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Realschule Eggenfelden erhält erneut hohe Auszeichnung

MINT-Förderpreis

Schulleiter Anton Huber (2.v.l.), die beiden Chemielehrer Dietmar Wagner (4.v.l.) und Sonja Maierhofer (2.v.r.) nahmen zusammen mit Christoph Eichinger, Eva-Maria Hochholzer, Lukas Winkler (v.l.n.r.) aus dem Wahlfach „Chemische Übungen für Forscher“ die mit 500 Euro dotierte Auszeichnung aus den Händen von Laudator Bertram Brossardt (rechts) entgegen. Links im Bild der Moderator des Festaktes, Michael Mötter

Wahlfach „Chemische Übungen für Forscher“ mit MINT21-Förderpreis ausgezeichnet
Eggenfelden. Nur wenige Tage nach der „Klasse im Puls“- Auszeichnung der Realschule durch die Universität Nürnberg-Erlangen für die erfolgreiche und nachhaltige Musikförderung konnte die Schule erneut eine hohe Auszeichnung für sich gewinnen. Das Wahlfach „Chemische Übungen für Forscher“ wurde mit dem MINT21-Förderpreis ausgezeichnet.

MINT21 – dahinter verbirgt sich eine seit 2010 laufende Initiative verschiedener Wirtschaftsverbände und des Kultusministeriums mit dem Ziel, Kompetenzen der Schüler im Bereich Mathematik, Informationstechnologie,  Naturwissenschaften und Technik zu stärken – deswegen auch das Kürzel „MINT“. Übergeordnetes Ziel dieser Initiative ist es, der Schulart Realschule ein schärferes Profil einzuverleiben und auch hinsichtlich eines möglichen Hochschulabschlusses Bildungsschwerpunkte zu setzen. Damals wurden in Niederbayern vier Realschulen als sogenannte MINT-Projektschulen ausgewählt – darunter die Realschule Eggenfelden. Das Konzept beginnt in der 5. Jahrgangsstufe, wo die Kinder die Forscherklasse besuchen können und so erste Kontakte mit naturwissenschaftlichen Phänomenen knüpfen können. „In der 5. Klasse führten wir relativ einfache, kleinere Versuche durch. Beispielsweise lernten wir verschiedene Trennverfahren mit Alltagsgegenständen kennen – wir filtrierten hierbei zum Beispiel mit Kaffeefiltern verschiedene Lösungen. Außerdem bauten wir Raketen mit Brausetabletten  und lernten bei einfachen Versuchen mit Wasser und Verbrennungen grundlegende Arbeitsmethoden aus der Chemie kennen“, erzählt Sechstklässler Christoph Eichinger, der bei der Preisverleihung dabei sein durfte. Das prämierte Wahlfach „Chemische Übungen für Forscher“ wird an der Stefan-Krumenauer-Realschule als Fortsetzung des Forscherunterrichts der 5. Klasse für Schülerinnen und Schüler der 6. Jahrgangsstufe angeboten. Hierbei findet nach einem halben Jahr ein Wechsel mit dem Wahlfachbereich „Pneumatik“ statt, damit die Kinder auch Einblicke in informationstechnologische Bereiche erhalten. „Es wird in der 6. Klasse  schon etwas komplizierter - Rotweindestillation mit ihrem aufwendigem Aufbau forderte schon einiges an Experimentiergeschick und auch bei der Seifen- und Cremeherstellung war unser ganzes Können gefragt“, berichtet Eva-Maria Hochholzer, „aber es macht sehr viel Spaß und man lernt interessante Sachen, gerade im Lebensmittelbereich.“ Auch die beiden Wahlfachlehrer, Sonja Maierhofer und Dietmar Wagner, zeigen sich begeistert vom Forschungsdrang ihrer Schüler. „Es ist toll, mit welcher Begeisterung die Kinder allerhand Experimente angehen, dabei weitgehend eigenständig arbeiten und somit auch wichtige Schlüsselkompetenzen ausbilden“, erzählen die beiden Pädagogen. In der Laudatio, die Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt von der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft vornahm, wurde das Eggenfeldener Modell als ein kreatives Projekt bezeichnet, „mit dem Kinder bzw. Jugendliche an die Fächer Mathematik, Chemie, Physik, Biologie und Informatik herangeführt werden. Auch gelinge es, (Berührungs-)ängste abzubauen und die Begeisterung für diese naturwissenschaftlich-technischen Fächer zu steigern. Die Zielsetzung der MINT21-Initiative an bayerischen Realschulen wurde hier also auf vorbildliche Weise umgesetzt.“ Schulleiter Anton Huber nahm zusammen mit den Fachlehrern und drei Wahlfachschülern die Auszeichnung entgegen und zeigte sich sichtlich stolz über die zweite Auszeichnung innerhalb kurzer Zeit.





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