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35. THEATERTAGE AN DER STAATLICHEN REALSCHULE ERGOLDING „THEATER DAHOAM“

Eine Woche vorher: Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren: Schlafsaal-Olympiade!
Vor den Bayerischen Theatertagen bekamen alle Klassen der Staatlichen Realschule Ergolding den Auftrag, ihre Klassenzimmer zu dekorieren und sie somit in gemütliche Schlafräume zu verwandeln. Als Themen waren Farben vorgegeben. Wer das schönste, kreativste und gemütlichste Klassenzimmer gestaltet, konnte einen Kinobesuch für die ganze Klasse gewinnen. Die Schüler machten sich auf die Suche nach geeigneter Dekoration in ihren Häusern, manche kauften etwas, viele haben auch Dinge gebastelt. Kreativität, Teamarbeit und gutes Denken waren hier gefragt.

Die Vorfreude steigt...
Zu Beginn der 35. Bayerischen Theatertage gab es eine Pressekonferenz mit den Organisatoren des Events Frau Pfab und Herrn Deppisch, dem erweiterten Vorstandsmitglied der FSR Vorstand Frau Mayer, dem Moderator der Konferenz Herrn Gunter Schulze-Fröhlich, einer der Erfinder der Bayerischen Theatertage und dem Realschuldirektor Herrn Schönauer. Sie beantworteten vor der externen und professionellen Presse und dem internen Reporterteam viele spannende Fragen rund um das „Theater Dahoam“. Man erfuhr dabei nicht nur etwas über den Ideenfindungsprozess, sondern auch über die Kosten des Events, über den Job der FSR (Fördergemeinschaft für Schultheater an Realschulen in Bayern e.V.) und generell über den Stellenwert der Theatertage für die Schulfamilie.

Schon fängt das Theater an...
Von einer Schwarzlichtshow über Gesang bis hin zu fantastischem Klavierspiel, konnten die Schüle-rinnen und Schüler ihre vielfältigen Talente nun in der Eröffnungsveranstaltung unter Beweis stellen. Ein Highlight und eine große Ehre für alle Beteiligten waren die vielen Willkommens- und Dankesreden des Landrates Peter Dreier, des Bürgermeisters Andreas Strauß und insbesondere des Staatsministers für Unterricht und Kultus Prof. Dr. Michael Piazolo. Django Asül sorgte durch sein Kabarett-Talent für Stimmung im Saal.

Großer Auftakt: Ergolding legt los …
Nach der Eröffnungsveranstaltung der 35. Theatertage präsentierte die Staatliche Realschule Ergolding ihr Stück „Der Brandner Romeo und sei ewige Julia“. Mit Bravour spielten die Schüler vor vollem Saal und den Ehrengästen das Theaterstück, das in der Woche zuvor bereits bei den Mitschülern für Begeisterung gesorgt hatte.

Friedberg nimmt sich Zeit …
Das Theater “Versuch über die Zeit” zeigt schon von Anfang an wie wichtig und besonders die Zeit ist. Die insgesamt 20 Schülerinnen und Schüler aus Friedberg zeigten witzig dargestellte Fakten über die Zeit und stellten gut gespielte, dramatische Szenen dar. Das Stück, das von Cornelia Kolb-Knauer und Anina Scheel inszeniert wurde, zeigte verschiedene Augenblicke aus dem echten Leben, in denen man keine Zeit verlieren sollte.

Von Riedenburger Physikerinnen verschaukelt …
„Die Physikerinnen“ ist ein kluges aber auch irrsinniges Stück, geleitet von Barbara Götz und Susanne Engl. Im Mittelpunkt der Adaption der Geschichte von Friedrich Dürrenmatt stehen drei Physikerinnen, die in einer Irrenanstalt untergebracht sind. Doch wer die drei für verrückt hält, wird eines Besseren belehrt, als gegen Ende des Stückes klar wird, dass eine der Drei tatsächlich die „Weltformel“ entdeckt hat, die ihre Mitpatientinnen „Einstein“ und „Newton“ stehlen wollen. Die Schauspieltruppe aus Riedenburg schafft es, die Zuschauer von Anfang bis Ende des Stückes tief in ihren Bann zu ziehen und lässt jeden in die verrückte Welt der Naturwissenschaften eintauchen.

