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„Inklusion lebt durch Ihr Vorbild“

Staatssekretärin Anna Stolz mit Christian Pfeifer, Schulleiter der Staatlichen Realschule Ichenhausen (Copy: Andreas Gebert)

MÜNCHEN. „Es gibt viele richtige Wege der Inklusion. Jedes Kind ist anders, jedes Kind ist besonders. Im Freistaat passen wir daher unsere vielfältigen Förderangebote an die individuellen Bedürfnisse des Kindes an“, erklärte Staatssekretärin Anna Stolz bei der Auszeichnung der neu hinzugekommenen Schulen mit dem Profil Inklusion. „Seit 2011 zählen die Bildungseinrichtungen mit dieser Profilrichtung zu den Vorreitern bei der Inklusion. Hier lernen Kinder mit und ohne Behinderung mehr als nur den Unterrichtsstoff. Ihr Einsatz ist unverzichtbar, Inklusion lebt durch Ihr Vorbild“, lobte Anna Stolz die 21 neu ernannten Schulen. Darunter befinden sich 3 Grundschulen, 4 Mittelschulen, 5 Realschulen, 3 Gymnasien, 1 Förderschule und 5 berufliche Schulen. Damit ist die Anzahl der Schulen, die dieses Profil ausgebildet haben, zum aktuellen Schuljahr auf 377 angestiegen. Anna Stolz war es aber zugleich wichtig zu betonen, „dass die Profilschulen auch stellvertretend stehen für das Engagement und den Beitrag unzähliger anderer bayerischer Schulen für ein vorurteilsfreies Schulklima. Sie vermitteln damit Werte, die die Schülerinnen und Schüler ein Leben lang prägen und dienen als Botschafter für mehr Miteinander in unserem Land.“

Schlüssel zu erfolgreicher Inklusion liegt in der Kooperation

Bei der Inklusion handelt es sich um eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und so appellierte Anna Stolz „an alle Partner aus Elternhaus, Schule, Politik, Gesellschaft, Wissenschaft und Praxis, im Dialog miteinander nach den individuell besten Fördermöglichkeiten für die Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf zu suchen. Denn Kooperation ist der Schlüssel für gelingende Inklusion.“

Zur Unterstützung der Inklusion hat der Freistaat in den letzten 8 Jahren 900 zusätzliche Lehrerstellen geschaffen. Bis 2020 soll diese Zahl auf 1.000 Stellen anwachsen. Mit 100 zusätzlichen Stellen wurde zudem die individuelle Förderung an Förderschulen zum laufenden Schuljahr gestärkt. Erneut 100 Stellen werden für Schulpsychologen und Schulsozialpädagogen zur Verfügung gestellt; sie unterstützen als Teil der multiprofessionellen Teams die Lehrerinnen und Lehrer bei ihrer wertvollen Arbeit. Außerdem nimmt Bayern gezielt Investitionen in die Lehrerbildung vor: So wurden die Kapazitäten der bayerischen Universitäten zur Ausbildung von Lehrkräften für Sonderpädagogik deutlich ausgebaut: München und Würzburg erhielten jeweils einen zusätzlichen Lehrstuhl, am neuen Standort Regensburg entstanden drei Lehrstühle. Das Basiswissen über Inklusion ist für alle Lehramtsstudierenden verpflichtender Studieninhalt und für Lehrkräfte steht zudem ein breites Angebot an Fortbildungen zur Verfügung.

 

Die neuen Schulen mit dem Schulprofil Inklusion im Schuljahr 2019/2020:

Oberbayern:

  • Fritz-Schäffer-Mittelschule Ostermünchen
  • Marie-Pettenbeck-Schule, Mittelschule Wartenberg          
  • Humboldt Gymnasium Vaterstetten
  • Gymnasium Dorfen  
  • Staatliche Berufsschule Miesbach  
  • Staatliche Fachoberschule für Technik München  

Niederbayern:

  • Mittelschule Freyung

Oberpfalz:     

  • Sonderpädagogisches Förderzentrum Sulzbach-Rosenberg         
  • Staatliche Berufsschule Sulzbach-Rosenberg        

Oberfranken:

  • Grundschule Rödental-Mönchröden         
  • Ritter-Wirnt-Schule, Staatliche Realschule Gräfenberg
  • Johann-Georg-August-Wirth-Realschule, Staatliche Realschule Hof
  • Staatliche Realschule Naila 

Mittelfranken:          

  • Grundschule Absberg-Haundorf   
  • Grundschule Hans-Sachs-Straße Fürth     
  • Staatliche Wirtschaftsschule Bad Windsheim

Schwaben:   

  • Hyazinth-Wäckerle-Mittelschule Lauingen  
  • Gymnasium Wertingen
  • Wittelsbacher-Realschule, Staatliche Realschule Aichach                       
  • Hans-Maier-Realschule, Staatliche Realschule Ichenhausen
  • Staatliche Fachoberschule Friedberg




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