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Über 1200 japanische Friedenskraniche an der Hermann-Stamm-Realschule in Schwabach

Schüler der Hermann-Stamm-Realschule setzten gemeinsam mit Grundschülern ein Zeichen für den Frieden.

Über dreihundert Schülerinnen und Schüler der Christian-Maar-Grundschule und der der Hermann-Stamm-Realschule unterstrichen die Bedeutung des Friedens weltweit. Angelika Sczepannek, Schulleiterin der Grundschule, erinnerte an die Entstehung des Friedenskranichs. Als Zweijährige habe Sasaki Sadako in Hiroshima den Atombombenabwurf überlebt, mit acht Jahren erkrankte sie an Blutkrebs und erlag diesem als Zwölfjährige. Die japanische Legende besage, erklärte Sczepannek, dass derjenige einen Wunsch frei habe, der eintausend Papierkraniche gefaltet habe. Sadako habe 800 geschafft, dann sei sie verstorben.

Damit der Wunsch nach Frieden erfüllt werde, so Nikolaus Schöpp, Schulleiter der Hermann-Stamm-Realschule, wolle man an dieser Legende festhalten und lud zum gemeinsamen Kranich Falten ein. In Tandems arbeiteten die Fünft- bis Neuntklässler der Realschule und die Dritt- und Viertklässler der Grundschule zusammen.

Im Anschluss wurden über tausend kleine Papierkraniche zu einem großen Kranich zusammengefügt. Fotograf Thorsten Hönig nahm die abschließende Aktion mit seiner Kameradrohne auf, während Alexandra Höger als Leiterin des Blechbläserensembles mit einer gemischten Bläserklasse aus Grund- und Realschülern die Europahymne spielte.

Abschließend waren die Kinder eingeladen ihre Kraniche mitzunehmen, alle übrigen wolle Sczepannek nach Japan schicken. Denn an einem Sadako Sasaki Bronzedenkmal in Hiroshima könne jedes Kind Teil des Papierkranichprojekts werden, da die zugesandten Kraniche aufgehängt werden.

(W. Szowtucha)





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