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Further Realschüler überzeugen beim Robotik Wettbewerb an der Hochschule Regensburg

Samstag, den 22.11.2014 schnupperten sechs Schüler der staatlichen Realschule Furth im Wald auf dem Campus der technischen Universität in Regensburg Hochschulluft. Als einziges Team des Landkreises Cham nahmen sie am überregionalen Robotik Wettbewerb der First Lego League (FLL) teil, zu dem alle Schulen aus dem Raum Ostbayern eingeladen waren.
FIRST® LEGO® League (FLL) ist ein Förderprogramm, das Kinder und Jugendliche in einer sportlichen Atmosphäre an Wissenschaft und Technologie heran führen möchte. Ziel ist es dabei Kinder und Jugendliche für Wissenschaft und Technologie zu begeistern, den Teilnehmern den Gedanken des Teamgeists zu vermitteln, sowie Kinder und Jugendliche anzuspornen, komplexe Aufgaben mit kreativen Lösungen zu bewältigen. Grundlage von FLL ist ein Roboter-Wettbewerb mit Spaß-Charakter, bei dem Kinder und Jugendliche mit Hilfe eines Roboters eine knifflige "Mission" zu erfüllen haben. Die Kinder und Jugendlichen forschen innerhalb eines Teams zu einem vorgegebenen Thema, planen, programmieren und testen einen vollautomatischen Roboter, um eine Mission zu meistern. Die FLL Teams erfahren dabei alle Stufen einer echten Produktentwicklung. Das beinhaltet den Start mit einem Problem, verbunden mit ungenügend Ressourcen und ungenügend Zeit. Die FLL Teams wissen zudem nicht, wie ihre Konkurrenten in den Wettbewerb starten. FLL ist in jeder Hinsicht ein Mikrokosmos einer realen Firma.
Wie sieht die Zukunft des Lernens aus? FIRST® LEGO® League Teams stellten sich diese Frage heuer als zentrales Wettbewerbsthema unter dem Motto „World Class“. Teilnehmer sollten dabei Ideen entwerfen, wie sich Schülerinnen und Schüler im 21. Jahrhundert Wissen und Fähigkeiten aneignen. Die Teams können dadurch Erwachsenen Wege aufzeigen, wie Kinder und Jugendliche zukünftig lernen wollen.
Seit Schuljahresbeginn arbeiteten die Schüler zahlreiche Stunden die Woche an der Lösung der Aufgaben des Robot-Games sowie an der Erstellung des Forschungsauftrags. Ziel war es, eine „Lernbrille“ zu entwickeln, mit deren Hilfe sich das lästige Vokabellernen in Freizeitaktivitäten wie zum Beispiel Radfahren oder Wandern integrieren lässt. Schon bald kristallisierten sich im Projektteam die einzelnen Aufgaben heraus, wobei die Schüler ihr großes Potential, je nach Begabung und Interessenlage nutzen konnten. So waren Paul Eiber, Florian Bittihn und Lisa Eiber für die Programmierung, Philipp Baumann für das Roboterdesign und Kevin Ziegldrum mit Sebastian Bittihn für die Organisation und Präsentation zuständig. Mit großer Spannung und auch einer gehörigen Portion Nervosität ging es am Samstag nach Regensburg, wo im Gebäude der technischen Fakultät 16 Teams gegeneinander antraten. Bewertet wurden vier Teilaufgaben: Roboterdesign, Teamwork, die Präsentation des Forschungsauftrages und natürlich das Robot-Game, bei dem der selbst erstellte und programmierte Roboter verschiedene Missionen, mit einer Zeitvorgabe von 2:30 min, auf einem 240 cm x 120 cm großen Spielfeld meistern musste. Das Robot-Game war natürlich das Highlight des Tages, zumal es im großen Hörsaal vor zahlreichen Zuschauern stattfand  und dabei sogar auf drei Videoleinwände projiziert wurde. In dieser beeindruckenden Atmosphäre traten die Schüler in drei Runden gegen die Konkurrenten an und konnten so manch schwierigen Punkt ergattern. Doch auch die anderen Aufgaben meisterten die sechs Jugendlichen des „Team Robotik RSF“ mit Bravour und überzeugten die Jury mit ihrer Innovationskraft und Teamfähigkeit. Auch Schulleiter Andreas Gruber ließ es sich nicht nehmen die jungen Ingenieure zu besuchen und spendierte ihnen, begeistert von den bisher erbrachten Leistungen ein Mittagessen. Mit der Siegerehrung und Medaillenübergabe am Abend endete ein spannender und ereignisreicher Tag, an dem die Schüler zu Recht stolz auf ihre Leistung sein konnten.

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