Mit einem großen Festakt feierte die Wilhelm-von-Stieber-Realschule Roth am 13. März bei herrlichem Sonnenschein ihr 75-jähriges Bestehen. Am 24. September 1951 um 8 Uhr startete die erste Klasse der heutigen Realschule, damals offiziell unter dem Namen „Mittelschule für Knaben und Mädchen“. Unter dem Motto „eine bewegende Vergangenheit, die herausfordernde Gegenwart und vor allem eine vielversprechende Zukunft feiern“ folgten zahlreiche Gäste der Einladung der Schulleitung. Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Ehemalige sowie zahlreiche Gäste aus der Region und der Politik kamen zusammen, um die Leistung der letzten 75 Jahre zu würdigen.
Durch den Festakt in der geschmückten Turnhalle moderierten souverän und auf charmante Art und Weise die vier Schülersprecher, das Technikteam der Realschule sorgte für einen reibungslosen Ablauf. Musikalisch umrahmt wurde der Festakt von der Bigband und dem Schulchor, die mit ihren gelungenen Auftritten große Begeisterung auslösten.
Landrat Ben Schwarz erklärte in seiner Rede, dass das Landratsamt für die Realschule als Sachaufwandsträger fungiert, diese nüchterne und sachliche Bezeichnung jedoch nicht die Wertschätzung der Schule für die Region wiederspiegelt. Er zeigte auf, dass seit ihrer Gründung „17,7 Millionen sinnvoll in Bildung investiert“ wurden und sicherte zu „die Schulfamilie weiterhin gut auf die Zukunft vorzubereiten.“ Der Ministerialbeauftragte der mittelfränkischen Realschule Michael Schmidt betonte ebenso die Wichtigkeit der Realschule Roth für die Region, denn schon in ihrem Gründungsjahr 1951 war es das oberste Ziel, Fachkräfte für die Umgebung auszubilden. Besonders hob er den 44-jährigen Status als Seminarschule hervor und unterstrich auch die Vorreiterrolle als „Digitale Schule der Zukunft“ in Mittelfranken. Auch dankte er allen Beteiligten, der aktuellen Schulleiterin Frau Susanne Steiner, deren Vorgängern, allen ehemaligen und aktuellen Lehrkräften sowie dem Elternbeirat für 75 Jahre Bildungsarbeit und das entstandene Wertefundament.
MdL Volker Bauer stellte anhand eines Zitats aus der Feuerzangenbowle augenzwinkernd klar, dass für ihn Schule keineswegs „bitter schmecken muss“ und fügte hinzu, dass sich diese Einstellung in den letzten Jahren glücklicherweise gewandelt hat.
In einer Gesprächsrunde, die aus dem Bundestagsabgeordneten Ralph Edelhäußer, dem ehemaligen Rektor Norbert Valta, dem Elternbeiratsvorsitzenden Klaus Leinberger und dem Personalratsmitglied Hannes Herrmann bestand, stellten die vier Schülersprecher Fragen rund um das Thema Schule. Alle waren sich einig, dass Schule ein Ort ist, an dem man fürs Leben lernt, ein Ort für Freundschaften und Zusammenhalt. Leinberger unterstrich auch, wie wichtig es ist, dass vom Elternhaus ein Wertefundament geschaffen wird, das in der Schule weiterentwickelt wird, sodass man letztlich dafür dankbar sein kann, „in die Schule gehen zu dürfen, und nicht zu müssen.“
Realschuldirektorin Frau Susanne Steiner erklärte in ihrer Rede, dass die Entstehung der Wilhelm-von-Stieber-Realschule nur durch die Beharrlichkeit und Hartnäckigkeit der Stadt Roth zurückzuführen sei. Über mehrere Jahre hinweg bemühte man sich in den Nachkriegsjahren, diese Schulart an diesem Standort zu errichten. In ihrem Rückblick erwähnte sie die notwendigen Umbaumaßnahmen aufgrund der wachsenden Schülerzahlen sowie die stetigen Veränderungen und Weiterentwicklungen. Im Jahre 2003 erreichte die Schule mit 1052 ihren Höchststand an Schülerinnen und Schülern. Besonders stolz ist die Schulleiterin auf die musischen und künstlerischen Möglichkeiten, die vielen Kooperationen mit Firmen aus der Region, die Etablierung als digitale Schule der Zukunft, die sportlichen Angebote und die vielfältigen Angebote im sozialen und unterrichtlichen sowie außerunterrichtlichen Bereich. Dies alles ist nur durch die Zusammenarbeit der gesamten Schulfamilie möglich, bei denen sich Susanne Steiner herzlich bedankte und sie für ihr besonderes Engagement lobte. Von der Vielfalt der schulischen Aktivtäten konnten sich im Anschluss an den Festakt Eltern, Schülerinnen und Schüler sowie die Gäste ein Bild machen. Im gesamten Schulhaus wurden zahlreiche Aktionen präsentiert. Während die höheren Jahrgangsstufen die Gäste kulinarisch verwöhnten, zeigten die anderen, wie aufregend, spielerisch und interessant Schule auch sein kann. Auch eine Ausstellung mit historischen Fotos und Dokumenten aus den vergangenen Jahrzehnten stieß auf großes Interesse. Viele Ehemalige nutzten die Gelegenheit, ihre frühere Schule zu besuchen und alte Erinnerungen auszutauschen.
Das Jubiläum zeigte eindrucksvoll, welchen Stellenwert die Wilhelm-von-Stieber-Realschule für die Region hat – damals wie heute.
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