Aktuelles

Zukunfts- und Theaterworkshop in München

Ein Erfahrungsbericht der Schülerin Kerstin Blödt, 9b, der Naabtal-Realschule Nabburg über die Teilnahme am Technik-Camp in München.

Tag 1: Am 17.10.2015 trafen sich 15 ehemalige Teilnehmer aus ganz Bayern von unterschiedlichen Camps des bbw das erste Mal in einer Jugendherberge in München. Ich habe bereits am „Hightech live“- Camp in Schwandorf teilgenommen und wurde daher nach München eingeladen. Also ging es um 5 Uhr morgens mit dem Zug nach München. Nachdem ich nach zwei Stunden am Hauptbahnhof angekommen bin, war es gar nicht so einfach sich zu Recht zu finden und nach einer kurzen Taxifahrt bin ich dann auch endlich am Ziel angekommen. Als ich um 9:00 Uhr dann dazu gestoßen bin, waren es überraschenderweise nur Teilnehmerinnen, doch im Voraus kann ich sagen es gab nie irgendwelchen Zickenkrieg. Einzelne kannten sich schon aus vorherigen Camps, aber es war wohl jedem etwas unwohl, weil man seinen Gegenüber nicht kannte, was sich aber schnell legte. Kurz darauf ging es dann auch schon mit dem Programm los. Jeder hatte schon eines zugeschickt bekommen, aber niemand wusste so genau was man unter „Auftragsübergabe durch Stadtentwickler von Ecopolis“ verstehen sollte. Also wurde dies erst mal in drei Entwicklerbüros eingeteilt: Energie, Fitness und Mobilität. Zu den ersten beiden kam jeweils ein Vertreter und erzählte etwas über sein Beruf in den Bereich und was natürlich für die Zukunft geplant ist. Für das Entwicklerbüro Mobilität kam kein Vertreter sondern wir fuhren mit der S-Bahn zur BMW-Welt. Dort angekommen konnten wir uns noch kurz umschauen und bekamen dann eine exklusive Führung durch die Welt. Am meisten beschäftigten wir uns dort natürlich mit den E-Autos und dem i-8. Zum Schluss zeigte uns der Führer noch einen kleinen Film zum Ablauf, wenn ein Kunde seinen neuen BMW abholt und wir konnten durch eine Glasscheibe sogar in das Hochregallager für Autos blicken. Anschließend hatten wir noch Zeit um Bilder zu machen und den Rest, also z.B. die Rolls Royce Ausstellung oder die Motorräder, anzuschauen. Nachdem wir wieder in der Herberge angekommen waren, setzten wir uns sofort zu beliebigen Gruppen zusammen und arbeiteten an unseren Ideen. Dadurch, dass wir immer wieder Plätze getauscht hatten, konnte jeder seine eigenen Vorschläge und Meinungen zu den bisherigen Ideen seines Vorgängers mit einbringen. Nach einigen Stunden haben wir für die besten Ideen abgestimmt und teilten uns endgültig in die einzelnen Entwicklerbüros auf. Somit war das Programm für diesen Tag erst einmal geschafft. Als Überraschung gingen wir alle noch zusammen in München Pizza essen und nach dem langen anstrengenden Tag waren wir alle froh endlich ins Bett zu kommen.

Tag 2: Am 18. Oktober ging es dann um 8:00 Uhr mit dem 2. Teil des Workshops weiter. Nach dem Frühstück überarbeiteten wir unsere Ideen nochmals und präsentierten uns diese gegenseitig. Somit konnte wieder jeder seine Ideen und Meinungen mit einbringen. Währenddessen wuchs unsere Gruppe durch den Theaterpädagogen Markus Menzel, schließlich war unser Ziel ja bis zur Jubiläumsveranstaltung unsere Ideen in ein Theaterstück zu entwickeln. Zu Beginn machten wir einige Theateraufwärmübungen, bei denen man sich echt doof vorkam und so fiel es uns anfangs nicht leicht sie ernst zu nehmen. Danach fingen wir schon an einzelne Szenen zu improvisieren und man konnte jeden einzelnen Fortschritt sehen - so wuchs unser Theaterstück immer weiter. Allerdings hatten wir noch nichts Endgültiges, da ja der Theaterworkshop erst folgte. Und so probierten und probten wir eigentlich den ganzen Tag, änderten hier mal wieder was und da wieder und hatten dann zum Schluss einen guten Ansatz zum Stück. Um 16:30 Uhr endete der Tag auch schon und wir unterhielten uns zum Schluss nur noch darüber, was uns besonders gefallen hatte und was nicht, das typische eben. Sofort danach musste ich auch schon mit neu gefundenen Freunden zum Bahnhof, da wir unseren Zug nicht verpassen wollten. Ein Einkauf bei Starbucks war aber noch drin und danach machte sich jeder auf dem Weg zu seinem Gleis, aber jeder freute sich schon auf das nächste Wochenende.

