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Hinschauen, handeln, helfen – für die Schulsanitäter im Bezirk Schwaben ist das kein Problem und schon gar keine Frage

Oben: Siegerteam aus Ottobeuren (AG I); Unten: Siegerteam aus Ichenhausen (AG II)

Am 14. März 2018 fand in der Rupert-Ness-Realschule in Ottobeuren der nun bereits 12. Leistungsvergleich der Schulsanitäter für die Realschulen im Bezirk Schwaben statt. Stattliche 25 Teams à vier Teilnehmer fanden diesmal den Weg ins Unterallgäu, um sich mit Gleichgesinnten anderer Schulen zu messen und ihr Können unter Beweis zu stellen. Unterschieden wurde dabei in die Alterskategorie I (Klasse 5 bis 7) und die Leistungsgruppe II (Klasse 8 bis 10). Aufgeregt, gespannt, aber auch voller Begeisterung und Vorfreude stellten sich die Schulsanitäter den insgesamt neun sehr unterschiedlichen Stationen, die in verschiedenen Räumen aufgebaut worden waren. Es galt zwei Theoriebögen möglichst korrekt zu bearbeiten, eine ebenso knifflige wie lustige Teamaufgabe in der Bibliothek zu bewältigen, einen Parcours mit Trage in der Turnhalle zu meistern, sein Allgemeinwissen unter Beweis zu stellen, die Herz-Lungen-Wiederbelebung durchzuführen und Verbände für sehr unterschiedliche Verletzungen anzulegen. Eine besondere Herausforderung stellen immer die Praxisstationen dar, im Rahmen derer Notfälle täuschend echt simuliert werden und die von den Nachwuchssanitätern ganz unterschiedliche Kompetenzen erfordern: Sie müssen sich einen Überblick über die Situation verschaffen, die Unfallstelle absichern und sich um alle Beteiligten adäquat kümmern. Für die kleinen Teilnehmer galt es eine stark blutende Wunde an der Hand zu versorgen, die durch ein Messer beim Karottenschneiden entstanden war – zugleich mussten sich zwei der Ersthelfer um ein kollabierendes Mädchen kümmern, das kein  Blut sehen konnte und einen Notruf absetzen. Dem gegenüber stand eine Verätzung durch einen Unfall im Chemieunterricht und ein Junge, der eine deutliche Schocksymptomatik zeigte für die Älteren. Nach der Mittagspause durften sich die Schulsanitäter von zwei Vertretern der Bergwacht zeigen lassen, wie ein Lawinenopfer geborgen werden kann und sich selbst in eine solche Trage legen, um nachvollziehen zu können, wie sich eine solche Rettung anfühlt. Den betreuenden Lehrkräften wurde eine sehr ansprechende und Gewinn bringende Fortbildung zum Thema „Achtsamkeit und Körperwahrnehmung“ im Klinikum in Bad Grönenbach angeboten, die der Chefarzt Herr Dr. Wahlert persönlich anbot.

Als Sieger in der Altersgruppe I ging erneut das Team aus Ottobeuren hervor, in der Leistungsgruppe II Ichenhausen den Sieg erringen. Auf den Plätzen zwei und drei folgten die Teams der Maria Ward Realschule aus Augsburg und der Realschule Neusäß. Bei den Acht- bis Zehntklässlern erkämpften sich die Teilnehmer aus Neusäß und aus Aichach punktgleich den zweiten Platz. Die Sieger der Altersgruppe II dürfen sich in der Woche vor den Pfingstferien mit den erfolgreichen Mannschaften der anderen Regierungsbezirke beim Landeswettbewerb in Oberbayern messen. Herzlichen Glückwunsch zu diesen tollen Leistungen!

Über die Bereitschaft so vieler junger Menschen, sich zum Schulsanitäter ausbilden und dann zum Wohle der Gemeinschaft auch einsetzen zu lassen, freuen wir uns sehr. Mehr denn je braucht unsere Gesellschaft heute mutige Menschen, die eingreifen anstatt nur zuzuschauen und die sich verantwortlich fühlen für ihren Nächsten.





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