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Schulfrei und trotzdem früh raus? - Die Ferdinand-von-Miller-Realschule aus Fürstenfeldbruck nahm am „Sozialen Tag“ 2014 teil

An der Ferdinand-von-Miller-Realschule hieß es am 03. Juli: „Wir hinterlassen einen sozialen Fingerabdruck!“ Schon seit Jahren ist es der Schule ein Anliegen, dass sich die Schulgemeinschaft sozial engagiert. Dieser Grundgedanke spiegelt sich in zahlreichen Aktionen wieder: Ein Teil der Einnahmen des Christkindlmarktes kommt sozialen Projekten zu Gute, die Ausbildung von Tomfei, einem afrikanischen Patenkind aus Togo wird seit 2007 finanziert, in Kenia wird ein Schulprojekt unterstützt und seit letztem Jahr beteiligt sich die Realschule am Aufbau einer kleinen Schule in Albanien. Auch direkt vor Ort in Fürstenfeldbruck bestehen soziale Verknüpfungen. Daher lag es nahe, dass die Realschule sich nun auch am bundesweiten „Sozialen Tag“ beteiligen wollte.

In den vorangegangenen Wochen suchten sich viele Schülerinnen und Schüler einen Job für den großen Tag. Ob dem Opa bei der Gartenarbeit zu helfen, im Kindergarten Geschichten vorzulesen oder für einen Tag Semmeln zu verkaufen– ein Ziel hatten die jungen Helfer alle gemeinsam: Durch ihren Einsatz sollen benachteiligte Gleichaltrige in anderen Regionen der Welt unterstützt werden. Die Projekte der größten jugendlich geführten Hilfsorganisation Deutschlands, „Schüler Helfen Leben“, umfassen die Jugend-, Bildungs- und Versöhnungsarbeit im ehemaligen Jugoslawien sowie Freizeit- und Ausbildungsangebote für syrische Flüchtlinge in Jordanien. Während der Jugoslawienkriege gründeten Schülerinnen und Schüler die Initiative Schüler Helfen Leben. Und bis heute sind es Jugendliche, die die Organisation führen und gestalten.

Die Aktion war ein voller Erfolg, insgesamt haben die Jugendlichen fast 1600 € erarbeitet, konnten ganz nebenbei in verschiedene Berufe hineinschnuppern und haben anderen geholfen. „Es war cool!“ oder „Können wir das in der neunten Klasse wieder machen?“ waren nur ein paar der Schüleräußerungen. Es spricht also nichts dagegen, im nächsten Jahr wieder den Schulranzen für einen Tag in die Ecke zu verbannen, um außerhalb der Schulmauern wieder sozial aktiv zu werden.

 

Schüler Helfen Leben e. V. ist eine Jugendinitiative, die während des Jugoslawienkrieges 1992 von Schülerinnen und Schülern gegründet wurde. Seit 1998 richtet der Verein den inzwischen jährlich stattfindenden Sozialen Tag aus. Bei dieser bundesweiten Spendenaktion gehen Schülerinnen und Schüler für einen Tag arbeiten und spenden ihren Lohn an die Projekte von „Schüler Helfen Leben“ in Südosteuropa und in syrischen Flüchtlingslagern in Jordanien. Insgesamt konnten durch alle Sozialen Tage der vergangenen Jahre über 20 Millionen Euro in Jugendarbeit und Hilfsprojekte auf dem westlichen Balkan investiert werden. Im April 2013 hat die Organisation ihre Projektregion um ein weiteres Land erweitert und hilft seither auch syrischen Kindern und Jugendlichen, die aufgrund des Bürgerkrieges nach Jordanien fliehen mussten.





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