Maisach verzaubert …
Das Theaterstück „der Zauberer von O(rlando)z“, das von Sabine Graunke und Georg Haslauer geleitet wurde, handelt von Olivia, deren Wunsch es ist, ihrer Welt zu entfliehen. Dass dieser Traum auf unerklärlichem Wege plötzlich und ganz unerwartet in Erfüllung geht, weiß sie jedoch zunächst nicht. Gemeinsam mit vielen verschiedenen Charakteren aus ihrer neuen, fremden Welt ist sie auf dem Weg zum Zauberer von Orlandoz, welcher ihren sehnlichsten Wunsch erfüllen soll: Sie wünscht sich nun nämlich nichts mehr, als nach Hause zu reisen. Doch zunächst müssen einige Hindernisse überwunden werden, wofür alle Figuren ihren Teil beitragen müssen. Die Gruppe bewies, dass man perfekt ist, so wie man ist und mit Selbstvertrauen alle Schwierigkeiten meistern kann.

Zusmarshausen verdreht allen den Kopf...
Das Stück „Alice (im Wunderland)“, inszeniert von der Staatlichen Realschule Zusmarshausen, wurde geleitet von Ulrike Bielek. Die Gruppe präsentierte hierbei verschiedene Motive des Originalstücks in Form einer Collage. Alice, die in ihrer Traumwelt versinkt, begegnet verschiedenen Figuren, die ihr den Weg zu ihrem wahren Ich auf oft mysteriöse Weise zeigen wollen. Eine positive Verwirrung erfasste nicht nur Alice, sondern den kompletten Saal. Trotz allem wird zum Schluss deutlich, dass „Alice im Wunderland“ eine Geschichte über die Pubertät ist und über die Phantasien, Wünsche und Gedanken in der Zeit des Erwachsenwerdens, die gleichzeitig helfen, diese Zeit der Veränderung zu überstehen.

Peter Pan entführt ins Nimmerland
Auf nach Neverland – but in English, of course! Das Drama der Weilheimer Gruppe verzauberte die Zuschauer in englischer Sprache und nahm sie mit auf eine Reise in die Welt von Peter Pan. Mit Hilfe von ganz viel Feenstaub, Mut und Zusammenhalt können Peter Pan und seine Freunde den bösen Captain Hook und seine Piraten überlisten.

Fürth hält uns den Spiegel vor...
„arbeiter.kinder“ ist eine Zusammenarbeit der Hans-Böckler-Realschule mit der Wirtschaftsschule Fürth unter der Spielleitung von Sue Rose und Daniel Burghart. Das Stück zieht Parallelen zwischen den Problemen der Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung des frühen 20. Jahrhunderts und den Herausforderungen der modernen Gesellschaft. Indem die Kinder aus der Spiegelfabrik uns sozusagen den Spiegel vorhalten, zeigen sie uns wie viel besser es uns heute schon geht. Dies ist uns jedoch oft gar nicht bewusst. Erst durch die Augen einer anderen Zeit und einer anderen Person realisieren wir, wie gut wir es heute haben. Das Stück thematisiert aber auch, wie wir uns heutzutage in Individualismus und Selbstsucht verlieren können.

Geretsried greift nach den Sternen...
Die Truppe der Staatlichen Realschule Geretsried präsentierte unter Leitung von Marcella Schweikart das Stück „Stella“, frei nach dem Märchen „Die Sterntaler“. In der gespielten Version ist die Protagonistin ein obdachloses Mädchen, das völlig auf sich alleine gestellt ist. Trotz ihrer Situation zeigt Stella den Menschen gegenüber, die sich in der gleichen Lage befinden, große Hilfsbereitschaft und Selbstlosigkeit. Das Stück hinterfragt das Leben auf der Straße, berührt das Publikum mit eindrucksvoller musikalischer und visueller Unterstützung und öffnet die Augen für die Schicksale, die jeder Einzelne mit sich trägt.

Workshops!
Neben den Aufführungen fanden für die Spielleiter und ihre Schützlinge eine Fülle von Workshops rund um das Thema Schauspiel und Inszenierung statt. Neben Entspannungs- und Sprechtraining konnten die Schauspieler ihr Talent in Improvisationstheaterkursen weiterentwickeln. Besonders beeindruckten auch Workshops zum Thema Maskenbildung und Bühnengestaltung.

Der Vorhang fällt ...
… und die Realschule Ergolding blickt zurück auf drei unvergessliche Tage. Ein herzlicher Dank gilt allen, die sowohl vor als auch hinter den Kulissen alles am Laufen gehalten haben, damit jeder seine Rolle ausfüllen konnte. Die Theatertage waren für die gesamte Schulfamilie ein besonderes und unvergessliches Erlebnis, das allen Beteiligten äußerst positiv in Erinnerung bleiben wird. Im nächsten Jahr wünschen die Niederbayern der Realschule Ochsenfurth ein ebenso gutes Gelingen!





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