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10 Jahre Ökopassion an der Benedictus-Realschule Tutzing - 10 Jahre Schweiß, Dreck, Erfolg und viel Spaß

„Ökopassion“ der Realschule Tutzing feierte im letzten Jahr 10-jähriges Jubiläum. Schüler der Benedictus-Realschule leisten bei ihrer „Ökopassion-Aktion“ für einen Zeitraum von zwei Wochen einen wichtigen ökologischen Dienst, bei dem neben der allgemeinen Umweltbildung vor allem eines verlangt wird; tatkräftiges Zupacken.

Wir hatten uns in den Kopf gesetzt, unserer Umwelt tatkräftig unter die Arme zu greifen. Deshalb suchten wir nach ökologisch bedrohten Flächen. Dankbare Unterstützung erfuhren wir dafür von Privatpersonen und vom Bund Naturschutz. Diese Zusammenarbeit verbindet uns nun schon seit Beginn unserer Aktion. Das Besondere an dieser langjährigen Zusammenarbeit ist jedoch, dass die in der Natur nur langsam ablaufenden Prozesse so genau beobachtet und begleitet werden konnten.

Für unsere Schüler und auch uns Lehrer waren diese Einsätze mit viel Organisation, Schweiß und Schmutz, aber auch mit viel Freude, Überraschungen und Stolz verbunden. Der Stolz vor allem auf all unsere Schüler, die sich in all den Jahren durch nichts abbringen ließen. Stundenlanger Regen, aber auch Temperaturen von 35°C und mehr konnten sie nicht von ihrer Mission abhalten. Dafür wurden sie mit besonderen Begegnungen belohnt. Seltene Pflanzen und Tiere, die viele von uns nur aus dem Fernsehen kennen und natürlich Menschen, die einen großen Teil ihrer Energie in die Erhaltung unserer wunderbaren Natur stecken. Prägender geht es in der Schule selten.

Unserer wichtigsten Bereiche sind:

Moorerhaltung: Wir betreuen mittlerweile regelmäßig drei Moorflächen im Raum Starnberg - Weilheim. Hierbei wird versucht, durch Entbuschungsaktionen und Staubauten einen konstanten Wasserstand im Moor zu erreichen. Dies ist notwendig, um das Moor als Lebensraum für extrem spezialisierte Pflanzen und Tiere zu erhalten. Gelingt das, ist zudem ein großer Schritt in Richtung Klimaschutz geleistet.

Renaturierung Tutzinger Johanneshügel: In Zusammenarbeit mit dem Bund Naturschutz, arbeiten wir an der Renaturierung des Johanneshügels, einem ausgewiesene Naturdenkmal, mitten in Tutzing. Ziel ist es, aus einer überdüngten Einheitswiese, wieder eine natürlich zusammengesetzte Blumenwiese, einen Magerrasen mit einer großen Biodiversität an Blütenpflanzen und Insekten zu schaffen. Das Programm übersteigt jedoch die oben genannten Aktivitäten um einiges.

Aktivitäten seit 2007

  • Naturschutzgebiet „Magnetsrieder Hardt“ Neophytenbekämpfung 2008 – 2017
  • Pflege des Hangquellmoores in Bauerbach 2007 – 2017
  • Hochmoorpflege im Breitfilz bei Obersiffelhofen – „Entbuschung, Beseitigung von Sturmschäden und Staubau“ Seit 2007
  • Staubau und Pflegemaßnahmen im Bernrieder Filz „Schwarze Lache“ 2009 – 2017
  • Langzeitprojekt „Renaturierung des Tutzinger Johanneshügels“ Seit 2010
  • Bau einer Insektenwand am Tutzinger Voglweiher und im Schulgarten 2007/ 2008
  • Führung im Walderlebniszentrum Grünwald Bedeutung des Waldes 2008
  • Hochsitzbau in Zusammenarbeit mit dem städtischen Forstamt München 2008
  • Baumkartierung, Baumkontrolle und Baumpflege im Schulgarten 2008
  • Instandsetzung des Klostersteiches der Missionsbenediktinerinnen 2009
  • Pflegemaßnahmen am Haarsee 2009
  • Neophytenbekämpfung am Stockergraben bei Unterzeismering 2013 – 2017
  • Boden- und Artenkunde im forstlichen Versuchsgarten Grafrath 2012 – 2017
  • Unterwegs mit dem Isarranger „Tier- und Pflanzenvielfalt in der Puplinger Au“ 2016
  • Schulgarten „Bau- und Pflege einer Weidenhecke“ 2012/13
  • Jugendbildungszentrum Wartaweil „Vogelbeobachtung und limnologische Untersuchung am Ammersee“ 2016/ 17
  • „Mooraktionstag“ Ökopassion für Lehrer im Naturschutzgebiet „Magnetsrieder Hardt“ 2013
  • Deutsch - französisches Ökologieprojekt „Bau eines Insektenhotels“ 2014
  • Führung durch das „Institut für Fischerei Starnberg“ 2010
  • Informationstag im Lockschuppen Rosenheim „Bedeutung des Regenwaldes“ 2015
  • Pflege unseres Schulgartens „Entbuschung und „Baumfütterung“ 2010

Anders ausgedrückt: 180 Schülerinnen und Schüler erbrachten in den letzten 10 Jahren eine bemerkenswerte Arbeitsleistung. Würde man für diese „Ökosystemdienstleistung“, so der offizielle Begriff, einen Stundenlohn von 9.- € ansetzten, so hätten sie in diesem Zeitraum eine monetäre Leistung im Wert von ca. 110 000, 00 € für den Erhalt unserer Umwelt erbracht.





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