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„Wasser marsch!“

Bereits seit 10 Jahren veranstalten der Bayerische Rundfunk mit seinem Hörprogramm B2, das Referat für Bildung und Sport der Landeshauptstadt München, Fachbereich Neue Medien/Medienpädagogik sowie der Fachbereich Politische Bildung und die Stiftung Zuhören das Radioprojekt „MünchenHören“ und zum ersten Mal nahm die Klasse 6a, die gebundenen Ganztagklasse, der Joseph-von-Fraunhofer-Schule als einzige Realschule, 2019 an diesem Projekt teil. Ziel dieses Projekts ist die Vermittlung von Medienkompetenz: Aufnehmen, Abhören, Texten, Sprechen, Schneiden, Mischen eines Sendebeitrages. Unterstützt von professionellen Journalistinnen, Journalisten und Mediencoaches des Bayerischen Rundfunks – in unserem Falle Frau Auerbach von der Do-Re-Mirko-Abteilung, der Sendung für junge Hörerinnen und Hörer auf B4-Klassik -, begleitet von „Junior-Coaches“ des pädagogischen Instituts erstellten die Schülerinnen und Schüler einen Beitrag zu einem akustischen Stadtplan, „der interessante Menschen, Geschichten und Sensationen in ihrem Stadtteil aus jugendlicher Perspektive eröffnet“ (OB Dieter Reiter). Das Thema lautete diesmal: „Es rauscht und plätschert“, Audios über München und sein Wasser. Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6a wählten für sich im Gespräch mit Frau Auerbach das Thema „Schwimmbad“. Als Ziel sollte eine Collage aus Texten und Musik stehen, wobei die Musik im Sinne der „Musique concret“ aus Gegenstände des Alltags entstand: Badekappen, Schwimmflossen und Wassereimer erzeugten akustische Vorstellungen, die mit Percussionsinstrumenten und Bodypercussion untermalt wurden. Dies war vor allem Aufgabe der Projektgruppe Musik unter Leitung von StR (RS) Ewald Reder, StRin (RS) Cornelia Roll übernahm als Lehrkraft des regulären Musikunterrichts dann die Einbeziehung der ganzen Klasse, StRin (RS) Christina Plank als federführende Deutschlehrkraft die textlichen Aspekte bei Reportage und Interviews. Bei der Eröffnungsveranstaltung im Studio 1 des Bayerischen Rundfunks am 13. März 2019 überraschten die Schülerinnen das Fachpublikum mit einem Collagenrätsel, bei dem die Zuhörenden erraten mussten, welches Thema sich die Klasse als Klangaufgabe gestellt hatte. Rege Ratebeteiligung, aber kein Erfolg! Erst bei der Lösung wurde es dann allen Beteiligten klar, worum es geht. In der 7. Arbeitsphase am 2./7. Mai 2019 fand dann ein Workshop zu Interviewtechniken und Reportageanforderungen statt. Am 17. Mai 2019 wurde - sicherlich als Höhepunkt – die medienBox, das Techniklabor des BR, besucht. Auf dem Stundenplan standen dort Audioproduktion, Audioregie, Audiobearbeitung, denn an diesem Tag wurden die Beiträge mit Unterstützung der Spezialisten des pädagogischen Instituts unter Leitung von Joerg Dikomey „verfeinert“ und in einen akustischen Zusammenhang gebracht. Es wurde viel geplant und gearbeitet, da ein Rundfunkbeitrag von 3 Minuten Sendezeit einer Mindestvorbereitung von 3 Stunden bedarf!

Am 02. Juni 2019 musste der Beitrag fertig, das Produkt also sendefertig sein für das Große Hallo am 02. Juli 2019: Alle teilnehmen Klassen und Gruppen präsentierten ihre Ergebnisse live im Studio 2 des Bayerischen Rundfunks. Unsere Schülerinnen und Schüler beeindruckten durch Kreativität, Witz und Reaktionsschnelligkeit. Wer sich davon überzeugen will: Seit dem 02.07.2019 sind alle Beiträge, Fotos, Aufnahmen etc. im Internet unter www.br.de/muenchen-hoeren zu hören. Das optische Material kann ebenfalls in der Mediathek eingesehen werden. Lernen von und mit Profis – was kann es Besseres für unsere Schülerinnen und Schüler geben.





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