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Erfolgreiche Kooperation von Hochschule und Realschule am MINT-Tag

Erfolgreiche Kooperation von Hochschule und Realschule am MINT-Tag an der Hochschule Landshut.

Mehr als 170 bayerische Lehrkräfte der MINT-Fächer Mathematik, Physik, Chemie, Biologie und Informationstechnologie nahmen am niederbayerischen MINT-Tag an der Hochschule Landshut teil.

Bereits zum dritten Mal stellt sich die Hochschule Landshut als Kooperationspartner zur Ausrichtung einer gemeinsamen Fortbildung zur Verfügung. So dankte der Ministerialbeauftragte für die Realschulen in Niederbayern, Bernhard Aschenbrenner, in seinen Grußworten dem Präsidenten der Hochschule Landshut, Professor Dr. Karl Stoffel, für die Bereitstellung der Räumlichkeiten und lobte die gelungene Zusammenarbeit zwischen den Organisationsteams der Hochschule sowie der MB-Dienststelle. Sehr interessiert zeigten sich an dieser Form der Lehrerbildung neben dem bayerischen Realschullehrerverband BRLV auch die ortsansässigen Firmen ebm-papst, Dräxlmaier und Schott, die durch ihre finanzielle Unterstützung eine Vielfalt an unterschiedlichsten Vorträgen und Workshops ermöglichten. Professor Dr. Karl Stoffel betonte in seinen Grußworten wiederum das breit gefächerte Studienangebot der Hochschule Landshut und die Affinität der Hochschule zu den Schülerinnen und Schülern der Realschulen. Die Bereitschaft vieler Dozenten, einen Beitrag für den MINT-Tag zu leisten, verdeutlichte dies besonders. Professor Dr. Gudrun Schiedermeier, Vizepräsidentin der Hochschule Landshut, unterstrich die Wichtigkeit der Ausbildung von Schülerinnen und Schülern im MINT-Bereich, da in den nächsten Jahren in diesem Bereich ein enormer Fachkräftemangel zu erwarten ist. Der Landesvorsitzende des Bayerischen Realschullehrerverbandes BRLV, Herr RSD Jürgen Böhm, stellte in einem kurzen Grußwort heraus, dass der MINT-Unterricht an den Realschulen als Leuchtturmprojekt zu sehen ist, das noch mehr in die Breite zu bringen ist, weil es den Schülerinnen und Schülern beste Möglichkeiten für ihre berufliche Zukunft eröffnet. Sehr kurzweilig und eindrucksvoll stellte anschließend Dr. Thomas Schutz von der Hochschule München die Generation Smartphone vor. Dass das Problem der Ablenkung im Unterricht kein neues sei, zeigte er an einer Abbildung aus dem 14. Jahrhundert. Gravierende Unterschiede fallen aber heute im Vergleich zu den vorhergehenden Generationen im Bereich der sprachlichen Fertigkeiten auf. Worterkennungsfunktionen in Mailprogrammen bewirken zum Beispiel massive Defizite im Satzbau und in der Rechtschreibleistung. Dieser neuen Generation werden durch Google, Facebook, Twitter und Co. immer mehr Informationen in immer kürzerer Zeit zur Verfügung gestellt. Statt „Think before you speak“ gilt nun die Devise „Google before you tweet“. Dr. Thomas Schutz appellierte an die anwesenden Lehrkräfte mit Schülerinnen und Schülern zusätzliche Gedächtnis- und Schreibtrainings durchzuführen. Geeignete Apps insbesondere zur Verbesserung der Gedächtnisleistung auf dem Smartphone rechtfertigen hier auch einen sinnvollen Einsatz.

Im Anschluss besuchten die Lehrkräfte Workshops und Vorträge, die unterschiedlichste Aspekte aus dem MINT-Bereich aufzeigten. Professorinnen und Professoren der Hochschule Landshut präsentierten dazu Vorführungen in Laboren und gaben einen Einblick in aktuelle Forschungen. Parallel dazu informierten Verlage und Institutionen über Medien sowie Projekte im MINT-Bereich.





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