Medienerziehung an der Realschule

Medienbildung als Aufgabe der Realschule 

In unserer durch Medien wesentlich mitgestalteten Welt kommt dem richtigen Umgang mit Medien und der Kenntnis ihrer Wirkungen eine herausragende Bedeutung zu. Daher ist es eine wichtige Aufgabe der Realschule, einen Beitrag zur Medienerziehung unserer Schülerinnen und Schüler zu leisten. Medienerziehung ist das Anregen und Begleiten jener Lernvorgänge, die den Heranwachsenden zu einem selbstständigen und kompetenten Umgang mit Medien befähigen.

Schwerpunkt der Medienerziehung ist daher das Wissen über Medien (im Unterschied zur Mediendidaktik, der Unterstützung von Lernvorgängen durch den Einsatz von Medien).

Übersicht über die Ziele der Medienerziehung, Möglichkeiten zur Umsetzung und weiterführende Informationsquellen

Ziele und Verankerung der Medienerziehung

"Medienbildung ist ein wesentlicher Teil der allgemeinen Bildung. ...Medienerziehung ist ein grundlegendes pädagogisches Erfordernis."(KMBek vom 07.08.2003)

Medienerziehung ist als fächerübergreifende Bildungs- und Erziehungsaufgabe im Lehrplan der Realschule verankert.

Die Schüler der Realschule sollen demnach

  • die Verbreitung und Wirkung von Medien kennenlernen
  • die Sprache der verschiedenen Medien und ihre inhaltlichen Botschaften verstehen und beurteilen lernen
  • die Medien gestalten und einsetzen lernen
  • Medien auswählen und auswerten lernen
  • Medien im gesellschaftlichen Zusammenhang sehen lernen.

Diese Schwerpunkte der Medienkompetenz sollen in verschiedensten Unterrichtsformen und insbesondere im fächerübergreifenden Unterricht verwirklicht werden. Dies geschieht in enger Verbindung mit der Informationstechnischen Grundbildung 

KMBek zur Medienbildung vom 07.08.2003

Medienerziehung (Auszug aus dem Lehrplan)

Informationstechnische Bildung (Auszug aus dem Lehrplan)

Konzept der Medienpädagogisch-Informationstechnischen Beratung

Zur Umsetzung des Gesamtkonzepts der Medienerziehung und der informationstechnischen Bildung in der Schule wurde ein Netzwerk Medienpädagogisch-informationstechnischer Beraterinnen und Berater (MIBs) eingerichtet.Sie absolvieren ein Erweiterungsstudium Medienpädagogik und sind jeweils für einen Regierungsbezirk zuständig.

 

Ziele sind

  • die Gemeinschaftsaufgabe, Medienerziehung und die informationstechnische Bildung zu fördern
  • Kinder und Jugendliche zu einem sicheren, verantwortungsbewussten und kreativen Umgang mit allen Medien zu befähigen
  • die Qualität des Unterrichts, das selbstverantwortliche Lernen durch die Nutzung der Medien, insbesondere von neuen Medien, weiter zu verbessern

KMBek vom 6. Juni 2007 zur Medienpädagogisch-Informationstechnischen Beratung 

Aufgaben der Medienpädagogisch-informationstechnischen Berater

Aufgaben sind etwa die Mitwirkung bei der

  • Vermittlung informationstechnischer Grundkenntnisse,
  • Erarbeitung von Konzepten der medienpädagogischen Arbeit mit on- und off-line-Medien, insbesondere Konzeptionen zum schulischen Einsatz von neuen Medien und der Telekommunikation (Unterrichtskonzepte mit neuen Medien),
  • Vermittlung von Kenntnissen der Mediengestaltung,
  • Entwicklung des e-learning und des virtuellen Unterrichts,
  • Lehrplanzuordnung von Unterrichtsmedien (pädagogischer Software),
  • Beurteilung und Bewertung neuer Medien und im Netz angebotener Inhalte,
  • Erstellung medienpädagogisch-informationstechnischen Beratungsmaterials,pädagogischen Betreuung von Schul- und Bildungsservern,
  • Umsetzung von landesweiten und landesübergreifenden medienpädagogisch-informationstechnischen Maßnahmen,
  • Erarbeitung von Umsetzungsstrategien zur Verankerung der neuen Technologien in der Schule,
  • Verdeutlichung des Zusammenhangs zwischen Medienpädagogik und Schulentwicklung,
  • prozessbegleitenden Evaluation medienpädagogisch-informationstechnischer Maßnahmen,
  • Wahrnehmung medienpädagogisch-informationstechnischer Aufgaben im schulnahen außerschulischen Bereich, insbesondere bei der Information der Eltern, bei der Ausbildung von Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen und in der Jugend- und Erwachsenenbildung,
  • Beratung der Schul- und Sachaufwandsträger hinsichtlich Hardware und Software.

Dieser Aufgabenkatalog ist dem KMBek (s. o.) entnommen. KMBek zur Medienpädagogisch-Informationstechnischen Beratung  



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