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Feste Haarwaschmittel unter die „Testlupe“ genommen

Vier Schöllnacher Realschülerinnen erreichen dritten Platz beim Wettbewerb „Jugend testet“ von Stiftung Warentest

Mit festen Haarwaschmitteln lässt sich viel Plastik sparen. Emily Augenstein, Lana Köck, Sandra Schosser und Hannah Rager (alle 9. Jahrgangsstufe) wollten wissen, ob diese Idee nicht nur für die Umwelt, sondern auch für ihre Haare gut ist. Um herauszufinden, ob Haarseifen oder feste Shampoos eine Alternative zu herkömmlichem Shampoo aus der Plastikflasche sind, haben sie die Schülerinnen nach verschiedenen Kriterien untersucht:

Sie prüften nicht nur, wie ergiebig die Mittel sind und ob der Schaum die Augen reizt. Wichtig war ihnen vor allem das Waschergebnis: Lief es gut, waren die Haare nach dem Waschen glänzend, locker und leicht kämmbar. Bei den schlechten Mitteln sahen die Haare hinterher fettiger aus als zuvor. Mit in ihre Bewertung flossen auch Kriterien wie Geruch, Stabilität des Waschstücks und natürlich der Informationsgehalt und die Art der Verpackung.

Nach unzähligen Haarwäschen über mehrere Wochen sind Emily, Lana, Sandra und Hannah zu dem Ergebnis gekommen, dass sie hinsichtlich der Verpackung mit den festen Haarwaschmitteln eine gute Alternative für die Flüssigshampoos gefunden haben. Aber beim Waschergebnis fanden sie große Unterschiede heraus. Mit ihrem Thema hatten die Schöllnacher Testerinnen offenbar einen guten Riecher. Mehr als acht Monate nach Testbeginn gibt es deutlich mehr solcher fester Haarwaschmittel im Handel, haben sie festgestellt. Auch die Profis von Stiftung Warentest haben mittlerweile ihre Ergebnisse zu diesen Produkten veröffentlicht.

Die Mädchen haben aber nicht nur selbst interessante Erkenntnisse gewonnen, sondern auch mit ihrer Idee, den kreativen Tests und nicht zuletzt mit der interessanten Präsentation ihrer Ergebnisse die Berliner Jury überzeugt und einen hervorragenden 3. Platz bei 618 Einsendungen und 2300 Teilnehmern erreicht.

Insgesamt 1500 € Preisgeld haben die Mädchen gewonnen. Auf die mit dem Preis verbundene Reise nach Berlin dürfen sich die Schülerinnen coronabedingt erst im Juni 2021 freuen und dabei gemeinsam mit den Preisträgern der neuen Runde feiern.

Als kleiner Trost finden sich die vier Testerinnen zumindest in der neuen Ausgabe der „Test“- Zeitschrift von Stiftung Warentest wieder. In der Juli-Ausgabe wird jeweils über die drei ausgezeichneten Arbeiten der Kategorien Produkte und Dienstleistungen berichtet.

Neben den Haarwaschmitteltesterinnen schafften es noch zwei weitere Gruppen der Schöllnacher Realschule unter die besten 20 Einsendungen. Sie verglichen Koch-Apps, bzw. machten sich auf die Suche nach umweltfreundlichen Alternativen zu den herkömmlichen Plastikstrohhalmen.





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