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Musik ohne Grenzen in Wemding

Seit diesem Schuljahr nimmt die Wemdinger Realschule am Programm „Erasmus+“ der Europäischen Union teil. Höhepunkt der ersten Phase war nun ein gemeinsames Konzert mit den Partnerschulen aus Liepaja/Lettland und Rom. Dabei wurde das gemeinsame Projekt „Flüchtlinge gestern und heute“ präsentiert.

Eingebettet in ein musikalisches Rahmenprogramm in der Stadthalle stellten die Schüler aus Wemding und den beiden Partnerschulen die Ergebnisse vor. Der inhaltliche Schwerpunkt lag in dieser Projektphase auf der Flüchtlingssituation in der Nachkriegszeit: Die Ergebnisse aus Interviews mit den Großeltern und anderen Zeitzeugen flossen ein in Texte und Bilder auf Schautafeln, die in der Stadthalle aufgebaut waren, bzw. in Schülervorträge, die im Rahmen des Konzertabends dargeboten wurden, an dem insgesamt 250 Mädchen und Jungen in neun Gruppen und Ensembles der drei Schulen auftraten.
„Es ist faszinierend, was europaweit in der Schularbeit möglich ist“, lobte stellvertretender Landrat Hermann Rupprecht. Er dankte der Schule für die Organisation und Durchführung dieses Projekts. Wemdings Bürgermeister Martin Drexler meinte: „Es geht einem das Herz auf, wenn man diese Beiträge sieht und hört.“

In der Stadthalle traten für die Realschule unter anderem die Big Band mit einem der in Wemding lebenden nigerianischen Flüchtlinge als Gastmusiker, die Bläserklasse, der Chor, das Streicherensemble sowie die Schulband auf. Mit bemerkenswerten Gesangskünsten verdienten sich die Junior Band und der Chor aus Liepaja lautstarken Applaus. Das Orchester aus Rom spielte zu Klängen des Filmklassikers „Das Leben ist schön“. Zum großen Finale versammelten sich alle Mitwirkenden zu den Stücken „Grazie Europa“ sowie „Heal the World“.

(Thomas Unflath, Donauwörther Zeitung)





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