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Digitale Bildung birgt Chancen für Schule und Wirtschaft

Großen Zuspruch fanden auch die Präsentationsstände der teilnehmenden MINT-Schulen.

Die Digitalisierung lässt keinen unserer Lebensbereiche unberührt und stellt somit auch Schule und Berufsausbildung vor neue Chancen und Herausforderungen: Schüler sind "Digital Natives" - was muss also in der Schule geschehen, um dieses Potenzial für die Wirtschaft zu heben? Beim ersten Realschullehrer- und Ausbilderkongress der Metropolregion Nürnberg kamen 350 Teilnehmer im oberfränkischen Kloster Banz zusammen und tauschten sich über diese Frage aus. Die Realschullehrer und Ausbilder trafen sich, um sich über die Möglichkeiten digitaler Bildung in der Realschule und in der Ausbildung zu informieren.

"Schule muss die digitale Lebenswirklichkeit der Kinder abbilden", betonte Elfriede Ohrnberger, Ministerialdirigentin im bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus. Es müsse aber auch klar sein, dass Bildung nicht von "Bildschirm" kommt. Auch die Wichtigkeit gerade der Realschule für die duale Berufsausbildung wurde von den Begrüßungsrednern hervorgehoben. "Die meisten Ausbildungsanfänger kommen von Realschulen", erklärte Christi Degen, Hauptgeschäftsführerin der IHK für Oberfranken Bayreuth. Die Lehrkräfte an Realschulen mit dem Ausbildungspersonal in den Betrieben zusammenzubringen, sei daher überfällig gewesen. Alle Begrüßungsredner wiesen auf die Bedeutung einer hochwertigen Lehrerausbildung und -fortbildung hin. Zusätzlich bräuchten Lehrer aber auch realistische Anwendungsmöglichkeiten für digitale Bildung und Freiräume, um diese umzusetzen, unterstrich Jürgen Böhm, Landesvorsitzender des Bayerischen Realschullehrerverbandes.

In Vorträgen und praxisnahen Workshops ging es unter anderem um die Erstellung und Verwendung digitaler Lehrmaterialien, um IT-Sicherheit in Schule und Betrieb sowie Best-Practice-Beispiele von Schulen, die besonderes Engagement in den so genannten MINT-Fächern zeigen. Eine Fachausstellung rundete die Veranstaltung ab, dabei präsentierten Unternehmen aus der Bildungsbranche ihre neuen Angebote und Produkte.

Neben der IHK für Oberfranken Bayreuth wurde der Kongress von der IHK zu Coburg, der IHK Nürnberg für Mittelfranken, der IHK Regensburg und der Metropolregion Nürnberg sowie von den Ministerialbeauftragten für Realschulen von Oberpfalz, Mittelfranken und Oberfranken ausgerichtet. Im November 2016 soll er zum zweiten Mal stattfinden.





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