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BundesUmweltWettbewerb

Bundesministerium für Bildung und Forschung (Foto: © Thinkstock)

BREMEN/MÜNCHEN. "Das hervorragende Abschneiden unserer Schülerinnen und Schüler beim BundesUmweltWettbewerb - ein 1. Preis und drei Sonderpreise - zeigt einmal mehr: An bayerischen Schulen bleiben Ideen wie Nachhaltigkeit oder ökologische Verantwortung keine graue Theorie. Unsere Schülerinnen und Schüler gestalten verantwortungsbewusst die Welt von morgen. Sie forschen über unnötige Lebensmittelreste, Müllvermeidung in Fast-Food Restaurants, Mikroplastiken im Grundwasser oder die Vegetation der heimischen Flora und Fauna. Jedes Projekt ist für sich zukunftsweisend."

Kultusminister Bernd Sibler war voll des Lobes für die bayerischen Preisträger des diesjährigen BundesUmweltWettbewerbs (BUW). In Bremen wurden am heutigen Freitag die innovativsten Projekte ausgezeichnet - mit zwei Siegerinnen aus dem Freistaat: Leonie Prillwitz vom Maria-Ward-Gymnasium Augsburg überzeugte gemeinsam mit Aurelie Zimmermann vom Rhabanus-Maurus-Gymnasium Sankt Ottilien die Jury der renommierten Veranstaltung, die die beiden mit einem der vier Hauptpreise würdigte. In ihrem Beitrag "Mikrofasern - Gefahr aus der Waschmaschine?!" ist es den beiden Schülerinnen gelungen, die Auswirkungen des Abriebs von Mikroplastik beim Waschen von Fleece-Kleidung zu erforschen und darzulegen, wie der Eingang von Mikrofasern in die Nahrungskette reduziert werden kann.

Bernd Sibler hob insbesondere das "ebenso kreative wie durchdachte Vorgehen" hervor: "Ein Problem wird erkannt, analysiert und ein Verbesserungsvorschlag erarbeitet. Viel besser geht es eigentlich nicht", freute sich der Minister. Die beiden Schülerinnen, die in der Alterskategorie 10-16 angetreten waren, erhielten für ihre Leistung ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Zu den Gewinnern in Bremen zählten weitere Schülerinnen und Schüler aus dem Freistaat, die in Bremen mit Sonderpreisen ausgezeichnet wurden:

Neues Konzept für Fast-Food-Essen

So setzten sich Loona Loch und Michaela Schmidt von der Staatlichen Realschule Neumarkt mit dem Problem des Verpackungsmülls in Fast-Food-Restaurants auseinander. Das von ihnen entwickelte Tablett mit Deckel und Pfandbecher kann nicht nur mehrfach verwendet werden, sondern hält die Speisen sogar warm. Eine Idee, die das Erscheinungsbild und Konzept von Schnellrestaurants nachhaltig verändern könnte. Ihr Einsatz wurde mit einem Preisgeld in Höhe von 500 Euro von der Stiftung Forum für Verantwortung honoriert.

Reduzierung von Lebensmittelabfällen

Jakob Schmidbauer vom Graf-Rasso-Gymnasium in Fürstenfeldbruck ist während seiner Tätigkeit als Servicekraft in einem Landhotel darauf aufmerksam geworden, wie viele unserer Lebensmittel - nicht nur in Gastronomiebetrieben - täglich entsorgt werden. In mühevoller Kleinarbeit wertete Schmidbauer diese Abfälle in einem Lokal über einen längeren Zeitraum aus und zog anschließend Schlussfolgerungen für zukünftige Einsparungs- bzw. Minimierungsmaßnahmen von Lebensmittelabfällen. Schmidbauer, der in der Altersklasse 17-20 Jahre antrat, erhielt ein Preisgeld in Höhe von 750 Euro, gestiftet vom Forum für Verantwortung.

Gift für das Ökosystem

Auch Larissa Sprigade vom Coburger Gymnasium Alexandrinum ist mit einem Sonderpreis in Höhe von 750 Euro ausgezeichnet worden. Die Schülerin untersuchte den Einfluss von Neophyten auf unsere Ökosysteme. Als Neophyten werden Pflanzenarten bezeichnet, die sich in einem Gebiet angesiedelt haben, in dem sie zuvor nicht heimisch waren. Dabei verdrängen sie häufig einheimische Pflanzenarten und können in manchen Fällen sogar giftig für Menschen und Tiere sein. In ihren umfangreichen Untersuchungen macht die Gymnasiastin nicht nur auf die hieraus resultierenden Gefahren aufmerksam, sondern zeigt Maßnahmen zur Eindämmung auf.

Der BundesUmweltWettbewerb

Der jährlich ausgeschriebene Wettbewerb wird vom Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) an der Universität Kiel durchgeführt. Er zeichnet Schülerinnen, Schüler und junge Erwachsene aus ganz Deutschland aus, die mit ihren Projekten Ursachen von Umweltproblemen auf den Grund gehen und diesen Problemen mit Kreativität und Engagement gemäß dem Wettbewerbsmotto "Vom Wissen zum nachhaltigen Handeln" entgegentreten. Zur 28. Wettbewerbsrunde wurden insgesamt 332 Projektarbeiten von mehr als 1.100 jungen, engagierten Menschen im Alter zwischen 10 und 20 Jahren eingereicht.





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