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Willkommen - miteinander leben!

Das Thema lautet „Willkommen – miteinander leben!“. Wenn Flüchtlinge in Deutschland ankommen, ist der erste Schritt, ein Leben in Sicherheit, geschafft. Sicherheit ist aber nur ein Aspekt der Grundbedürfnisse des Menschen. Zum Wohlfühlen gehört auch, dass man sich angenommen fühlt im neuen Land. Vielfach leben die Flüchtlingskinder in Neuburg relativ isoliert in der Gemeinschaftsunterkunft. Wie das Thema anspricht, will die Gruppe mit Begegnungen und fröhlichen Freizeitaktivitäten den Kindern das Gefühl geben, akzeptiert und WILLKOMMEN zu sein.

Projektziele
Der Projekttag "Will leben - Willkommen!" sensibilisierte für die Ausnahmesituation Flucht, Migration und Asyl. Ein breites Spektrum an Ursachen und Gründen, die dazu führen, dass Menschen freiwillig oder unfreiwillig ihr Land verlassen, wurde kennengelernt. Das Gefühl „fremd“ zu sein, beschwert das Leben und lässt das Selbstbewusstsein schwinden. In einem unvoreingenommenen Aufeinander-Zugehen, Kennenlernen und Miteinander- Agieren sollen die Kinder aus der nahe gelegenen Gemeinschaftsunterkunft das Gefühl bekommen, in der Gruppe der Jugendlichen anzukommen.

Aufgabe der Jugendlichen
Mit Unterstützung der Lehrkräfte wurde Kontakt zu den verantwortlichen Sozialpädagogen in der Gemeinschaftsunterkunft aufgenommen. Nachdem klar war, dass vier Flüchtlingskinder neu in Neuburg angekommen waren, sammelten die Schüler Ideen für konkrete Begegnungen mit den Kindern aus unterschiedlichen Herkunftsländern. Die konkrete Aufgabe ist, Begegnungsmöglichkeiten mit Spiel und Spaß zu schaffen, um Zugangsbarrieren abzubauen und für ein gutes Miteinander zu sorgen.

Projektverlauf
Der Projekttag in der 7. Jahrgangsstufe brachte ein gutes Hintergrundwissen zum Thema "Flucht". Im Infomobil „Integration“ vom Kolping-Netzwerk für Geflüchtete gab es viel auszuprobieren und zusätzlich interessante Gespräche mit Khalaf, der den Schülern ganz authentisch seine eigene Fluchtgeschichte erzählen konnte. Er machte deutlich, dass die Integration von Menschen aus anderen Ländern immer auch mit unserer Offenheit, Neugier und Akzeptanz zu tun hat. So trafen sich zu Beginn des Schuljahres neun aufgeschlossene Schüler, die ihren Beitrag für mehr Offenheit und Akzeptanz leisten wollten. Mit den betreuenden Lehrkräften planten sie ein „Miteinander“ mit vier Kindern, die neu in der Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge eingetroffen waren. Bei der ersten Begegnung machte allen Beteiligten das Bubble Soccer Turnier besonderen Spaß - es war für alle Jugendlichen etwas Neues, etwas Verrücktes und Außerge-wöhnliches. Beim Bubble Soccer ist es egal, wie groß oder klein jemand ist, wie gut er deutsch spricht - oder überhaupt - ob er schwächer oder stärker ist. Im Vordergrund standen Spiel und Spaß und das verbindet. So verschieden jeder auch ist, beim Bubble Soccer sind alle gleich "rund". Es gab viele lustige „Kontakte“ – „body-checks“, aber jeder wusste, Verletzungen sind in den kugelförmigen Schutzhüllen nahezu unmöglich. Bei einem kleinen Pausen-plausch wurden dann gemeinsame Erfahrungen in englischer Sprache ausge-tauscht. Allen wurde klar, dass man trotz mancher Sprachprobleme mit Offenheit und Toleranz gut miteinander leben kann.

Unser und euer Motto:Vielfalt ist unsere Stärke!
Vielfalt tolerieren hat mit Basiswissen zu tun: Der Projekttag leistete für die Gruppe einen guten Beitrag zum reflektierten Umgang mit Fluchtursachen und der Lebenssituation Asylsuchender in Deutschland. Vielfalt hat mit Identität zu tun: Kinder und Jugendliche unterschiedlicher Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung lernen sich kennen. Vielfalt hat mit Neugier, Offenheit und Akzeptanz zu tun: Schüler tauschen sich aus, haben Spaß und können die Erfahrung machen, dass jeder durch seine Unterschiedlichkeit die Gruppe bereichert.





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