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Europa hautnah erleben: Realschule Ansbach baut Brücken nach Katalonien

Fremdsprachen im Klassenzimmer zu lernen, ist wichtig – sie im echten Leben anzuwenden und dabei fremde Kulturen hautnah kennenzulernen, ist jedoch unbezahlbar. Die Staatliche Realschule Ansbach setzt im Rahmen ihrer umfassenden Internationalisierungsstrategie seit Jahren auf eine lebendige Völkerverständigung und die Stärkung des europäischen Gedankens. Neben der bewährten Sprachreise nach England sowie etablierten Austauschprogrammen mit Schulen in Frankreich und Schweden ist in diesem Schuljahr ein weiterer Meilenstein hinzugekommen: Ein von Erasmus+ geförderter Schüleraustausch mit Spanien. Im April hieß es für 14 Schülerinnen und Schüler der Realschule zunächst „¡Hola, Girona!“. Mit großer Vorfreude besuchten sie die katalanische Partnerschule, das Institut Santiago Sobrequés i Vidal. Nach einem herzlichen Empfang tauchten die Jugendlichen sofort in das dortige Schulleben ein. Zentraler Eckpfeiler der Begegnung war das Projekt „Connect AI with the SDGs“. Die Jugendlichen untersuchten gemeinsam, wie Künstliche Intelligenz bei globalen Herausforderungen wie dem Klimaschutz oder dem Erhalt der Artenvielfalt helfen kann. Eindrucksvolle Exkursionen ergänzten die theoretische Arbeit: Die Gruppe erkundete die Metropole Barcelona, tauchte in Figueres in die surreale Welt von Salvador Dalí ein und bestimmte an der Costa Brava Pflanzen mit modernen KI-Apps. Besonders prägend war jedoch die liebevolle Aufnahme in den spanischen Gastfamilien, durch die Sprachbarrieren schnell abgebaut wurden und enge Freundschaften entstanden.

Diese internationalen Verbindungen konnten Mitte Mai beim Gegenbesuch in Mittelfranken vertieft werden. Nach ihrer Ankunft in Ansbach starteten die Gäste mit auflockernden Ice-Breaker-Spielen, bevor die deutschen Schülerinnen und Schüler ihre fränkische Heimat und das bayerische Schulsystem in eigenen Präsentationen vorstellten. Ein großes Highlight war die souveräne, dreisprachige Schulführung auf Spanisch, Englisch und Deutsch durch Schulleiter Herrn Häckel. Auch gemeinsame Hospitationen im Unterricht gehörten selbstverständlich dazu.

Die Folgetage boten den Gästen abwechslungsreiche Einblicke in die Region: In Rothenburg ob der Tauber erlebten die Jugendlichen Geschichte im Kriminalmuseum und sportliche Action im Klettergarten. Ein Ausflug nach Nürnberg samt Kaiserburg und Zukunftsmuseum griff das KI-Projekt thematisch perfekt wieder auf. Abgerundet wurde dieser Tag durch den festlichen Besuch des Frühlingskonzerts der Realschule. Nachdem am Freitag noch die prunkvolle Ansbacher Residenz bestaunt wurde, bildete ein Farewell-Dinner in einem typischen Ansbacher Biergarten den perfekten Abschluss. Bei herrlichem Wetter und fröhlichen Gesprächen wurde allen Beteiligten klar: Europa lebt von genau diesen persönlichen Begegnungen. Gemeinsames Lachen und neue Freundschaften überwinden Grenzen und bereichern den Schulalltag auf nachhaltige Weise.

Ein Bericht von Sabine Schachner und Markus Zitzmann





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