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Berufswahltage an der Staatlichen Realschule Furth im Wald

Bevor ein junger Mensch die Entscheidung über seinen künftigen Ausbildungsberuf trifft, muss er Informationen sammeln um heraus zu finden, welcher Beruf möglichst perfekt zu ihm passt. In dieser Phase der Berufsorientierung stehen dem Jugendlichen zahlreiche Institutionen hilfreich zur Seite. Berufsberatung der Agentur für Arbeit, Schule und heimische Wirtschaft arbeiten hierbei Hand in Hand. Am Mittwochabend war dies an der Staatlichen Realschule in Furth der Fall. Im Rahmen eines abendlichen Berufswahlseminars stellten dreizehn Vertreter verschiedenster Institutionen ihre Branche und die gebotenen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten dar.
Schulleiter Andreas Gruber konnte zu den gut besuchten abendlichen Vorträgen neben zahlreichen Schüler und Eltern der 9. Jahrgangsstufe auch die Referenten begrüßen, die teilweise bis aus Straubing und Regensburg angereist waren. Neben den Vortragenden galt sein besonderer Dank Beratungslehrerin Petra Schulenberg und Berufsberater Konrad Groitl von der Agentur für Arbeit Cham für die Organisation der Veranstaltung.
In der Folgezeit stellten die Damen und Herren ihre Betriebe und Branchen sowie die entsprechenden Ausbildungsberufe und deren Möglichkeiten dar. Die Jugendlichen konnten dabei in der parallel und hintereinander gestaffelten Vortragsreihe bis zu vier 45-minütige Veranstaltungen auswählen.
Michael Lochner, von der Einstellungsberatung des Hauptzollamtes aus Regensburg, zeigte anschließend den interessierten Zuhörern die vielen beruflichen Möglichkeiten sowie die Entwicklungschancen beim Zoll auf. Dieser Vortrag war mit fast 70 Personen sehr gut besucht.
Sabrina Schlösser, die Ausbildungsleiterin der Sparkasse im Landkreis Cham, informierte zusammen mit dem Further Realschulabsolventen Daniel Bierl. Sie zeigte den Besuchern die Inhalte im Ausbildungsberuf „Bankkaufmann/-frau“ detailliert auf und gab anschaulich einen fundierten Einblick.
Nicht anders machte es Franz Fischer, der Inhaber der Elotec Fischer Elektronik GmbH aus Furth im Wald, der zusammen mit der Auszubildenden Gerda Ecker die Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten beim Beruf „Elektroniker/-in für Geräte und Systeme“ vorstellte und sich vielen interessierten Zuhörern gegenüber sah.
In der zweiten Runde informierte Wolfgang Deuringer von der gleichnamigen Firma für Maschinenbau und Metallbearbeitung aus Furth. Zusammen mit Auszubildenden Daniel Weißhart, ebenfalls ein ehemaliger Realschulabsolvent, gab er den fast 80 Zuhörern einen fundierten Einblick in die Ausbildung zum „Zerspanungs- und Feinwerkmechaniker“. Er zeigte hier sowohl die beruflichen Einsatzgebiete wie auch die Weiterbildungsmöglichkeiten auf.
Zur selben Zeit referierte Christa Stoiber vom gleichnamigen Steuerbüro aus Furth im Wald über die Chancen im Ausbildungsberuf „Steuerfachangestellte(r)“. Ihr zur Seite standen mit Tamara Breu und Corinna Lemberger als Auszubildende ebenfalls zwei ehemalige Further Realschülerinnen, die von ihren praktischen Erfahrungen im Betrieb und Berufsschule berichteten. Abgerundet wurde diese Vortragsserie von Alois Kiefl, dem Leiter der Berufsfachschule für Physiotherapie der VhS Cham. Er informierte Schüler und Eltern über die Ausbildung als „Physiotherapeut/-in“.

