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Staatliche Realschule Holzkirchen führt zum ersten Mal einen Projekttag „Obacht Heimat“ durch

In Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Verein für Heimatpflege e.V. und dem Bayerischen Rundfunk führten Kolleginnen und Kollegen der Staatlichen Realschule Holzkirchen einen Workshop zum Thema „Obacht Heimat“ durch. Die Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen erlebten einen außergewöhnlichen, aber hoch interessanten Projekttag. In verschiedenen Workshops konnten die Kinder in unterschiedlicher Thematik „Heimat erfahren“.

„Komplimente – eine tänzerische Zeitreise“

Der Tanz spielte in der Volksmusik immer schon eine wichtige Rolle. Die einst so beliebten Francaisen haben sich über gut 200 Jahre erhalten, bis sie nach dem 2.Weltkrieg völlig umgekrempelt wurde. Dabei handelt es sich um einen Kontratanz, der ursprünglich über die Schottischen Landtänze an die adeligen Höfe und von dort ins Volks kam, verschwanden ab Mitte der 50er Jahre von den Tanzböden. Nun erlebt die Francaise eine Renaissance. Es gibt viele regionale Formen.

 

„My Gwand is my Heimat“

Was hat Kleidung mit Heimat zu tun – wie war das früher und wie ist das heute? Die Schülerinnen und Schüler gestalteten ein weißes T-Shirt mit Hilfe von Stempeln, Woll- und Stoffresten oder Knöpfen. Bei einer kleinen Modenschau führten sie ihre selbst kreierten Shirts dann vor.

 

 


„Da bin ich daheim – meine Heimat in Bildern“

Was bedeutet Heimat für mich? Auf einer großen Landkarte des Landkreises markierte jedes Kind seinen Wohnort. Die Kinder schreiben ihre Gedanken zum Begriff Heimat auf. Mit den niedergeschriebenen Gedanken, mitgebrachten Fotos und der Landkarte wurde eine Kollage gestaltet. 

 

 

„Mein Wohnort – mein Traumort“

Die Kinder gestalteten ihren Traumort mit selbst gebastelten Häusern. Zuvor gab es rege Diskussionen darüber, welche Gebäude/Bauwerke in einem Ort unbedingt vorhanden sein müssen, damit es hier auch lebenswert ist. Außerdem sprachen sie über deren Bedeutung. Nebenbei lernten die Schüler auch noch regionale Bauweisen kennen.

 

"Bräuche verbinden“

Hier ging es – der Jahreszeit entsprechend – um Ostern bzw. das Zuckerfest. Es wurden sowohl Gemeinsamkeiten und Unterschiede als auch die Bedeutung von Bräuchen erarbeitet. Dieser Wokshop wurde von einem türkischen Schüler unterstützt, der Speisen mitbrachte, die zum Fastenbrechen gereicht werden. Es gab aber auch einen Osterzopf, ein Osterlamm und Ostereier. Als Beispiel für einen nicht religiösen Brau flochten die Kinder ein Freundschaftsband, das sie verschenken durften.

 

 

 

„Reden, reimen, rappen“

Die Schülerinnen und Schüler erhielten Informationen zum Rap. Im Anschluss dichteten sie ihren eigenen Rap, den sie zum Schluss im Plenum vorstellen durften.

 

 

 

„Heimatgeschichten“

Die Kinder erzählten ihre Geschichte zum Thema „Was ist für mich Heimat, wer bin ich und wo komme ich her?“  Darüber erstellten sie einen kleinen Film. Bei der Filmbearbeitung wurden sie von einem Lehrer und Schülern aus dem schuleigenen Filmteam, aber auch zusätzlich von zwei Damen des Bayerischen Rundfunks unterstützt.

Alle Schüler besuchten je zwei Workshops (Ausnahme „Heimatgeschichten“). Bei der Anmeldung erhielten sie teilweise bereits Arbeitsaufträge, die sie zum einen auf den Tag einstimmten bzw. die Schüler sollten auch bestimmtes Material von zu Hause mitbringen.

Am Ende des Projekttages trafen sich alle Schüler, Referenten und Lehrer in der Sporthalle zu einer Abschlussveranstaltung. Hierzu waren auch die Eltern eingeladen, die ganz begeistert von den Vorführungen ihrer Kinder waren. Die Kinder freuten sich, dass sie vor so großem Publikum ihre Ergebnisse aus den einzelnen Gruppen vorstellen durften. Zu bewundern waren z.B. die Francaise als Tanzvorführung, eine Modenschau, die selbst getexteten Rap-Vorträge und die Heimatgeschichten-Filme. Außerdem waren noch die Plakate aus dem Workshop „Meine Heimat in Bildern“ und die gebastelten Dörfer anzuschauen.

Und so mancher Schüler durfte dem Reporter vom Bayerischen Rundfunk noch ein Interview geben.

 

 

 

 

 

 





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