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Kultusminister Spaenle eröffnet internationale Wanderausstellung über Nachkriegszeit in Markt Indersdorf

Von Juli 1945 bis Juli 1946 war im Kloster Indersdorf das erste internationale Kinderzentrum in der amerikanischen Besatzungszone untergebracht. Mehr als 600 Kinder und Jugendliche fanden dort eine zeitweilige Unterkunft: Überlebende verschiedener Konzentrationslager, junge ehemalige Zwangsarbeiter, Kinder von Zwangsarbeiterinnen. Nach dem Umzug der Einrichtung nach Prien am Chiemsee beherbergte das Kloster zwischen August 1946 und September 1948 ein Zentrum für jüdische Flüchtlingskinder aus Zentral- und Osteuropa, die den Holocaust überlebt hatten.

"Ich bin bewegt und dankbar, dass einige derjenigen, die als Kinder nach dem Krieg in schwieriger Zeit im Kloster Indersdorf wohnten und hier ihr Leben in Freiheit begannen, zur heutigen Ausstellungseröffnung angereist sind und sich bereiterklärt haben, aus ihrem Leben und von ihren schmerzhaften Erfahrungen zu erzählen", betonte der Minister. "Diese Gespräche sind für die nachfolgenden Generationen von größter Bedeutung: Sie erinnern uns mit besonderer Intensität an unsere Verpflichtung, alles zu tun für ein „Nie wieder!“, für eine Gesellschaft ohne Intoleranz, Extremismus und Antisemitismus."

Die Wanderausstellung "Zurück ins Leben/Life after Survival" ist bis zum 10. Mai im Kloster Indersdorf zu sehen.

Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 17.00 Uhr, Freitag von 8.00 Uhr bis 15.00 Uhr. Eintritt frei.

Ab Oktober wird die Ausstellung für etwa ein halbes Jahr in der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg gezeigt werden.





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