In einer dritten Schicht war dann Joachim Dick, Personalleiter der Firma Flabeg Deutschland GmbH in Furth im Wald, an der Reihe. Herr Dick informierte über Ausbildungsberufe in der Industrie. Hier standen die Berufe der Firma Flabeg wie Industriemechaniker, Elektroniker für Betriebstechnik, Mechatroniker und Verfahrensmechaniker für Glastechnik im Mittelpunkt. Den zweiten Part diese Vortragsrunde übernahm Wolfgang Braun, von der gleichnamigen Firma Rolladen Braun aus Weiding. Er informierte zusammen mit Auszubildenden Christoph Schönberger über den Ausbildungsberuf „Kaufmann/-frau-Büromanagement“, den die Besucher noch besser unter seinen alten Namen „Bürokaufmann/-frau“ kennen. Dass dieser Beruf derzeit für viele interessant ist und deshalb großen Anklang fand, zeigte die Zahl der Zuhörer. Zahlreiche Jugendliche und deren Eltern lauschten den Ausführungen und stillten ihren Wissensdurst bezüglich dieser Berufsrichtung.
Erstmals in diesem Jahr war das Bauunternehmen Rädlinger aus Windischbergerdorf vertreten. Michael Berzl informierte zusammen mit Katrin Schreiner und Auszubildenden Felix Baumann, ebenfalls ein Further Realschulabsolvent, mehr als 80 Zuhörer über die Ausbildungen „Bauzeichner/-in“ und „Vermessungstechniker/-in“. Berzl grenzte diese aber auch zur Ausbildung „Technischer Produktdesigner/in“, früher bekannt als Technischer Zeichner, im Maschinen- und Anlagebau der Rädlinger Gruppe ab.
In der vierten Vortragsreihe stellte Schwester Judith Reis, die Leiterin der Fachakademie für Sozialpädagogik der Ursulinen in Straubing, den Ausbildungsgang „Erzieher/-in“ vor. Sie hatte mit Roswitha Baumann, Julia Mauerer und Laura Dombrofsky gleich drei Ehemalige der Realschule mitgebracht, die sich in unterschiedlichen Ausbildungsphasen befinden. Aufgrund des Ausbaus von Kindergrippen und anderer Betreuungseinrichtungen ist hier bereits seit einiger Zeit ein deutlicher Arbeitskräftebedarf festzustellen.
Siegfried Mühlbauer, Inhaber des gleichnamigen Autohauses in Furth im Wald, gab fundierte Einblicke in die Ausbildung bei den Ausbildungsberufen „Kfz-Mechatroniker/-in“ und  auch „Automobilkaufmann/-frau“. Letztgenannter Beruf hat heute deutlich mehr zu bieten als der klassische Autoverkäufer.
Parallel dazu war Katerina Scheffler von der Firma Gebhardt Logistic Solutions aus Cham an der Reihe. Sie zeigte den zahlreichen Zuhörern die Möglichkeiten in den Ausbildungsberufen „Industriekaufmann/-frau“, „Fachkraft-Lagerlogistik“ und „Kaufmann-/frau für Spedition und Logistikdienstleistung“ auf.
Die Riege der Referenten beschloss Manuela Heizler als Ausbildungsbotschafterin des BHG. Sie informierte die Anwesenden zu den Ausbildungsberufen im Hotel- und Gaststättenbereich wie „Koch/Köchin“, „Restaurantfachfrau/-mann“ und „Hotelfachfrau/-mann“.
Alle Referenten stellten dabei die schönen Seiten, die Chancen und Möglichkeiten heraus, die der jeweilige Beruf zu bieten hat. Auch machten sie deutlich, dass alle diese Berufe sowohl für Frauen als auch für Männer gleichermaßen interessant sind und Ausbildungsplätze geschlechtsneutral zur Verfügung stehen. Sie versäumten es aber nicht den interessierten Zuhörern auch die Anforderungen klar zu machen. Motivation und Einsatzbereitschaft sind ebenso gefordert wie das Bewältigen von komplexen Theorieinhalten. Auch die Anforderungen an die Flexibilität in Hinblick auf Arbeitszeiten und Einsatzort steigen dabei ständig.

Alle Referenten riefen die Jugendlichen auf, sich die in Frage kommenden Berufe im Praktikum anzuschauen und sich bereits in der Schule einen möglichst breiten Grundstock an Wissen anzueignen, denn Lernen hört nie auf. Text: Konrad Groitl Bildunterschrift: RSD Andreas Gruber begrüßt Herrn Michael Lochner, von der Einstellungsberatung des Hauptzollamtes aus Regensburg.

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