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Als Klassensprecher bzw. Klassensprecherin Verantwortung in der eigenen Schule übernehmen

Viele von euch denken, wenn sie das Wort „Schule“ hören, wahrscheinlich vor allem an Mathe, Deutsch, Englisch usw. Doch Schule ist viel mehr als „nur“ Unterricht. Schule lebt davon, dass sie von ihren Akteuren mitgestaltet wird und die größte Gruppe an einer Schule seid nun mal ihr, die Schüler.
Für die Vertretung eurer Klasse innerhalb der Schule werden deshalb zu Beginn eines jeden Schuljahrs ein Klassensprecher und ein Stellvertreter gewählt.

Die Aufgaben des Klassensprechers kann grob in zwei Bereiche gegliedert werden:

  • klasseninterne Aktivitäten; 
  • Aufbau von Verbindungen zur Schülermitverantwortung (SMV). 

Zu den klasseninternen Aktivitäten gehört es, Wünsche, Anregungen und konstruktive, faire Kritik der Klasse (oder eines Teils der Klasse) an den Klassenleiter oder andere Lehrkräfte heranzutragen, Ansprechpartner bei Konflikten oder Problemen mit Lehrkräften bzw. Klassenkameraden zu sein, Schüler bei solchen Konflikten zu unterstützen, falls dies gewünscht wird, Vorschläge in die Klasse einzubringen, Anregungen aus der Klasse aufzugreifen und diese organisatorisch umzusetzen sowie die Leitung von Klassenveranstaltungen und Aktionen zu übernehmen.
Verbindungen zur SMV schafft der Klassensprecher, indem er mit anderen Klassensprechern (v. a. der Parallelklassen) und den Schülersprechern ständig und „formlos“ in Kontakt bleibt – auch außerhalb der Klassensprecherversammlung, die drei Schülersprecher und die Verbindungslehrkräfte wählt, Wünsche, Anregungen und konstruktive, faire Kritik bei den Klassensprecherversammlungen einbringt (wobei er nicht an Weisungen der Klasse gebunden ist), die Klasse über die Ergebnisse der Klassensprecherversammlung informiert und bei der Umsetzung von Beschlüssen der Klassensprecherversammlung organisatorisch hilft.

Welche Fähigkeiten sollte ein Klassensprecher nun haben?

Wichtig ist vor allem der Wille, dieses Amt nach besten Kräften auszuüben. Ebenso sind Lernfähigkeit und Einsatzbereitschaft selbstverständliche Voraussetzungen. Doch darf ein Klassensprecher natürlich auch noch Lernender sein und Fehler machen. Mitschüler und Lehrkräfte sollten Klassensprecher wohlwollend und konstruktiv begleiten und bei ihrer Arbeit unterstützen. Und natürlich sollten die Leistungen des Klassensprechers auch mit Dank und Anerkennung gewürdigt werden – nicht nur, aber auch im Zeugnis. (Erinnert euren Klassenleiter bitte rechtzeitig vor dem Zeugnis daran, eine solche Würdigung aufzunehmen.)
Ebenso selbstverständlich sollte sein, dass die Klassensprecher keineswegs „Mädchen für alles“ sind! Sie zeigen in der Regel schon genug freiwilligen Einsatz für die Klassengemeinschaft, so dass sie nicht noch zusätzlich belastet werden dürfen. Ihr seid als Klassensprecher also nicht dafür zuständig, Sammelbestellungen der Schule zu organisieren, bei Schülern Geld einzusammeln oder Aufsichts-, Ordnungs- oder Kontrollmaßnahmen zu übernehmen. Wenn ihr diese Aufgaben jedoch aus freien Stücken übernehmen möchtet, so solltet ihr das natürlich tun.

Quelle: Handbuch für Schülervertreter, Hrsg. Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst







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