RSD Ralf Havelka (Schulleiter der Staatlichen Realschule Murnau), Anton Rohrmoser (Kern), StR (RS) Rudi Schedler (KBO) und Matthias Kaiser (IHK Weilheim).
Murnau – Für beide Seiten war es so kurz vor Weihnachten ein Routinebesuch. Man kennt sich, man schätzt sich seit Jahren. Und dennoch war das Lächeln und die gegenseitige Sympathie aller Beteiligten bei diesem Termin nicht zu übersehen. Noch kurz vor dem Jahreswechsel besiegelten die Realschule im Blauen Land und die Kern Microtechnik GmbH ihre IHK-Bildungspartnerschaft. Ganz offiziell im Beisein des IHK-Bildungsberaters Matthias Kaiser mit Unterschriften und einem Vertrag im Büro von Direktor Ralf Havelka.
Es ist die Festigung einer bereits lang bestehenden Partnerschaft, die in den kommenden Jahren noch enger und für Kern besonders wichtig wird. Denn Fachpersonal zu finden, auszubilden und zu binden, ist eine der großen wenn nicht die entscheidende Herausforderung vor der viele Unternehmen in Deutschland stehen. Bereits in der Vergangenheit erwies sich die Realschule in Murnau als zuverlässiger „Lieferant“ für geeignete Lehrlinge, von denen einige bereits im Unternehmen etabliert sind, wie Anton Rohrmoser, der als Ausbilder stellvertretend für Kern den Vertrag unterschrieb, bestätigte.
Für Havelka geht es vor allem darum, das „Matching“ zwischen Kern und den richtigen Lehrlingen – vor allem im MINT-Bereich aber auch in den kaufmännischen Zweigen – zu verbessern. „Hier geht es um das Wohl unserer Absolventen.“ Dabei sei die persönliche Beziehungsebene zwischen Schule und Unternehmen sehr wichtig.
Einige der Module, die für die Zusammenarbeit zentral sind und ab dem Schuljahr 2025/26 offiziell durchgeführt werden, sind bereits seit vielen Jahren an der Murnauer Realschule fest etabliert. So präsentiert sich das Unternehmen Kern nicht nur beim offiziellen Tag der Ausbildung sondern bietet auch Betriebserkundungen und Betriebspraktika für interessierte Schülerinnen und Schüler an. Darüber hinaus sieht der Vertrag jetzt auch noch weitere „spezifische Projekte“ vor. „Diese Partnerschaft ist ein weiterer wichtiger Baustein im Ausbau unserer Berufsorientierung“, meint Rudi Schedler, der als zuständige Lehrkraft an der Schule die Berufsberatung betreut und sich durch die intensivierte Zusammenarbeit noch mehr „Zielorientierung“ wünscht. „Dabei soll die grundständige Lehre mit Perspektiven im Unternehmen auch eine attraktive Alternative zum Besuch einer weiterführenden Schule sein.“ Ein Satz, bei dem Rohrmoser zustimmend nickt und den Stift zur zweiten Unterschrift ansetzt. Genau so hat er sich wohl den Beginn dieser verstärkten Kooperation für sein Unternehmen vorgestellt.
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