Tag 3:Drei Wochen später, am 7. November, trafen wir uns zum zweiten Mal in der gleichen Jugendherberge in München zum Theaterworkshop. Ziel dieses Wochenendes war es ein komplettes Theaterstück auf die Beine zu stellen und das auch mit festen Rollen und Texten. Die Wiedersehensfreude konnte man klar erkennen, denn jeder hatte ein Lächeln im Gesicht und man begrüßte sich gegenseitig herzlich, obwohl fast jeder um die zwei Stunden Fahrzeit hinter sich hatte. Danach legten wir sofort los und natürlich war unser Theaterpädagoge auch am Start. Den ganzen Tag entwickelten wir unsere Szenen immer wieder neu, bis wir passende gefunden hatten und probten diese schließlich 100-mal hintereinander immer wieder und wieder. Zwischendurch hatten wir selbstverständlich, wie auch in den Wochenende zuvor, immer wieder Pause oder aßen zu Mittag in der Herberge. Diesmal hatte auch jeder sein Musikinstrument dabei, diese wurden natürlich auch mit hineininterpretiert. Also probten wir den ganzen Tag weiter, bis niemand mehr wirklich viel Lust hatte und Markus auch gehen musste. Nachdem wir unsere Arbeit für diesen Tag auf die Seite gelegt hatten, war noch reichlich Zeit und die nutzen wir. Wir wollten alle gemeinsam mit unserer Betreuerin nach draußen und uns an die Isar setzten, denn wann hatte man schon so schnell erneut die Möglichkeit, sich abends an die Isar zu setzen. Also machten wir uns alle auf den Weg. Leider war dieser nicht beleuchtet und so machte es keinen Sinn, mit 15 Mädchen und einer Betreuerin im Dunkeln und dann auch noch in München dort entlang zugehen. Somit änderten wir unsere Route und gingen zu einen anderen kleinen See/Fluss. Auf dem Weg dorthin begegneten wir dreiAutofahrern, die mit ihren tiefer gelegten Autos Kreise auf einen Parkplatz zogen und eine Art illegale kleine Rennen machten, wie in einen schlechten Actionfilm. Kurz darauf waren wir angekommen, am Floßlände. Dort hielten wir uns ca. 45 Minuten auf, denn mehr gab es ja nicht zu sehen, außer einem dunklen Fluss mit Enten. Es war aber trotzdem ein schöner Abend und er schweißte uns alle noch enger zusammen. Abends in der Jugendherberge angekommen hatten wir noch die Möglichkeit Spiele mit den anderen zuspielen, ich ging aber in mein Zimmer, weil ich mich noch für die Schule vorbereiten musste.

Tag 4: Auch am 8. November begann der Morgen mit einem leckeren Frühstück in der Herberge. Für den heutigen Tag hatten wir einiges vor. Wir wollten unser Stück heute „auf Papier bringen“. Also machten wir wieder unsere Sprechtechnikübungen und legten dann los. Nach einigen Wiederholungen stand dann erst einmal Pause auf den Plan und somit Mittagessen. Von dem aktuellen Wochenende war das einer der Höhepunkte, denn es gab verdammt leckere pancakes:). Nachdem dann jeder satt war und mindestens vier von diesen pancakes gegessen hatte, ging es weiter. Während die einen mit Markus an ihren Text arbeiteten, wurden die anderen schon wieder längst produktiv. Wir hatten uns überlegt, am Schluss des Stückes einen Song zu singen, am besten einen, der mit Revolution zu tun hatte, denn das war auch zum Teil unser Ziel, eine Revolution. Einige schlugen den Tag zuvor dann Hanging Tree von Jennifer Lawrence vor und wir wurden uns schnell einig, dass es der werden sollte. Und da wir uns nicht auf Anhieb entscheiden konnten, schrieb die eine Gruppe den Text auf Deutsch neu und die andere auf Englisch, da der Text wenig mit uns im Zusammenhang stand. Es wurde immer wieder durch gewechselt zwischen Textschreibern und Songtextschreibern, sodass uns am Ende ein tolles Ergebnis vorlag. Die Songtextsprache war immer noch nicht geklärt und so war es unsere Aufgabe, bis zum nächsten Treffen beide Texte zu lernen. Kurz darauf ging es wieder mit der S-Bahn zum Hauptbahnhof, noch zu Starbucks und schon musste man sich auch wieder verabschieden, weil man einen guten Platz im Zug ergattern wollte.

Tag 5: Am 25. November trafen wir uns diesmal in einer anderen Jugendherberge in München und auch nicht am Wochenende sondern unter der Schulzeit. Ich musste wieder mit dem Zug zum Hauptbahnhof, einige Stationen mit der S-Bahn und diesmal auch noch mit dem Bus, um endlich am Ziel anzukommen. Zuerst bekamen wir noch Empfangs-Kaffee und Kuchen und danach, wie sollte es anders sein, machten wir unsere Übungen und probten weiter. Nur diesmal war es anders. Jeder hatte seine Requisiten und Kostüme dabei und die Arbeit wurde von allen sehr ernst genommen, da jeder wusste, morgen ist es soweit. Nach zahlreichen Proben war es dann auch endlich Zeit geworden, den heutigen Tag zu beenden. Zum Glück stand kein Abendprogramm an, denn jeder war müde und erschöpft, auch wenn wir den darauffolgenden Tag kaum abwarten konnten.





© Bayerisches Realschulnetz  2019