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Erfolgsmodell Schulpartnerschaft

Staatlichen Realschule Marktoberdorf wird mit dem Wilhelm-Hübsch-Preis ausgezeichnet.

Eine enge Verknüpfung von Theorie und Praxis ist schon immer ein Anliegen der Realschule in Bayern. Für ihre beispielgebende Schulpartnerschaft mit den Firmen Nestlé AG Biessenhofen und Chr. Mayr GmbH & Co. KG Mauerstetten durfte die Staatliche Realschule Marktoberdorf den Wilhelm-Hübsch-Preis der Region Kaufbeuren/ Ostallgäu, welcher mit 5000 Euro dotiert ist, entgegennehmen. Den zweiten Platz teilen sich die Mittelschule Marktoberdorf und die Marien-Realschule Kaufbeuren, die ebenfalls mit praxisorientierten Projekten überzeugen konnten und jeweils 3000 Euro erhielten.

„Der Preis von externer Seite ist vor allem eine große Wertschätzung für unsere Arbeit“, so Lehrer Markus Keil, der diese Partnerschaften für die Realschule koordiniert. „Das Besondere ist, dass wir ein breites Bündel an Projekten anbieten und viele Kollegen dabei miteinbeziehen, denn dafür stehen wir, das hat auch die IHK überzeugt.“ Diese hat die Partnerschaften vermittelt.


Sowohl die Firma Mayr als auch die Firma Nestlé sind im Rahmen der Berufsorientierungstage präsent und schicken immer wieder Experten in den Unterricht, welche aus der Praxis berichten. Auch das Wahlfach MINT sammelt Erfahrungen vor Ort mit dem Ziel, Jungen und Mädchen für Technik zu begeistern. Von der Firma Mayr erfahren die Schüler/innen beispielsweise etwas über Finanzbuchhaltung, dürfen im Rahmen des Werkunterrichts den Betrieb erkunden und ein Werkstück herstellen oder werden für das Fach Physik im Bereich Elektromagnetismus geschult. Außerdem wird ein Bewerbertraining durchgeführt. Die Firma Nestlé bietet die Möglichkeit einen Einblick in die chemische Analytik im Lebensmittelbereich zu bekommen, Netzwerktechnik kennenzulernen und in verschiedene Ausbildungsberufe, unter anderem Lagerlogistiker und Milchtechnologe, hineinzuschnuppern. Die Jugendlichen erkennen den Sinn hinter dem theoretischen Wissen, das sie in der Schule erwerben und können gezielt ihre Interessen ausloten. Aber auch die Firmen haben die Möglichkeit, schon früh Kontakte zu potentiellen Auszubildenden zu knüpfen.

Die beiden Schulen sind stolz auf die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit und freuen sich auf viele weitere gemeinsame Projekte.

Text: Antje Bärnthol
Fotos: Harald Langer





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