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Netzgängerprojekttag geht in die zweite Runde

Nach der großen Resonanz im vergangenen Schuljahr, wurde auch 2020 wieder ein eigener Ausbildungstag für die Schülerinnen und Schüler der oberfränkischen Realschulen organisiert – und die Nachfrage war noch größer als vergangenes Jahr: Über 250 teilnehmende Schüler aus 15 der 28 oberfränkischen Realschulen!

Am 13.02.2020 fanden sich schließlich alle Teilnehmer in Begleitung ihrer Betreuer sowie zahlreiche interessierte Lehrkräfte auf dem Campus der Universität Bayreuth ein. Diese kooperiert mit den Realschulen in Oberfranken und stellte freundlicherweise die Räumlichkeiten für so eine Großveranstaltung zur Verfügung. Nach einer herzlichen Begrüßung durch den Ministerialbeauftragten für die Realschulen in Oberfranken RSD, Johannes Koller und einer persönlichen Videobotschaft von Frau Dorothee Bär, Beauftragte der Bundesregierung für Digitalisierung, folgte ein aufschlussreicher Eröffnungsvortrag von Kriminalhauptkommissarin Katrin Schamel. Die Referentin zeigte bildreich und anschaulich die Gefahren und Risiken im weltweiten Netz auf und führte den Zuhörern die Konsequenzen eines leichtfertigen Surfverhaltens vor Augen. Damit bot Frau Schamel den perfekten Einstieg für die Arbeit in den anschließenden Workshops.

Doch was genau versteckt sich hinter dem Begriff „Netzgänger“?

Die Netzgänger sind eine passende Möglichkeit, Schülerinnen und Schüler auf die Nutzung moderner Medien vorzubereiten und der Medienerziehung an der Schule einen breiteren Raum zu geben. Das Projekt bietet ein bayernweites, schulartunabhängiges Peer-Teaching-Konzept zu den Themen „Fit in Technik und Recht“, „Cybermobbing“, „Digitale Spielewelten“ und „Soziale Netzwerke“. Die eigenen Mitschüler sollen die jüngere Generation abholen und ihnen die wichtigsten Werkzeuge zum Umgang mit der virtuellen Welt an die Hand geben. Die Inhalte werden dazu jährlich aktualisiert und angepasst.

Jeweils zwei bis drei Lehrkräfte führten durch die zahlreichen Materialien der einzelnen Themengebiete und boten den zukünftigen „Peers“ nicht nur die Möglichkeit, sich mit den Inhalten ihrer Workshops auseinanderzusetzen, sondern gaben auch Tipps zur Durchführung und zum Umgang mit den jüngeren „Altersgenossen“. Die teilnehmenden Kollegen erhielten vormittags eine gesonderte Fortbildung - hier ging es vor allem um die Organisation und Durchführung an der eigenen Schule - und durften am Nachmittag in die Schülerworkshops hineinschnuppern. Mittags stand allen Teilnehmern freundlicherweise die Mensa der Uni zur Verfügung. Am Ende des Tages zeigte eine Onlineumfrage durch Herrn Pfefferle, dass die Tagung als voller Erfolg verbucht werden kann. So stimmten fast alle Teilnehmer der Notwendigkeit zu, dieses Projekt an ihrer Schule durchzuführen. Haben laut der Umfrage doch schon ca. 100 der Befragten schlechte Erfahrungen mit extremistischen oder unangebrachten Posts in Chats gemacht.

Organisiert hat den Projekttag auch in diesem Jahr eine Gruppe engagierter Realschullehrer um Clemens Pfefferle und Tanja Renner – die Berater digitale Bildung (BdB) für Oberfranken. Das Organisationsteam bestand fast ausschließlich aus MiB-Tutoren der Realschulen. Diese Lehrkräfte sind an ihrer Schule Ansprechpartner und Experten für Medienpädagogik, Medienrecht und Medienerziehung.

Die Veranstalter hoffen nun auch eine erfolgreiche Umsetzung an den einzelnen Schulen und drücken dafür den ausgebildeten Peers ganz fest die Daumen.

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