen und gestalten die Kooperation mit anderen innerhalb und außerhalb der Schule, insbes. mit dem schulischen Beratungssystem, dem Mobilen Sonderpädagogischen Dienst, Jugendsozialarbeitern, Jugendamt, Beratungsstellen, Kinder- und Jugendpsychiatern, Therapeuten und Krisendiensten;
  • nutzen persönliche Stärken und Ressourcen und nehmen persönliche „Fallstricke“ in der schulpsychologischen Arbeit sensibel wahr (z. B. Helferproblematik);
  • erarbeiten sich Wege der Selbstmodifikation (z. B. Fallbesprechungsgruppen, Supervision).



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